Motorsport-Magazin.com - Das 13. GP-Wochenende der Saison im britischen Matterley Basin lag komplett in Antonio Cairolis Händen. Der KTM-Pilot feierte mit einem Doppelsieg den nächsten GP-Triumph und baute seine Führung in der Meisterschaft vier Runden vor Ende weiter aus. Schon das erste Rennen verlief ganz nach dem Geschmack des Italieners, der mit einem Start-Ziel-Sieg dominierte und Max Nagl klar hinter sich ließ. Ken de Dycker, Gautier Paulin und Xavier Boog komplettierten die Top-5.
"Ich bin wirklich glücklich. Ich hatte erwartet, gut zu starten, wusste aber auch, dass besonders meine Teamkollegen am Gatter auch extrem stark sind. Mit Max können wir hoffentlich auch im nächsten Rennen das Podium wieder komplett mit KTM-Maschinen füllen. Ich kann mir kein besseres Ergebnis für das Team vorstellen", sagte Cairoli nach Lauf eins.
Der Oberbayer erfüllte den Wunsch des amtierenden Weltmeisters und fand sich auch im zweiten Lauf erneut hinter Cairoli auf Platz zwei ein, während Paulin, Evgeny Bobryshev und de Dycker die Top-5 vollmachten. "Es war großartig. Ich hatte im ersten Rennen einen kleinen Fehler am Start gemacht, den hätte ich gern gewonnen. Ich war überrascht, dass ich Desalle und de Dycker so gut einholen konnte, Tony war allerdings zu schnell, den konnte ich nicht mehr kriegen. Ich bin sehr glücklich über den zweiten Platz", freute sich Nagl.
Tommy Searle konnte mit seinem Doppelsieg in der MX2-Klasse nicht nur Punkte auf Tabellenleader Jeffrey Herlings gutmachen, sondern sich auch kräftig von den britischen Fans feiern lassen. Herlings kam im ersten Lauf hinter dem Kawasaki Piloten als Zweiter an und ließ Zach Osborne, Jake Nicholls und Teamkollegen Jeremy van Horebeek hinter sich. "Ich habe versucht, Tommy in der letzten Runde zu überholen, dann bin ich aber gestürzt. Es war trotzdem eine großartige Aufholjagd, nur leider etwas zu spät. Tommy ist bei seinem Heim-GP wirklich stark", stellte Herlings fest.
Searle war so stark, dass er seinen niederländischen Konkurrenten auch im zweiten Rennen hinter sich ließ. Van Horebeek, Osborne und Nicholls folgten. "Das war ein gutes Rennen, aber auch hart. Ich habe es genossen, als Herlings hinter mir war, denn die Leute haben unheimlich gejubelt", genoss Searle den Heimvorteil.