NIGHT of the JUMPs - Exklusiv - Kai Haase

Profi-Karriere muss noch ein Jahr warten

Kai Haase ist einer der deutschen Aushängeschilder bei der Night of the Jumps, aber nicht bei jeder Veranstaltung dabei. Motorsport-Magazin.com fragte nach.

Motorsport-Magazin.com - Du bist nicht bei jedem Event der Night of the Jumps dabei, aber tauchst doch hin und wieder auf. Gibt es da eine Regelung?
Kai Haase: Die genaue Regelung kenne ich gar nicht, aber ich darf die ganzen deutschen Events mitfahren. Das habe ich eigentlich meinem Mechaniker Mini zu verdanken, der sagt immer "Wenn ich dabei bin, muss Kai auch mitkommen" und deshalb darf ich auch bei den ganzen deutschen Wettbewerben starten.

Im ersten Jahr hatte ich dann mein Motorrad abbezahlt, im zweiten Jahr bin ich den Flip gesprungen und seitdem geht's stetig bergauf
Kai Haase

Wie soll das zukünftig aussehen?
Kai Haase: Erst einmal will ich meine Ausbildung beenden und dann habe ich schon ein paar Pläne, wie ich danach Profi werden kann, aber das steht erst im nächsten Jahr an. Ich mache eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker.

Wie bist du zum Freestyle Motocross gekommen?
Kai Haase: Ich habe durch meinen Vater schon mit zweieinhalb Jahren begonnen Motocross zu fahren, bin also zuerst nur im Kreis gefahren, dann erste MX-Rennen. Danach hatte ich einige Probleme mit meinem Vater und das ging so weit, dass ich irgendwann gesagt habe, dass ich meinen eigenen Weg gehen will und da Busty Wolter mein Nachbar war, bin ich da einfach so reingerutscht. Irgendwann stand ich dann eben ohne meinen Vater da und durch Mini habe ich ein Motorrad gekommen. Busty meinte "Du bekommst das Bike und kannst es durch die Freestyle-Shows abbezahlen" und so hat es angefangen. Im ersten Jahr hatte ich dann mein Motorrad abbezahlt, im zweiten Jahr bin ich den Flip gesprungen und seitdem geht's stetig bergauf.

Also würde dein Einkommen auch allein bei den Shows in Deutschland schon zum Überleben reichen?
Kai Haase: Ja, also es ist auch mein Ziel, dass ich später davon leben kann. So wie es momentan mit meinen Sponsoren läuft, könnte ich schon jetzt davon leben, aber meine Mutti sagt, ich soll erst die Ausbildung zu Ende machen, damit ich etwas in der Hand habe. Es soll halt anständig sein.

Ich habe viele Tricks im Kopf. Jetzt versuche ich grad 9 O'Clocks und den Tsunami zu üben
Kai Haase

Wie oft trainierst du?
Kai Haase: Momentan komme ich zum Glück ein Mal pro Woche raus, was für mich schon relativ gut ist. Letztes Jahr hatte ich maximal am Wochenende dazu Zeit, aber da waren dann auch immer die Events, also bin ich kaum zum Trainieren gekommen. Dieses Jahr habe ich in der Woche etwa einen halben Tag frei, den ich bei mir in Schenkenhorst zum Trainieren nutze.

Trainierst du aktuell an einem neuen Trick?
Kai Haase: Ich mache im Grunde alles... Ich habe viele Tricks im Kopf. Jetzt versuche ich grad 9 O'Clocks und den Tsunami zu üben, aber da fehlt mir noch ein bisschen die Technik, aber das wird schon irgendwann kommen.

Wer ist dein großes Vorbild?
Kai Haase: Busty... und Travis Pastrana. Der hat richtig viel Talent und ein gutes Gefühl für sein Motorrad. Außerdem hat er in den letzten Jahren richtig gezeigt, dass er gut Motorrad fahren kann.

Wo siehst du dich selbst in zehn Jahren?
Kai Haase: Ich hoffe als guter FMX-Fahrer mit viel Geld, ohne viele Verletzungen, mit einer guten Familie, einem guten Umfeld, einem schönen Haus, vielleicht sogar in Amerika. Man weiß nie...


 
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