MX/SX - MX - Pourcel & Herlings gewinnen in Fermo

Franzose bezwingt Italien

Christophe Pourcel entschied den Grand Prix von Italien für sich. Jeffrey Herlings baute seine Meisterschaftsführung in der MX2 weiter aus.

Motorsport-Magazin.com - Christophe Pourcel gewann den italienischen Grand Prix in Fermo, nachdem er den GP-Sieg in Sevlievo eine Woche zuvor knapp verpasst hatte. Lokalmatador Antonio Cairoli platzierte sich auf Rang zwei und fährt weiter mit dem Red Plate. Clement Desalle eroberte Platz drei. Die MX2-Klasse konnte einmal mehr Jeffrey Herlings für sich entscheiden. Ein überglücklicher Michael Leib landete auf dem zweiten Gesamtrang vor Jeremy van Horebeek.

Cairoli auf heimischem Boden hinter Pourcel

Im ersten Rennen der MX1 auf italienischem Boden dominierten die Franzosen. Pourcel kämpfte fast vom Beginn bis zur Ziellinie gegen Gautier Paulin, setzte sich am Ende aber durch. Cairoli, der sich zugegebenermaßen nicht sehr wohl auf seiner heimischen Strecke fühlt, gab sich mit Rang drei vor Desalle zufrieden. Der dritte Pilot aus Frankreich, Xavier Boog, komplettierte die Top-5. Im zweiten Rennen lag Cairoli direkt nach dem Start in Führung, wurde aber eine Weile von Pourcel verfolgt, der sich am Ende aber mit Platz zwei den GP-Sieg noch sichern konnte. Desalle folgte als Dritter vor Ken de Dycker und Evgeny Bobryshev.

Wir haben hier zum ersten Mal mit dem neuen Team einen GP-Sieg abgeräumt, das ist toll und ich bin sehr glücklich
Christophe Pourcel

"Wir haben hier zum ersten Mal mit dem neuen Team einen GP-Sieg abgeräumt, das ist toll und ich bin sehr glücklich", freute sich Pourcel für sein eigenes CP377 Team. "Im zweiten Lauf habe ich einen Stein vor die Nase geschleudert bekommen, das hat geblutet wie verrückt. Trotzdem war es schön, mal wieder gegen Toni zu kämpfen." Cairoli war über den zweiten Platz in Italien nicht weniger erfreut: "Es ist fantastisch vor den heimischen Fans zu fahren. Die Italiener sind wirklich der Hammer. Ich hatte einen guten Start im ersten Rennen, fiel dann aber durch einen Fehler zurück und habe viel Energie verbraucht, um weiter nach vorn zu kommen. Im zweiten Lauf habe ich am Anfang einen kleinen Fehler gemacht. Christophe ist auch sehr gut gefahren, also bin ich wirklich glücklich heute, hier so abzuschneiden."

Desalle hatte hingegen ein hartes Wochenende. Er habe die Rennen nicht richtig genießen können. "Irgendwie war der Untergrund hier seltsam, mein Bike hat auf den kleinsten Fehler reagiert und ich hatte nicht alles unter Kontrolle. Das mag ich nicht, ich will in dem, was ich tue, sicher sein. Ich denke, dass es auf den Strecken, die noch kommen, besser wird", äußerte der Belgier.

Herlings baut aus

Im ersten MX2-Lauf setzte sich Herlings von Beginn an ab und sicherte sich den unangefochtenen Sieg. Sein Teamkollege van Horebeek musste sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Michael Leib landete auf Rang drei vor Jake Nicholls und Dylan Ferrandis. Joel Roelants, der in Bulgarien noch eine starke Leistung zeigte, stürzte schwer und konnte mit einer Gehirnerschütterung nicht im zweiten Rennen antreten.

Mein Rad war blockiert und es war wirklich gefährlich, aber ich konnte weiterfahren
Jeffrey Herlings

Im zweiten Rennen siegte Herlings erneut, allerdings musste er sich nach einem Sturz zu Beginn des Laufes erst wieder nach vorn arbeiten. "Mein Rad war blockiert und es war wirklich gefährlich, aber ich konnte weiterfahren und habe ein richtig gutes Renntempo aufgebaut. Trotzdem war das Rennen recht gut und ich freue mich über den Gesamtsieg", äußerte er. Der KTM-Werkspilot baut mit dem GP-Sieg auch seine Führung in der Gesamtwertung auf 144 Punkte aus.

Drei Sekunden hinter ihm sprang Tommy Searle ins Ziel, der wie der Niederländer zu Rennbeginn zu Boden ging. Leib sicherte sich vor van Horebeek und Jordy Tixier den dritten Platz. Leib freute sich: "Es ist wie ein Traum. Die zwei letzten Jahre waren so hart, es ist für mich einfach ein unglaubliches Gefühl." Herlings' Teamkollege van Horebeek war nicht richtig zufrieden. "Ich habe gemischte Gefühle. Im ersten Rennen war ich die ganze Zeit Zweiter und zwei Runden vor Rennende bin ich gestürzt. Vor dem zweiten Lauf fühlte ich mich immer schlechter, trotzdem war es am Ende nicht schlecht. Aber jetzt explodiert mein Kopf fast", äußerte der KTM-Fahrer, der sich trotzdem fürs Team freute.




MX/SX
Wir suchen Mitarbeiter
Facebook
x