MX/SX - Nagl: Furchtbarer GP-Auftakt in Losail

Magenprobleme & Handverletzung

Für Honda-Pilot Max Nagl lief der Auftakt zur Motocross Weltmeisterschaft in Losail überhaupt nicht nach Plan.

Motorsport-Magazin.com - In Qatar startete für Honda World Motocross Pilot Max Nagl die Motocross MX1 Weltmeisterschaft 2013. Leider verlief der Auftakt für den Oberbayer nicht nach Plan. Gesundheitliche Probleme warfen ihn weit zurück und sorgten für ein Wochenende zum Vergessen.

Der Auftakt zur Motocross Weltmeisterschaft fand am vergangenen Wochenende erstmalig auf dem Losail Motocross Track in Qatar statt. Die Strecke befindet sich im östlichen Teil des Landes, 20 Kilometer nördlich von Doha und liegt mitten in der Wüste. Für Max Nagl vom Honda World Motocross Team war es der erste Grand Prix für die Mannschaft um Paolo Martin und Lorenzo Resta. Nach seiner Handverletzung während der Vorbereitung reiste der Oberbayer mit etwas Ungewissheit über seinen Leistungsstand in den Wüstenstaat.

Unspektakuläres Quali-Rennen

Bereits am Freitag fanden die Trainings und Qualifikationsrennen auf der 1.595 Meter langen Piste statt. Wie gewohnt ging der amtierende Mannschaftweltmeister das freie Training locker an und belegte am Ende einen 14. Rang. Im Pre-Qualifying, in dem die Startaufstellung für das Quali-Race ermittelt wurde, fuhr der 25-Jährige in einer Zeit von 1.46.584min auf die sechste Position. Es sollte ein sehr unspektakuläres Quali-Race von Max werden: Vom Start weg setzte er sich auf Rang sechs fest und fuhr diesen nach zwanzig Minuten und zwei Runden ins Ziel.

Das Ergebnis passte für den Honda Werkspiloten: "Ich bin zufrieden mit der Qualifikation. Obwohl mein Start nicht gut war und ich im Rennen hinter Steven Frossard fest hing. Leider macht sich aber der Trainingsrückstand durch die Handverletzung deutlich bemerkbar, wir konnten im Vorhinein leider nur noch sehr wenig testen. In Katar und Thailand möchte ich so viele Punkte wie möglich sammeln und ab Valkenswaard richtig angreifen."

Abgekämpft nach dem Rennen

Für den ersten Lauf am Samstagabend durfte sich der Hohenpeißenberger damit als Sechster das Startgatter aussuchen. Um 20.10 Uhr Ortszeit in Losail fiel dann der Startschuss zum ersten Grand Prix 2013. Dieser verlief für Max jedoch holprig und er kam aus den ersten beiden Kurven nur als Zwölfter heraus. Über die Renndistanz von 35 Minuten und zwei Runden holte er aber noch eine Position auf und sah, trotz eines unfreiwilligen Abstiegs, das Ziel als Elfter.

Nach dem Rennen war Max abgekämpft und schilderte ein schwieriges Rennen: "Ich bekam nach zwei Runden starke Bauchschmerzen und hatte schwere Übelkeit. Die Zeit lief einfach nicht runter und das Rennen erschien endlos. Ich habe einfach versucht die Distanz zu überstehen". Mit Rang elf qualifizierte er sich trotz der Umstände sicher für das Superfinale der MX1/MX2 Kategorie. Hier trafen jeweils die ersten achtzehn Piloten aus beiden Klassen aufeinander. Dazu kamen noch die jeweils zwei besten MX1 und MX2 Fahrer aus einem gemeinsamen Last Chance Race. So war die Startanlage beim Superfinale, nach dem neuen 2013er Reglement mit 40 Piloten gefüllt.

Furchtbarer Grand Prix

Das Superfinale brachte für den Oberbayer jedoch keine Besserung. Auf Rang 28 aus dem Gatter gekommen, ging Max in der ersten Runde zu Boden. Als 35er nahm er dann das Herz in die Hand und konnte sich noch bis auf die 22 Position verbessern. In der Wertung zur MX1 Weltmeisterschaft liegt er nach dem ersten Grand Prix, mit 15 Punkten, auf dem 14. Gesamtrang.

"Es war ein furchtbarer Grand Prix Auftakt für mich. Ich bin überhaupt nicht zufrieden, in beiden Läufen habe ich den Start total verhauen und die Magenprobleme waren dazu noch der Gipfel des Renntages. Es ging mir in der Nacht nach dem Rennen so schlecht das ich noch ins Krankenhaus musste, eine erste Diagnose weist auf eine mögliche Lebensmittelvergiftung hin. Wir haben den Weiterflug nach Thailand erst einmal verschoben, ich hätte am Sonntag in kein Flugzeug steigen können. Neben den Magenproblemen hatte ich auch noch mit meiner Handverletzung zu kämpfen, es sind nach wie vor Schmerzen beim Fahren da", sagte Nagl nach dem Rennen.


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