Carrera Cup - Team ZaWotec: Schreier in Rennen 2 bester Rookie

Three points go to Austria, Autriche: trois points!

Vier Rennen, vier Sieger - der Porsche Carrera Cup Deutschland hat eine spannende Saison vor sich und auch das Team ZaWotec lässt auf einige Erfolge hoffen.

Motorsport-Magazin.com - Für die Höchstpunktzahl hat es beim Rennwochenende in Oschersleben/Sachsen-Anhalt/Deutschland nicht gereicht, aber das Team ZaWotec Racing aus Fürstenfeld/Steiermark/Österreich darf drei Punkte mit nach Hause nehmen. Zudem kämpft sich Lukas Schreier in der Wertung "Rookie des Jahres" im Porsche Carrera Cup Deutschland sehr zur Freude des Teams nach vorne...

Vor allem ich habe in langen, langsamen Kurven ein Problem und wenn wir das in Zukunft abstellen können, dann ist noch einiges möglich.
Marko Klein

Pech hatten die beiden Teamfahrer Marko Klein und Lukas Schreier allerdings beim ersten Rennen in der Motorsport Arena Oschersleben am Samstag. Nach einem beinharten Qualifying gingen sie auf den Positionen 20 und 22 ins Rennen und konnten sich unverhofft nicht in die Top 15 vorkämpfen. "Das Qualifying war ähnlich wie in Hockenheim wieder nicht optimal, das Feld war noch enger. Mit diesen Startpositionen wird das Wochenende natürlich schwierig", so Team-ZaWotec-Stammpilot Marko Klein vor den beiden Rennen.

Genauso spektakulär wie das Qualifying war auch Rennen Nummer 1 in Oschersleben: einige Kollisionen in der ersten Runde ließen das Safety Car ausrücken, erst in der sechsten Runde ging es wieder weiter. Die knapp 3,7 Kilometer der Motorsport Arena mit ihrer intensiven Kurvenführung sorgten für zahlreiche packende Momente. Bis fünf Runden vor Schluss sah es ganz so aus, als könnte es Marko Klein auch im dritten Rennen der Saison wieder in die Punkteränge schaffen, aber dann "habe ich einen Dreher gehabt. Die Base hätte aber sowieso nicht für Punkte gereicht, vielleicht wären wir 15. geworden, aber wir waren insgesamt einfach zu weit von der Spitze weg. Vor allem ich habe in langen, langsamen Kurven ein Problem und wenn wir das in Zukunft abstellen können, dann ist noch einiges möglich." Schlussendlich beendeten die ZaWotec-Teamfahrer Lukas Schreier und Marko Klein das erste Rennen in Oschersleben hintereinander auf den Plätzen 21 und 22.

Jetzt erst recht!

Als hätten die beiden in der Nacht auf Sonntag ihre Superkräfte aktiviert, kämpften sie sich im zweiten Rennen Runde um Runde nach vorne. Sie ließen sich auch nicht von dem nach 12 von 21 Runden einsetzenden Regen beirren, der für einige Fahrer noch das vorzeitige Aus bedeuten sollte. Sechs Runden vor Schluss positionierte sich der 18-jährige Lukas Schreier auf Platz 13 und fuhr diesen Rang auch ins Ziel. "Obwohl ich auf der nassen Seite der Fahrbahn war, hatte ich einen guten Start und habe dabei schon ein paar Autos überholt. Mit dem Regen ging's dann eigentlich auch, ich konnte meine Position gut halten, weil hinter mir einige Sekunden Luft war." Lukas ist somit der beste Rookie im zweiten Rennen von Oschersleben und momentan Zweitplatzierter in der Rookie-Gesamtwertung. "Als 'Best Rookie' des Rennens fühle ich mich voll gut, das könnte definitiv öfter so sein", so der glückliche junge Rennfahrer aus Donauwörth.

Als 'Best Rookie' des Rennens fühle ich mich voll gut, das könnte definitiv öfter so sein.
Lukas Schreier

ZaWotec-Teamchef Mario Wolf blickt zuversichtlich auf die weiteren Rennen dieser Saison und ist zufrieden mit seinen Fahrern: "Das Auto war an beiden Tagen sehr gut, aber es ist einfach so, dass die Leistungsdichte im Cup dieses Jahr extrem ist. Unsere Jungs brauchen einfach noch ein bisschen Zeit und Erfahrung und die geben wir ihnen auch. Bei 37 Autos ist es im Qualifying sehr schwer, eine freie Runde zu bekommen und sich damit eine gute Startposition rauszufahren. Aber wir sind guter Dinge, definitiv auf dem richtigen Weg und ich bin sehr stolz auf Lukas, dass er in seinem erst vierten Rennen schon in die Punkte gefahren ist."

Mit weiteren 3 Punkten im Gepäck geht das Team ZaWotec Racing in zwei Wochen auf dem Hungaroring wieder auf Punktejagd. Diesmal werden die Top 10 angesteuert, damit es insgesamt mindestens heißen möge: "Twelve points go to Austria, Autriche: douze points!"


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