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MX/SX - Interview - Dennis Ullrich

Freizeit bleibt auf der Strecke

Dennis Ullrich ist mit Platz zwei im ADAC SX Cup das neue Aushängeschild für Deutschland. Motorsport-Magazin.com bat den 19-Jährigen zum Interview.
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Motorsport-Magazin.com - Du bist im ADAC SX Cup mit einer Zweitakt-KTM angetreten. Bringt die Maschine Vorteile auf den engen Kursen?
Dennis Ullrich: Ich glaube auf den meisten Strecken eher nicht. Man kann auf dem Zweitakt-Bike zwar schneller durch die Kurven fahren, das ist bei diesen Strecken aber schwer, weil sie relativ eng sind. Damit kann man den Bonus nicht ausnutzen, den das Motorrad bringt, und hat keine Vorteile gegenüber den anderen. Dazu hat das Bike auch noch weniger Leistung.

Die Europameisterschaft will ich als Sprung in die Weltmeisterschaft nutzen
Dennis Ullrich

Was planst du für die Outdoor-Saison?
Dennis Ullrich: Ganz genau stehen meine Pläne noch nicht fest, aber ich möchte eigentlich die ADAC MX Masters Serie und die Europameisterschaft bestreiten. Ich will die Masters gewinnen, wenn es klappt, ansonsten aber auf jeden Fall auf dem Podest landen. Die Europameisterschaft will ich als Sprung in die Weltmeisterschaft nutzen und damit sind die Ziele da recht hoch gesteckt. Ich denke, dass ich auch dort um die Meisterschaft kämpfen kann.

Wie sieht ein ganz normaler Tag ohne den Stress an den Rennwochenenden bei dir aus?
Dennis Ullrich: Seit September mache ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann, damit ist alles natürlich etwas schwerer. Zuvor war ich zwei Jahre lang Profi, da konnte ich meinen Tag noch ganz anders gestalten. Jetzt stehe ich meistens ziemlich früh auf, vor der Arbeit mache ich eine Trainingseinheit, in der Mittagspause dann meistens Koordinationstraining und abends nach der Arbeit dann noch Konditionstraining, Stretching und so etwas. Mein Tag ist also komplett ausgebucht. Ich stehe morgens auf, habe den ganzen Tag Arbeit und Ausbildung, dazu noch das Training. Abends um neun oder um zehn bin ich dann fertig und gehe auch schon wieder ins Bett. Die Freizeit bleibt dabei ganz schön auf der Strecke.

Hast du überhaupt noch Vorbilder, obwohl du selbst extrem gut unterwegs bist?
Dennis Ullrich: Das ist schwer zu sagen, ich bin jetzt auf einem relativ hohen Level. Ich respektiere meinen Trainer [Thomas Kneip] auf jeden Fall sehr. Er ist früher schon in der Weltmeisterschaft gefahren, hat aus seinen Fehlern gelernt und kann mir sein Gelerntes perfekt weitergeben. Ich kann von ihm viel lernen. Sicherlich habe ich Vorbilder, aber einen Speziellen habe ich mittlerweile nicht mehr.

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