Motorsport - Macau Crash Compilation: Opfer des Guia Circuit

Straßenkurs gnadenlos

Auch 2016 haben die Mauern und Leitplanken des Macau GP wieder ihre Opfer gefordert. Alle Unfälle aus Formel 3, GT und TCR im Video.
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Motorsport-Magazin.com - Die Mehrheit der Rennfahrer, die es in ihren Karrieren bis in die Formel 1 geschafft haben, startete irgendwann vor dem Sprung in die Königsklasse einst beim Formel-3-Weltfinale in Macau. Und der Guia Circuit wird selbst Jahre später noch von einigen F1-Piloten in einem Atemzug mit Suzuka, Spa oder Monaco genannt. Wie außergewöhnlich die fahrerische Herausforderung in den Häuserschluchten ist, erfahren Routiniers sowie Newcomer jedes Jahr aufs Neue. Auch 2016 scheiterten etliche Fahrer an den gnadenlosen 6,2 Kilometern des Stadtkurses.

Formel 3 - Die jungen Wilden zahlen Lehrgeld

Ye Hong Li - Freies Training

Ye Hong Li zählte in Macau gewiss nicht zum Favoritenkreis. Beim Versuch das zu ändern, zerlegte er im Training seinen Formel-3-Renner. Der Chinese crashte vor der Kurve 'Moorish Hill'. Danach wurde er noch hart von einem Konkurrenten torpediert

Heftiger Unfall von Ye Hong Li beim F3-Training in Macau: (01:18 Min.)

Lando Norris - Qualifying

Im Qualifying zum Formel 3 World Cup erwischte es unter anderem die britische Nachwuchshoffnung Lando Norris. Der 17-Jährige Carlin-Fahrer zählte im Gegensatz zu Li durchaus zu den Anwärtern auf ein Top-Ergebnis, machte jedoch ebenfalls einen Fehler. Er erwischte nach der Lisboa-Kurve eingangs des Streckenabschnitts 'San Francisco Hill' die Reifenstapel.

Lando Norris crasht seinen F3-Boliden in Macau: (00:13 Min.)

Maximilian Günther - Qualifying

In den Schlussminuten der Qualifikation waren einige Fahrer noch einmal heiß auf eine Verbesserung. Maximilian Günther, Vizemeister der diesjährigen Formel 3 EM, ließ es dabei allerdings anbrennen. Der Deutsche Theodore-Pilot touchierte ausgangs der letzten Kurve die Mauer und beendete sein Zeittraining damit vorzeitig.

Maximilian Günther crasht im F3-Qualifying in Macau: (00:26 Min.)

Ye Hong Li & Co. - Qualifikations-Rennen

Das Qualifikations-Rennen am Samstag startete mit jeder Menge Chaos. Hauptdarsteller war Ye Hong Li. Nachdem im vorderen Feld unter anderem Günther und Norris ausgangs der schnellen Mandarin-Kurve die Leitplanke touchiert hatten, fuhr Li auf der Geraden dem Japaner Daiki Sasaki auf und hob spektakulär ab, bevor er auf dem Cockpit des Gegners landete. Auch hier stellte das Dallara-Chassis wieder seinen hohen Sicherheitsstandard unter Beweis.

Überflieger-Unfall beim F3-Qualirennen in Macau: (01:28 Min.)

GT3 - Routiniers über dem Limit

Adderly Fong - Freies Training

Im Freien Training für den FIA GT World Cup kopierte Bentley-Pilot Adderly Fong die Einlage von Li aus der Formel 3. Er touchiert ebenfalls vor 'Moorish Hill' die Streckenbegrenzung auf der Außenseite, woraufhin sich sein Fahrzeug querstellte und die Fahrbahn blockierte.

Adderly Fong sorgt für Bentley-Straßensperre in Macau: (00:47 Min.)

Edoardo Mortara - Qualifikations-Rennen

Dass es in Macau jeden treffen kann, erfuhr Edoardo Mortara im Qualifikations-Rennen der GT-Fahrzeuge gleich nach dem Start. Der König von Macau, der zwei Mal in der Formel 3 und drei Mal im GT3-Fahrzeug siegreich war, flog gleich nach der auf den Namen Reservoir getauften ersten Kurve in die Leitplanken.

Edo Mortara crasht böse in Macau: (01:23 Min.)

Nico Müller - Qualifikations-Rennen

Mit Nico Müller erwischte es im GT3-Rennen am Samstag noch einen weiteren Audi in der Reservoir-Kurve. Der Schweizer verlor das Auto allerdings schon am Kurveneingang, wodurch er umso härter in die Leitplanken einschlug.

Nico Müller knallt in die Macau-Mauer: (00:19 Min.)

Ricky Capo - Hauptrennen

Das GT3-Hauptrennen lief gerade erst, als Ricky Carpo sein Fahrzeug in die Bande setzte. Da sein BMW Z4 die Reifenstapel verschob, musste das Rennen für Aufräumarbeiten bereits in der dritten Runde abgebrochen werden.

BMW-Pilot Ricky Capo sorgt für Rennabbruch in Macau: (00:15 Min.)

Laurens Vanthoor - Hauptrennen

Kaum war das Rennen nach Carpos Unfall wieder freigegeben, krachte es erneut. Der bis dahin in Führung gelegene Laurens Vanthoor berührte in der Mandarin-Kurve innen die Leitplanken und schlug dann am Kurvenausgang heftig ein. Der Audi R8 bekam daraufhin Unterluft und überschlug sich. Nachdem das Auto einige Meter auf dem Dach über die Strecke gerutscht war, konnte Vanthoor unverletzt und aus eigener Kraft aussteigen.

Laurens Vanthoors Highspeed-Überschlag in Macau: (01:42 Min.)

TCR - Rush Hour bei den Tourenwagen

Matej Homola - Rennen 1

Beim 'Guia Race' der Tourenwagen sind Staus an der Tagesordnung. Der Slowake Matej Homola verbremste sich bei der Anfahrt zur Lisboa-Kurve und blieb in den Reifenstapeln hängen. Drei weitere Autos konnten nicht mehr ausweichen und verkeilten sich hinter dem gestrandeten Seat Leon. Die Strecke war danach zunächst blockiert, doch die Marshalls schafften es innerhalb einer Safety-Car-Phase, das Auto zu bergen.

Stau beim TCR-Rennen in Macau: (01:21 Min.)

Zhang Ya Qi - Aufwärmrunde Rennen 2

Dem Chinesen Zhang Ya Qi wurde ebenfalls die Lisboa-Kurve zum Verhängnis. Dem Audi-Piloten gelang jedoch das Kunststück, sein Auto schon in der Einführungsrunde in die Leitplanken zu steuern.

Crash in der Einführungsrunde des TCR-Rennens in Macau: (00:17 Min.)

Wong Yat Shing Sunny - Rennen 2

Was im ersten Lauf der Tourenwagen noch nicht geklappt hatte, schafften die Piloten in Rennen 2. Der Citroen mit der Startnummer 12, gefahren von Wong Yat Shing Sunny, schlug bei der Anfahrt auf die Kurve Moorish Hill in die Streckenbegrenzung ein und blockierte in der Folge die Strecke. Das Rennen musste daraufhin unterbrochen werden.

Citroen-Pilot verursacht Rennabbruch bei der TCR in Macau: (00:50 Min.)

Kein allzu folgenschwerer Unfall

Japaner Kenta Yamashita kollidiert mit der Sprachbarriere

Mit Platz vier im Hauptrennen hat der diesjährige japanische Formel-3-Meister Kenta Yamashita in Macau gewiss keinen Schrott produziert. Vor dem Qualifikations-Rennen am Samstag musste er sich jedoch beim Grid Walk einigen Fragen in englischer Sprache stellen. Wie sich herausstellte, war die Sprachbarriere für den 21-Jährigen offenbar die mit Abstand größte Herausforderung an diesem Wochenende. Fahrer und Interviewer nahmen es mit einem großen Lächeln.


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