MX/SX - Cairoli dominiert in Schweden

Herlings zum ersten Mal nur knapp der Sieger

Mit seinem 60. GP-Sieg konnte Antonio Cairoli seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen. Jeffrey Herlings tat es ihm in der MX2-Klasse gleich.
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Motorsport-Magazin.com - Pünktlich zum Renntag im schwedischen Uddevalla zeigte sich die Sonne und bescherte Antonio Cairoli optimale Bedingungen, um seinem 60. Grand-Prix-Sieg entgegenzufahren. Der Italiener gewann einmal mehr beide Rennen in Schweden, in denen er im letzten Jahr noch zwei Nuller verbucht hatte. "Letztes Jahr hatte ich hier einen der schlechtesten GPs meiner Karriere und dieses Jahr einen der besten mit dem 60. GP-Sieg. Alles war perfekt. Ich habe in der Qualifikation wegen meiner Knieverletzung aus dem letzten GP nicht zu viel riskiert", spielte der amtierender Weltmeister und WM-Spitzenreiter auf sein verdrehtes Knie auf Maggiora an. "Aber ich bin am Sonntag gut gefahren, sicherte mir die Holeshots und konnte die Rennen kontrollieren."

Alle - inklusive mir - hatten einen weiteren Podestplatz erwartet und vielleicht habe ich etwas zu hart gepusht
Max Nagl

Die zweite Gesamtposition in Schweden ging an Cairolis Teamkollegen Ken de Dycker, der einmal als Zweiter und einmal als Vierter im Ziel ankam und sich damit vor Clement Desalle platzierte, der mit seinem dritten Platz etwas enttäuscht war und sich für Uddevalla zuvor etwas Besseres ausgerechnet hatte. Da Tommy Searle für das Überholen bei gelben Flaggen im zweiten Lauf um zehn Plätze nach hinten strafversetzt wurde, rutschte der Suzuki-Pilot im zweiten Rennen allerdings von Rang vier auf drei vor. Das Gesamtergebnis änderte sich dadurch nicht.

Max Nagl hätte nach dem ersten Lauf nicht glücklicher sein können. Der Deutsche sicherte sich Platz zwei, war nach dem zweiten Rennen aber umso enttäuschter, da er nach einem starken Start mit Jeremy van Horebeek kollidierte, zu Boden ging und zunächst nur an 13. Position lag. Am Ende sicherte sich der Honda-Fahrer mit Platz zehn trotzdem noch GP-Platz vier. "Alle - inklusive mir - hatten einen weiteren Podestplatz erwartet und vielleicht habe ich etwas zu hart gepusht und war zu aggressiv. Ich war ein paar Mal kurz vorm Sturz und musste das Gas zumachen, um das Rennen zu beenden. Es war nicht leicht, aber ich habe das Fahren genossen", schilderte Nagl, der sich in der Tageswertung vor Gautier Paulin platzieren konnte.

Schützenhilfe von Tixier

Zum ersten Mal in dieser Saison, konnte Jeffrey Herlings keine 50 Punkte mitnehmen. Obwohl der MX2-Spitzenreiter im ersten Lauf stürzte und sich am Ende nur auf Position drei nach vorne arbeiten konnte, sicherte er sich mit einem Sieg im zweiten Lauf erneut den GP-Triumph. "Nachdem ich im ersten Lauf gestürzt bin, konnte ich zurückschlagen, aber ich brauchte im zweiten Rennen etwas Glück meines Teamkollegen. Ich bin gut gefahren und legte schnelle Runden zurück. Ich bin glücklich, denn das ist mein erster Sieg in Schweden", strahlte der WM-Führende.

Christophe Charlier hätte es fast zum ersten GP-Sieg geschafft. Der Franzose dominierte das erste Rennen und wurde im zweiten Dritter. Am Ende musste sich der Yamaha Pilot aber mit Gesamtrang zwei zufrieden geben. Herlings Teamkollege Jordi Tixier landete mit einem 4-2-Ergebnis wieder auf dem Podium. Im zweiten Rennen wusste der KTM-Pilot genau, dass er Zweiter werden müsste, damit sein Teamkollege den Gesamtrang abräumen und Charlier nur auf Rang drei kommen kann. Mit hoher Motivation ging Tixier dieses Ziel an und sah die schwarz-weiß-karierte Flagge knapp 13 Sekunden hinter Herlings. Jake Nicholls und Alessandro Lupino komplettierten derweilen die Top-5 in Schweden.


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