Supercup - Im Gedenken an Sean Edwards: Stiftung gegründet

Für mehr Sicherheit im Sport

Der tragische Tod von Sean Edwards ist noch tief in den Köpfen verankert. Mutter Daphne hat nun ein tolles Projekt vorgestellt: die Sean Edwards Foundation.

Motorsport-Magazin.com - Knapp ein halbes Jahr ist nun her, dass Sean Edwards bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Der Schmerz sitzt bei der Familie, bei Freunden und Teamkollegen noch immer unglaublich tief. Für sie ist klar: Das Wesen, der Charakter, die Einstellung und der überdurchschnittliche rennfahrerische Ehrgeiz von Sean müssen erhalten bleiben und die Sicherheitsstandards in der Rennsportwelt müssen erhöht werden. Aus diesem Grund hat Seans Mutter Daphne McKinley im Oktober 2013 die Sean Edwards Foundation (SEF) ins Leben gerufen. Die Stiftung wurde am Rande des DTM-Auftakts vor zwei Wochen in Hockenheim der Öffentlichkeit vorgestellt.

Motorsport-Magazin.com war bei der Präsentation vor Ort und hatte die Möglichkeit, sich mit Edwards' Mutter zu unterhalten. Das neu gegründete Projekt hat bereits zahlreiche Unterstützer. "Wir haben einige Projekte im Rahmen der Formel 1 laufen", sagte Daphne McKinley. "So werden wir unter anderem in Silverstone und Monaco besondere Events veranstalten, um die Bekanntheit unserer Stiftung zu fördern." McKinley ist in der Motorsportwelt sehr gut vernetzt und hat keine Kosten und Mühen gescheut, um das Projekt ans Laufen zu bringen.

Überall große Anteilnahme an Edwards' tragischem Unglück - Foto: Motorsport-Magazin.com

Die Sean Edwards Foundation umfasst drei Bereiche:

1. Erhöhte Sicherheit für Rennfahrer: Die SEF hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sicherheitsstandards im Motorsport zu erhöhen. Die Foundation arbeitet eng mit dem FIA Institut zusammen. Unter anderem soll erreicht werden, dass Helme mit freiem Gesicht verboten werden. Außerdem soll es in Zukunft keine Rennfahrzeuge mehr geben, deren Beifahrersitze nicht den Sicherheitsstandards entsprechen. Generell sollen GT-Fahrzeuge bei allen Rennen mit einer Sicherheitszelle ausgerüstet sein. Die SEF entwickelt zudem den Sean Edwards Aptitude Test (SEAT). Durch ihn soll das Sicherheitsbewusstsein aller Rennfahrer geschärft und anhand einer Prüfung bestätigt werden.

2. Seans besonderer Charakter und seine Einstellung, die maßgeblich zu seinen außerordentlichen Erfolgen in seiner Rennkarriere beigetragen haben, sollen an Nachwuchsfahrer weitergegeben werden: Im Rahmen einer Akademie werden Nachwuchsfahrer speziell gecoacht. Um das Talent der jungen Piloten maximal nutzen zu können, brauchen sie die richtige Einstellung. Jedes Jahr sollen talentierte Nachwuchsfahrer rekrutiert werden. Die Besten werden mit der Sean Edwards Memorial Trophy ausgezeichnet und gewinnen eine Teilnahme an Testfahrten sowie Sponsoring-Pakete.

Unterstützung für Rennfahrer, die einen Unfall hatten: Die SEF wird als Beirat jungen Fahrern zur Seite stehen, die nach einem Unfall an einem körperlichen oder psychischen Schaden leiden. Die Unterstützung kann finanziell gestaltet werden. Aber auch mentale Hilfe zur Wiedererlangung des Selbstbewusstseins und des Mutes, um weiter Rennen zu fahren, wird angeboten. "Oftmals geraten solche Fahrer schnell in Vergessenheit und sind dann auf sich allein gestellt", sagte Mutter Daphne im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Hier treten wir auf den Plan, um das Bewusstsein für derartige Fälle zu schärfen."


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