MX/SX - Platz vier für Nagl in Arco

Weiter in Schlagdistanz zur WM-Spitze

Die Motocross-WM ist nach Europa zurückgekehrt. Für HRC-Werkspilot Max Nagl ging es nach drei Übersee-Grands-Prix am vergangenen Wochenende nach Italien.

Motorsport-Magazin.com - Nach einem starken Saisonauftakt und Rang fünf in der Gesamtwertung überzeugte der Deutsche Max Nagl auch beim vierten Lauf der Motocross-Weltmeisterschaft im italienischen Arco. Als Vierter und Fünfter sicherte er sich 34 Punkte zur MXGP-Weltmeisterschaft und verbesserte sich auf Gesamtposition vier.

Erstmals reiste der Grand-Prix-Tross in diesem Jahr mit seinem gesamten Equipment zu einem Rennen - die großen Trucks füllten das Fahrerlager der Strecke in Norditalien. Auf die Fahrer wartete eine wundschön gelegene, 1660 Meter lange Strecke unter den Bergen des Gardasees. Nicht nur landschaftlich, auch streckentechnisch gehört das Crossodrome Ciclamino zu einer der schönsten Anlagen im Grand Prix Kalender.

Die Strecke war nicht einfach und ich habe versucht sauber zu fahren und keinen Fehler zu machen.
Max Nagl

Das 20-minütige Freie Training ließ Nagl wie gewohnt ruhig angehen und arbeitete mit seiner Mannschaft an der Abstimmung des Motorrades. Im Pre-Qualifying ging es erstmals richtig zur Sache. In einer Zeit von 1:42.045 Minuten stellte Nagl die HRC-Honda auf Startplatz fünf für das Quali-Race. Der Start zum Rennen gelang dem 26-Jährigen gut: Der Honda-Werkspilot setzte sich sofort auf Rang fünf und fuhr ein ruhiges und sauberes Rennen. Durch einen Sturz von Jeremy van Horebeek rückte Nagl noch auf Rang vier nach vorne und sicherte sich somit für den Grand Prix of Trentino eine gute Ausgangsposition. "Ich bin mit der Quali heute sehr zufrieden. Die Strecke war nicht einfach und ich habe versucht sauber zu fahren und keinen Fehler zu machen. Startplatz vier ist eine gute Ausgangsposition für morgen", so Nagl nach dem Samstag.

Rang vier und fünf in den Rennen

Der Grand Prix am Sonntag wurde bei besten Wetterbedingungen und vor einer traumhaften Kulisse von 25000 Zuschauern gestartet. Nagl erwischte einen guten Start in den ersten Lauf und überquerte als Dritter die Holeshot-Line. Noch in der ersten Runde verlor er zwei Positionen und fiel auf Rang fünf zurück. Im Verlauf des Rennens konnte er noch Teamkollege Evgeny Bobryshev passieren und beendete das Rennen als Vierter.

Ich wollte unbedingt einen Sturz vermeiden.
Max Nagl

Der Start zum zweiten Lauf war ebenfalls gut, Nagl kam als Fünfter aus dem Gatter. Rundenlang lieferte er sich einen sehenswerten Kampf mit Weltmeister Antonio Cairoli. Der Italiener ließ Nagl allerdings hinter sich. Nach 30 Minuten und zwei Runden überquerte der Honda Werkspilot als Fünfter die Ziellinie und sammelte wertvolle 16 Punkte zur MXGP-Weltmeisterschaft. "Ich hatte in beiden Rennen gute Starts, konnte aber das Tempo heute nicht ganz mitgehen. Im ersten Lauf wurde es in der zweiten Rennhälfte besser mit dem Fahren. Den zweiten Lauf bin ich sehr aggressiv angegangen und konnte Toni zunächst auch wieder überholen. Es war heute einfach schwer für mich die richtigen Spuren zu finden, ich wollte unbedingt einen Sturz vermeiden. Mein Team hat super gearbeitet, wir haben diese Woche speziell die Starts sehr verbessert. Ich habe heute im Rennen einige Fehler gemacht, unter dem Aspekt bin ich mit den 34 Grand Prix Punkten zufrieden", so Nagl nach dem Rennsonntag in Arco. In der Gesamtwertung liegt der Oberbayer nach vier Grands Prix mit 144 Punkten auf Rang vier.

Bereits am kommenden Wochenende geht die FIM-Motocross-Weltmeisterschaft in die fünfte Runde. In Sevlievo steht der Große Preis von Bulgarien auf dem Programm. Die Reise in das zentrale Nordbulgarien wird Nagl bereits am Donnerstag antreten. Am Freitag geht es dann von Sofia aus mit dem Auto zum gut 180 Kilometer entfernten Gorna Rositza Circuit.


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