MX/SX - Cairoli bricht Bulgarien-Fluch

Nagl im Pech

Erstmals seit seinen MX2-Tagen konnte Antonio Cairoli in Bulgarien gewinnen. In der Meisterschaft liegt er komfortabel in Führung.
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Motorsport-Magazin.com - Der Gesamtsieger des fünften Laufs im bulgarischen Sevlievo heißt Antonio Cairoli. Der Red Bull KTM Factory Racing-Pilot gewann das zweite Rennen und feierte damit seinen ersten Sieg in Bulgarien seit seiner MX2-Zeit 2007. Im ersten Rennen war er hinter Gautier Paulin als Zweiter abgewinkt worden. "Im ersten Rennen fuhr Gautier wirklich schnell und im zweiten Rennen war die Strecke wirklich schwierig, aber ich habe versucht, sauber zu fahren. Ich habe gegen Ende ein paar kleine Fehler gemacht, aber ich hatte eine ganz gute Führung, daher war es ok", sagte der siebenfache Weltmeister.

Ich habe gegen Ende ein paar kleine Fehler gemacht, aber ich hatte eine ganz gute Führung, daher war es ok.
Antonio Cairoli

Paulin wurde Gesamtzweiter vor Jeremy Van Horebeek. Rang vier im Gesamtklassement ging an Clement Desalle, gefolgt von Kevin Strijbos, der im ersten Rennen aufs Podest gefahren war. Platz sechs nimmt Tyla Rattray ein, dahinter finden sich Xavier Boog und Shaun Simpson wieder. Max Nagl musste sich nach viel Pech mit Rang neun vor Rui Goncalves begnügen.

"Ich habe den Tag mit einem guten Gefühl begonnen und auch wenn mein erster Start nicht großartig war, habe ich es geschafft, Fünfter zu sein. Aber dann ist auf der ersten Runde [Steven] Frossard vor mir in einer Spurrinne gestürzt und ich konnte nirgendwo anders hin. Unsere Bikes verhakten sich", berichtete er. "Dann hing ich noch hinter einem anderen Crash fest, aber ich bin gut gefahren und habe viele Leute überholt, um letztendlich Zehnter zu werden."

Ich bin froh, dass ich mich nicht verletzt habe.
Max Nagl

Im zweiten Rennen habe er im Regen einen besseren Start erwischt und sei Dritter gewesen, als das Pech erneut zuschlug. "Dann war da in der ersten Kurve hinter der Ziellinie eine tiefe Spurrille und Shaun Simpson ist vor mir gestürzt. Und wieder hatte ich keine Chance, auszuweichen, und ich hing so lange fest, bis ich fast Letzter war", klagte er. In der letzten Runde fuhr ihn zudem ein anderer Fahrer von der Strecke. "Ich bin froh, dass ich mich nicht verletzt habe. Es ist mir noch nie passiert, dass ich in zwei Rennen vier Mal bei einem Unfall von jemand anderem festhing, aber man kann nichts machen, nur stehen bleiben und warten, bis die Bikes nicht mehr festhängen. Es war ein furchtbarer Tag für uns."

Dabei hatte das Wochenende für Nagl mit dem Sieg im Qualifikationsrennen gut begonnen. Er durfte sich als Erster sein Startgate aussuchen, was in Bulgarien besonders entscheidend ist. Denn wenn man auf der 'falschen' Seite steht, ist der Weg zur ersten Kurve weiter und es gibt weniger Traktion. Das Qualifikationsprogramm hatte am Samstag verkürzt werden müssen, da es zuvor vier Tage geregnet hatte und die Strecke für die eigentlichen Rennen geschont werden sollte.

In der Meisterschaft führt Cairoli vor den punktgleichen Desalle und Van Horebeek. Paulin belegt Rang vier vor Nagl und Strijbos. Todd Waters liegt auf Rang sieben, gefolgt von Boog, Evgeny Bobryshev und Simpson. Bei den Herstellern hat KTM die Nase vorn, Suzuki und Yamaha liegen auf den Plätzen zwei und drei.


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