MX/SX - Tag eins in Chemnitz

Bowers fährt auf und davon

Tyler Bowers dominierte die SX1-Klasse am Freitag in Chemnitz, Florent Richier sicherte die Gesamtführung. Boris Maillard gewann in der SX2.
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Motorsport-Magazin.com - Nachdem sich Tyler Bowers beim Supercross in Stuttgart schon im Freitagstraining am Knie verletzte und deshalb nicht antreten konnte, zeigte der amtierende amerikanische Arenacross-Meister am Freitag in Chemnitz seine Klasse und siegte mit knapp zwei Sekunden Vorsprung. Noch in den ersten Runden des SX1-Finales fuhr der Kawasaki-Pilot an die Spitze, die er bis zur 15. und letzten Runde nicht mehr abgab. "Die Strecke ist super, sie hat unheimlich viele Whoops und das liegt mir. Der Plan war es schon, das Halbfinale zu gewinnen und das hat geklappt. Im Finale dachte ich mir schon, dass ich nach einigen Runden müde werde und habe deshalb versucht, davon zu fahren", freute sich der 21-Jährige.

Tyler war einfach schneller, ich hatte also keine Chance zu gewinnen
Florent Richier

Nach seinem Triumph am ersten ADAC Masters Wochenende in Stuttgart reichte Florent Richier am Freitag der zweite Platz, um seine Gesamtführung im SX-Cup zu verteidigen. "Tyler war einfach schneller, ich hatte also keine Chance zu gewinnen", erklärte er zum Finale. Dabei hatte der frisch gebackene KTM-Pilot schon zu Beginn des Abends einige Sorgen. Im Vorlauf verließ ihn sein Motor, woraufhin sich der Franzose über den Hoffnungslauf mit seinem Trainingsmotorrad ins Halbfinale und ins Main Event kämpfen musste.

Nach hartem Kampf gegen Richier und seinen Teamkollegen Filip Neugebauer sicherte sich Joaquim Rodiguez schließlich den letzten Podestplatz. "Ich bin glücklich mit dem Podium. Schon in Stuttgart war der Speed da, aber ich bin gestürzt und habe mich extrem darüber geärgert, aber das ist Racing. Zum Glück hatte ich mich nicht verletzt", erklärte der Kawasaki-Fahrer, der es auf der Strecke in Chemnitz schwer fand, seine Gegner zu überholen.

Neugebauer und Mickael Musquin komplettierten die Top-5, während die US-Boys Jason Thomas und Cole Siebler mit den Rängen sechs und sieben Vorlieb nehmen mussten. Dennis Ullrich und Marcus Schiffer schafften es als einzige Deutsche ins Finale und sammelten mit Platz acht und neun Punkte in der SX-Cup-Wertung. Filip Thuresson sicherte sich den letzten Platz unter den besten Zehn, Gareth Swanepol folgte auf Elf, während Ben Lamay im Finale ausschied.

Rennen gewinnen

In der SX2-Klasse dominierte Boris Maillard mit zwei Laufsiegen. "Meine Starts waren nicht der Hammer, aber auf der Strecke habe ich mich wohlgefühlt und konnte dadurch einen nach dem anderen überholen. Mit zwei Siegen bin ich natürlich glücklich", gab der Franzose zu Protokoll. Seine Monster Energy Kawasaki Pfeil Teamkollegen Sulivan Jaulin und Dominique Thury folgten Maillard auf dem komplett grünen Podest nach.

"Ich hätte besser sein können, denn mein Job ist es, Rennen zu gewinnen", ärgerte sich Jaulin. Thury hingegen war froh, es vor dem heimischen Publikum aufs Treppchen geschafft zu haben, gab aber zu, dass er sich wohl selbst etwas zu viel Druck gemacht habe. "Das will ich morgen ändern." Nick Kouwenberg, Stephan Büttner, Guillaume Fegli, Robin Kappel, Arnaud Collin, Kai Haase und Josseline Pecout komplettierten derweilen die Top-10 der kleinen Klasse.


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