Supercup - Gaststarter Armindo fährt auf Startplatz 1

Eng, enger, Hockenheim

Im spannendsten Qualifying der Saison sicherte sich der Franzose Nicolas Armindo die Pole-Position für den 7. Lauf zum Porsche Supercup in Hockenheim.

Motorsport-Magazin.com - Mit dem Porsche 911 GT3 Cup von Al Faisal Lechner Racing war der Gaststarter Nicolas Armindo aus dem Porsche Carrera Cup in seinem ersten Supercup-Rennen in dieser Saison 0,092 Sekunden schneller als der Brite Nicholas Tandy (Konrad Motorsport).

Das Qualifying auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs war bis zum Schluss hart umkämpft. Am Ende lagen die Top 10 gerade mal etwas über drei Zehntelsekunden auseinander – ein weiterer Beleg für die enorme Leistungsdichte, die den Porsche-Mobil1-Supercup bei den Fans in aller Welt so beliebt macht.

Hinter dem Spitzenduo sorgten noch weitere Fahrer für Überraschungen. Einer war der Köschinger Christian Engelhart (SANITEC/GILTRAP Racing), der als Drittschnellster sein bestes Qualifyingergebnis im Porsche-Mobil1-Supercup erzielte. Dabei verwies er den Tabellenführer und vierfachen Saisonsieger René Rast aus Steyerberg (Al Faisal Lechner Racing) auf den vierten Platz – um eine Tausendstelsekunde! Der für VELTINS MRS Racing fahrende Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) als Fünfter und der Niederländer Sebastiaan Bleekemolen (Team Bleekemolen Harders Plaza) als Sechster gehen gemeinsam aus der dritten Startreihe ins Rennen.

Die siebtschnellste Zeit fuhr der Slowake Stefan Rosina (Lechner Racing), Achter wurde der Österreicher Norbert Siedler (VELTINS MRS Racing), der Sieger von Barcelona. Der polnische Supercup-Neuling Robert Lukas (Verva Racing Team) steht in der Startaufstellung als Neunter so weit vorne wie noch nie in dieser Saison. Als Zehnter des Qualifyings geht der Österreicher Martin Ragginger (Schnabl Engineering Team Parker Racing) ins Rennen, ein weiterer Gaststarter aus dem Porsche Carrera Cup. Sein Pech: Seine schnellste Qualifyingrunde wurde nicht gewertet, weil er dabei mit allen vier Rädern über der Streckenbegrenzung war.

Mit knapp sieben Zehntelsekunden Rückstand auf den Trainingsschnellsten belegte Mathias Lauda (Österreich) bei seiner Supercup-Premiere Platz 17. Der Sohn der Rennlegende Niki Lauda startet in Hockenheim mit dem VIP-911 GT3 Cup der Porsche AG.

Die Stimmen zum Qualifying

Nicolas Armindo (Startplatz 1):
Das war ein guter Einstand. Der erste Supercup-Start in dieser Saison und dann gleich auf der Pole-Position – viel besser geht´s nicht. Ein Dankeschön an mein Team. Wir haben im freien Training einige Dinge gefunden, die man noch verbessern konnte, und genau das haben wir über Nacht gemacht. Das Qualifying war unheimlich spannend, fast alle liegen dicht zusammen. Das wird sicherlich ein spannendes Rennen.

Nicholas Tandy (Startplatz 2):
Ich bin wirklich sehr zufrieden, denn meine schnellste Runde war alles andere als brillant. Normalerweise hätte ich auf die Pole fahren müssen. Positiv ist aber, dass ich für das Rennen noch einen neuen Reifensatz habe, und da es am Sonntag trocken sein soll, kann das ein entscheidender Vorteil werden. Natürlich will ich das Rennen gewinnen, aber noch wichtiger ist es, René Rast im Titelkampf einige Punkte abzunehmen. Er startet als Vierter, wird aber sicherlich alles versuchen, so schnell wie möglich nach vorne zu kommen. Die Fans können sich schon mal auf ein interessantes Rennen freuen.

Christian Engelhart (Startplatz 3):
Das waren heute sehr schwierige Bedingungen. Die Strecke war total rutschig, vermutlich wegen des vielen Regens in den vergangenen Tagen. Ich musste mich erst mal wieder daran gewöhnen, wo eigentlich die Bremspunkte liegen. Mit meinem ersten Reifensatz habe ich nur Fehler gemacht, da ging überhaupt nichts. Mit dem zweiten Satz hatte ich dann auch einen dicken Fehler, trotzdem hat es für den dritten Platz gereicht. In letzter Zeit hatte ich sehr viel Pech. Ich hoffe, dass es das jetzt für den Rest der Saison war und ich mit guten Resultaten auch in der Gesamtwertung weiter nach vorne fahren kann.

Mathias Lauda (Startplatz 17):
Nicht einmal sieben Zehntelsekunden hinter dem Schnellsten – das ist nicht schlecht für mein erstes Qualifying mit dem 911 GT3 Cup. Dass es trotzdem nur zum 17. Startplatz reichte, ist ein Indiz für die Leistungsdichte im Porsche-Mobil1-Supercup. Ich freue mich jetzt auf das Rennen und hoffe, über die Distanz noch ein paar Plätze gut machen zu können. Auch wenn das gegen die Supercup-Spezialisten nicht einfach werden wird.


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