So, 31.08.2008

DRS - Heimspiel für Werner

Porsche-Power und Können setzen sich durch

Am Anfang war es kritisch und spannend, am Ende einseitig. Ein Highlight mit vorhersehbarem Finale.
Heimspiel für Werner
© Cornell Hache

Motorsport-Magazin.com - Die Vermutungen gingen in die Richtung, die Vorhersagen auch. Anton Werner mit seinem PS-starken Porsche GT3 stand die gesamte Zeit in Start-Zielrichtung. Seine Gegner haben sich gewehrt, das Glück war ihnen aber nicht hold... Wie erwartet, fuhr Anton Werner mit seinem Beifahrer Ralph Edelmann den Sieg der Niederbayern-Rallye ein.

Mit einem klaren Sieg für das Team Anton Werner/Ralph Edelmann (Porsche GT3) vor dem Mitsubishi-Team Rainer Noller/Uwe Walz endete die AvD-Rallye Niederbayern in Außernzell, der dritte Lauf zur Deutschen Rallye-Serie (DRS) 2008. Auf einem viel beachteten dritten Platz kam Jeffrey Wiesner (BMW 330 is) mit Copilot Robert Patzig ins Ziel. Mit seinem zweiten Platz baute Rainer Noller die Führung in der DRS-Punktetabelle aus und ist damit Halbzeitmeister, hinter ihm liegt der Nachwuchsfahrer Thomas Robel (Honda Integra R), der in Niederbayern einen Klassensieg feierte, auf Tabellenrang zwei.

Nach der dritten Wertungsprüfung war den Fahrern nicht durchgängig positiv zu Mute. Den Startnummern 15 (Stockhammer/Mittermeier) und 22 (Unterhuber/Meindl) wurde schon eine Rechtskurve auf WP 1 zum Verhängnis. Beide Teams sind aber körperlich wohlauf. Hier die Aussagen der Teams:

Anton Werner (Startnummer 1): "Die Rallye mit der Bestzeit auf WP 1 angefangen - das ist schon mal ein guter Einstieg. Wir hatten die Reifen etwas zu weich gewählt, aber das ändern wir am Service."

Maik Stölzel (Startnummer 2): "Meine Reifen sind zu weich, aber ansonsten läuft es ganz gut. Mit meinem Octavia WRC liege ich um 300 Kilo über dem Mercedes, das macht es nicht einfach."

Markus Moufang (Startnummer 4): "Irgendwie läuft es noch nicht rund, ich fahre im Augenblick einen ziemlichen Stiefel zusammen. Aber die Zeiten sind unter dem Strich doch nicht schlecht, ich sollte vielleicht nicht klagen."

Uwe Nittel (Startnummer 5): "Ich hatte vorübergehend ein Problem, die Wassertemperatur war zu hoch, und das Hinterachsdifferential hört sich etwas laut an."

Rainer Noller (Startnummer 8); "Es läuft ganz gut, auf der zweiten WP haben wir ein Holz getroffen, es gab einen heftigen Schlag. Aber dem Auto ist wohl nichts passiert."

Tim Stebani (Startnummer 10) "Bis jetzt läuft es ganz gut, ich bin zufrieden und hoffe, dass das Auto durchhält."

Michael Abendroth (Startnummer 14): "Die Kupplung trennt nicht richtig und die Gänge gehen daher schwer rein, das müssen wir nachher am Service beheben."

Gleich zwei der Topfavoriten sind bereits in WP 6 ausgefallen. Uwe Nittel musste mit einer gebrochenen Hinterachse aufgeben. Ein ähnliches Problem wurde ihm bereits bei der AvD Rallye Baden-Württemberg 2006 zum Verhängnis. Ebenfalls ausgefallen ist auch der Hesse Markus Moufang, dessen BMW eben zum Service geschleppt wurde. Eine genaue Ursache ist bisher nicht bekannt.

Damit ging Toni Werner wieder mit komfortablen 36 Sekunden Vorsprung vor Maik Stölzel in Führung, nachdem er auf WP5 die Führung vorübergehend an Uwe Nittel abtreten musste

Nach der achten Wertungsprüfung lichteten sich bereits die Reihen: Bei der einzigen Prüfung mit Schotteranteil büßte zum Beispiel Anton Werner 18 von seinen 44 Sekunden Vorsprung auf Verfolger Maik Stölzel ein. Natürlich fand Werner sogleich eine Begründung: "Der Schotter war doch noch recht rollig, und da ich der erste war, der drüber fuhr, habe ich etwas Zeit verloren."

Maik Stölzel (Startnummer 2): "Ich bin auf Sicherheit gefahren, aber dass ich dabei dem Toni trotzdem 18 Sekunden abgenommen habe, ist doch richtig gut." Rainer Noller (Startnummer 8): "Die Prüfung war jetzt nicht so gut, ich war nicht immer richtig am Limit und habe wohl Zeit verloren."

Jeffrey Wiesner (Startnummer 20): "Hier kehrt sich nun der Vorteil der Autos mit Zweiradantrieb in Nachteil um, die Allradler haben's hier besser."

Der Zwickauer Stölzel saß in diesem Moment schon in den Zuschauerreihen: Mit einem gerissenen Getriebegehäuse muss Maik Stölzel den Skoda Octavia WRC nach WP 9 abstellen. Damit scheint die Pechsträhne für den Zwickauer in dieser Saison nicht abzureißen. Den Gesamtsieg hatte Anton Werner damit mit 3:04 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Rainer Noller so gut wie in der Tasche.

Nach einem hervorragenden Kampf fielen Tim Stebani und Ferdinand Heindlmeier auf der als WP 11 gefahrenen Königsprüfung aus. Ursache war ein Schaden an der Ölpumpe des Skoda Octavia Kit-Car.

Ergebnis AvD Niederbayern-Rallye 2008

1. Anton WERNER/Ralf EDELMANN,Porsche 911 GT3, 1:06:40,6
2. Rainer NOLLER/Uwe WALZ, Mitsubishi Lancer EVO 7, +03:38,3
3. Jeffrey WIESNER/Robert PATZIG, BMW 330 is, +4:06,8
4. Ulrich KÜBLER/Armin SEEGER, Mitsubishi Lancer Evo 8,+04:14,5
5. Robert PRITZL/Werner HAUSLADEN, Subaru Impreza, +04:40,0

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Schlagwörter: DRS, Rallye Niederbayern, Werner

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