Carrera Cup - Aust vor Kentenich-Heimspiel zuversichtlich

Wenn dieses Mal alles passt...

Niclas Kentenich kennt den Nürburgring von seinen Einsätzen in der VLN. Wenn es im Qualifying besser läuft, könnte das beste Saisonergebnis herausspringen.

Motorsport-Magazin.com - Am kommenden Wochenende beginnt für das Rietberger Team Aust Motorsport die zweite Saisonhälfte im Porsche Carrera Cup Deutschland. Dann werden sich die beiden Piloten Niclas Kentenich und Patrick Eisemann auf dem Nürburgring mit den 35 Porsche-Konkurrenten im Rahmenprogramm der DTM messen. Beide Piloten gehen motiviert in die sechste Veranstaltung der Saison.

Wenn dieses Mal alles passt, wird Niclas weiter vorne stehen.
Frank Aust

Ein Heimspiel in doppelter Hinsicht feiert Niclas Kentenich auf dem Nürburgring. Der Aust-Motorsport-Pilot wohnt nur etwas mehr als 100 Kilometer von der Strecke entfernt in Neuss. Durch seine vielen Einsätze in der VLN Langstreckenmeisterschaft kennt er sich auf dem Eifelkurs besonders gut aus. Während es in der VLN auch über die komplette Nordschleife geht, fährt der Porsche Carrera Cup auf der 3,6 Kilometer langen Kurzanbindung. Doch auch die Sprintstrecke hat seinen Reiz: "Auf dem Nürburgring gibt es gleich zwei gute Überholmöglichkeiten", weiß Kentenich. "Sowohl in der ersten Haarnadel als auch in der Schikane nach der Gegengerade kann man Positionen gewinnen, wenn man gut aus den Kurven davor kommt."

Auf seiner Heimstrecke möchte Niclas Kentenich zum ersten Mal in dieser Saison den Sprung in die Top-10 schaffen. Das Potenzial dazu hat der 26-Jährige im Saisonverlauf bereits bewiesen, bisher lag es vor allem an der schwierigen Ausgangslage nach dem Qualifying. "In der ersten Qualifying-Session hat man 20 Minuten Zeit sich für die Top-15 zu qualifizieren - mit 37 Autos auf der Strecke ist es schwer, eine komplett freie Runde zu erwischen." Bisher verliefen die Zeittrainings unglücklich für den Fahrer des roten Aust-Porsche: Am Norisring fehlten Kentenich nur ein paar Tausendstel zum Einzug in die Top-15, beim vergangenen Rennwochenende in Österreich konnte er nach einer unverschuldeten Kollision nicht die maximale Leistung seines Fahrzeugs abrufen. Doch sein Teamchef ist zuversichtlich: "Wenn dieses Mal alles passt, wird Niclas weiter vorne stehen", sagt Frank Aust.

Patrick Eisemann möchte Sportscup-Erfahrung nutzen

Für Patrick Eisemann ist in seiner ersten Saison im Porsche Carrera Cup vieles neu. Auf dem Nürburgring kann er nun zum ersten Mal auf Rennerfahrung aufbauen: "Im Juni haben wir dort einen Gaststart im Porsche Sports Cup absolviert", erklärt er. In beiden Rennen landete der junge Mann aus der Nähe von Stuttgart auf dem dritten Platz in seiner Klasse. "Die Pokale waren aber nur eine nette Zugabe. Hauptsächlich ging es darum, sich weiter an den Porsche 991 GT3 Cup zu gewöhnen."

Ich bin zuversichtlich, dass in der zweiten Saisonhälfte die verdienten Ergebnisse folgen werden.
Patrick Eisemann

In den letzten Rennen zeigte die Lernkurve von Patrick Eisemann weiter nach oben. Vor allem am unter schwierigen Bedingungen beeindruckte der Youngster mit Rundenzeiten auf Top-15-Niveau. "Das Talent und die Pace ist bei Patrick definitiv vorhanden", erklärt Frank Aust. "Ich bin zuversichtlich, dass in der zweiten Saisonhälfte die verdienten Ergebnisse folgen werden."

Auch in diesem Jahr werden etwa 80.000 begeisterte Motorsportfans am Nürburgring erwartet. Aber auch von zu Hause aus können die Rennen des Porsche Carrera Cup verfolgt werden. Am Samstag ab 18:30 Uhr und am Sonntagmorgen um 09:00 Uhr übertragen sowohl porsche.com als auch die Internetseite von Nachrichtensender n-tv die Rennen in voller Länge, live und mit deutschem Kommentar. Schon am folgenden Montag (18. Juli) strahlt n-tv eine halbstündige Zusammenfassung im Fernsehen aus.


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