NASCAR - Patrick reagiert auf Petty-Kritik gelassen

Kein verbaler Schlagabtausch

Dass ihr Richard Petty keinen Sieg zutraut, stört Danica Patrick nicht. Sie möge Menschen mit einer eigenen Meinung. Jimmie Johnson stellt sich hinter sie.
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Motorsport-Magazin.com - NASCAR-Rekordsieger Richard Petty ist der Ansicht, dass Danica Patrick zwar gut für die Show ist, aber niemals ein Rennen gewinnen wird. Das sei nur möglich, "wenn jeder andere zu Hause bleibt", sagte er in einem Interview am Rande der Canadian Motorsports Expo. "Wenn sie ein Mann wäre, dann wüsste niemand, ob sie je an eine Rennstrecke gelangt wäre. Es ist diese Frauen-Sache, die sie antreibt. Daran ist nichts falsch, denn das ist in meinen Augen gute PR", erläuterte er. "Es kommen mehr Fans, die Leute interessieren sich mehr. Sie hat dabei geholfen, Aufmerksamkeit auf den Sport zu lenken, was allen in dem Sport hilft", fügte er hinzu.

Sie hat dabei geholfen, Aufmerksamkeit auf den Sport zu lenken, was allen in dem Sport hilft.
Richard Petty

Auf diese Aussagen angesprochen reagierte Patrick gelassen. "Die Menschen haben in der Vergangenheit Dinge gesagt und sie werden in der Zukunft Dinge sagen. Ich sage nach wie vor das Gleiche: Jedem steht eine eigene Meinung zu", sagte sie. "Die Leute werden beurteilen, was er gesagt hat, aber ich werde das einfach nicht machen", ließ sie sich nicht auf einen verbalen Schlagabtausch mit der Legende ein.

Sie habe wirklich das Gefühl, Menschen mit einer eigenen Meinung zu mögen, zeigte sie sich vielmehr versöhnlich. "Das sorgt für eine großartige Konversation. Das letzte Mal, als jemand etwas gesagt hat, das für mich nicht so positiv war, brachte es viele positive Artikel hervor. Also gibt es für mich auch eine positive Seite." Es mache das Leben interessant, wenn die Menschen verschiedene Perspektiven haben.

Das letzte Mal, als jemand etwas gesagt hat, das für mich nicht so positiv war, brachte es viele positive Artikel hervor.
Danica Patrick

Sie selbst räumt sich bei den Speedway-Rennen in Daytona und Talladega die größten Siegchancen ein. Im vergangenen Jahr belegte sie in Daytona den achten Platz und führte das Rennen fünf Runden lang an. "Mein Team baut großartige Speedway-Autos und ich fühle mich hier wohler, weil es für mich vertrauter ist als die anderen Rennen, weil man das Element, zu lernen, wie das Auto funktioniert, herausnimmt. Das ist bei den Speedways kein Thema. Man navigiert sich einfach um die Autos um einen herum, fährt im Windschatten und es geht um die Einstellung während der ganzen Sache, die Disziplin", erläuterte sie am Rande des ersten Trainings in Daytona.

"Ich habe definitiv das Gefühl, dass es passieren könnte", betonte Patrick in Bezug auf ihren ersten Sieg. Sie gebe in jedem Rennen alles und jeder andere Fahrer könne bestätigen, dass man nicht härter arbeiten kann. Einer, der sie in Schutz nahm, war Champion Jimmie Johnson. In der Sendung 'CBS This Morning' sagte er, dass Patrick ein großartiger Mitstreiter sei und dass sie nach wie vor lerne und sich entwickle. "Nur die Zeit wird zeigen, auf welches Level sie in einem Stock Car vorstößt. Diese Boliden sind ganz anderes als die Formelautos, in denen sie mit dem Rennen fahren begonnen hat. Sie hat also definitiv einen langen Weg vor sich, aber sie vertraut auf unsere Autos und ich denke, dass sie für die NASCAR sehr gut ist."


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