MX/SX - Ein neuer König für München

Faith und Jaulin räumen ab

Mit einem zweiten Finalsieg am Samstag in München sicherte sich Gavin Faith den Gesamtsieg der dritten Veranstaltung des ADAC SX Cup.
von

Motorsport-Magazin.com - Spätestens seit seinem Podestplatz beim ADAC Supercross in Chemnitz hatte jeder Gavin Faith weit oben auf der Rechnung. Dass der Amerikaner in München allerdings alles gnadenlos abräumt, hatte wohl keiner geglaubt. Faith entschied wie schon am Freitag auch am zweiten Veranstaltungstag in der Olympiahalle jeden Lauf für sich, marschierte souverän ins Finale und kam nach anfänglichen Schwierigkeiten im entscheidenden Rennen schnell an die Spitze, wo er allen Verfolgern in einer eigenen Welt davonfuhr.

Das Wochenende war wirklich wunderbar
Gavin Faith

Faith kassierte alle 50 Punkte in München ein, krönte sich damit zum König und rutschte auch in der Gesamtwertung des ADAC SX Cup auf Position vier hinter Gregory Aranda, Florent Richier und Boris Maillard nach vorn. "Das Wochenende war wirklich wunderbar! Ich hatte allerdings auch ziemlich viel Glück dank guter Starts. Im Finale kam ich zwar nicht ganz so schnell vom Gatter weg, konnte aber schnell überholen und dann mein eigenes Rennen fahren", resümierte der Honda-Pilot.

Der amtierende Meister im ADAC SX Cup, Florent Richier, kletterte als Zweiter wieder einmal aufs Podest. "Gestern bin ich zur Rennmitte gestürzt und heute ging es auch nicht sonderlich gut los. Aber ich hatte gute Starts. Allerdings war Gavin so schnell, dass keiner an ihn heranfahren konnte", bemerkte der Publikumsliebling, der sich bis zum Rennende gegen seinen Landsmann Fabien Izoird zur Wehr setzen musste. "Wir kennen uns schon lange, daher wusste ich in etwa, wo er versuchen würde, anzugreifen. Der zweite Platz ist also wirklich gut für mich", ergänzte Richier.

Für einen Sieg brauche ich in Dortmund dann aber noch ein bisschen mehr
Fabien Izoird

Izoird schnappte sich als Dritter erneut einen Platz auf dem Treppchen und freute sich, dass er nach Problemen im Waschbrett in der ersten Runde des Finalrennens wieder nach vorne fahren konnte. "Für einen Sieg brauche ich in Dortmund dann aber noch ein bisschen mehr", stellte er fest. Tyler Bowers musste sich, nachdem er das Rennen drei Runden lang angeführt hatte mit Platz vier zufrieden geben und geriet in den letzten Runden sogar noch einmal von Aranda unter Druck, der nach einem schlechten Start wieder bis auf Platz fünf nach vorne gefahren war.

Kyle Chisholm, Boris Maillard und Teddy Maier folgten hinter Aranda. Steven Clarke hatte sich zwar in der ersten von 15 Runden an die Spitze nach vorne gekämpft, wurde bis zum Rennende aber bis auf Rang neun durchgereicht. Matteo Bonini, Charles Lefrancois und Les Smith komplettierten das Finalfeld. Weder Dennis Ullrich, noch Stephan Mock und Steffen Leopold konnten sich für das Finale qualifizieren und mussten ihren Kollegen zusehen.

Jaulin übernimmt die Spitze

Während Dominique Thury in Stuttgart und Chemnitz noch alles abräumte, stellte die Olympiahalle das Triumphfeld seines Teamkollegen dar. Thury war am Samstag schon in Qualifikation am Nachmittag gescheitert und damit abends nicht am Start. So schnappte sich Sulivan Jaulin alle Punkte, die es zu holen gab und fuhr nahezu außer Konkurrenz zwei deutliche Start-Ziel-Siege nach Hause. "Die Rennen gestern waren total verrückt, weil wir da in einer Fünfergruppe um den Sieg gekämpft haben. Heute bin ich ziemlich einsame Rennen gefahren. Ich gehe aber davon aus, dass Dominique in Dortmund wieder dabei ist, also wird es nicht so leicht, die Spitze jetzt zu verteidigen", sagte der Franzose, der seine Landsleute Simon Mallet, Theo Roptin und Adrien Escoffier hinter sich ließ.


Weitere Inhalte:

Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x