Mehr Motorsport - ADAC Procar - Hitzeschlacht in Hockenheim

Geipel, Rambow & Tekaat siegreich

Hitzeschlacht in Hockenheim: Beim ersten Rennen der DTC - ADAC Procar kämpften die Piloten mit hohen Temperaturen.

Motorsport-Magazin.com - Ähnliche Temperaturen wie am Red Bull Ring und eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit machten den Piloten der DTC - ADAC Procar und ihren Fahrzeugen im ersten Rennen ordentlich zu schaffen. Am frühen Abend waren es Comebacker Charlie Geipel, Dauer-Sieger Alexander Rambow und MINI-Spitzenreiter Thomas Tekaat, die in ihren Divisionen siegten.

Seinen eigenen kleinen Sieg feierte noch vor dem Start des ersten Rennens Heiko Hammel. Aus dem weißen Fiesta qualmte es gehörig im freien Training, so dass Hammel selbst sowie die Helfer der Rennstrecke zu Löschmitteln griffen. Ganz knapp schaffte es das Team von Wolf Racing den Division 1T-Boliden wieder rennbereit zu machen und Hammel startete beim fliegendem Start dem Feld hinterher.

Charlie Geipel siegt beim Comeback

Es macht sehr viel Spaß wieder in der DTC-Procar am Start zu sein und ich freue mich auf morgen
Charlie Geipel

An der Spitze gab dafür Charlie Geipel den Ton an. Im Toyota Auris fühlte er sich sofort wieder wohl, auch wenn er nur einseitig auf die Unterstützung der Servo-Lenkung zurückgreifen konnte und sich selbst noch einige Fehler eingestehen musste: "Ich bin noch weit weg von dem, was maximal mit dem S2000 geht, vor allem, weil ich manchmal von der Herangehensweise noch zu sehr das GT-Fahrzeug im Kopf habe. Aber es macht sehr viel Spaß wieder in der DTC-Procar am Start zu sein und ich freue mich auf morgen", so der frühere Vizemeister der Division 1, der am Ende knapp 30 Sekunden Vorsprung hatte.

Hinter Geipel hielt sich lange Joachim Schirra mit seinem 1T Mini. Noch in der letzten Runde sah es für ihn mit Platz zwei nach einem grandiosen Einstand in der Division 1T aus, doch ein kleines Malheur ließ ihn zurückfallen. Der Schlüssel hatte sich aus dem Schlüsselloch gelöst, so dass Schirra sein Fahrzeug erst wieder neu starten mussten. In der Zeit waren aber bereits Reinhard Nehls und Johannes Leidinger an ihm vorbei und Schirra wurde Vierter.

Rambow schaut in Richtung Meisterschaft

Nach seinem elften Sieg in Folge kann Alexander Rambow mit Recht anfangen über die Meisterschaft zu spekulieren. 35 Punkte Vorsprung hat der ETH Tuning-Pilot inzwischen auf seinen Teamkollegen Andreas Rinke und ließ der Konkurrenz auch heute nicht den Hauch einer Chance.

Ich bin Motorsportler durch und durch und will jedes einzelne Mal gewinnen.
Alexander Rambow

Sein Sieg-Geheimnis: Er nimmt den Motorsport sehr ernst und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Auf seinem Vorsprung ausruhen, das kommt für Rambow nicht in Frage: "Ich bin Motorsportler durch und durch und will jedes einzelne Mal gewinnen. Ich hatte großes Glück dieses Jahr, das will ich nicht leichtsinnig verspielen und muss mich daher bis zum Ende konzentrieren."

Ralf Glatzel konnte Rambow heute in der Hitze des späten Nachmittages am besten folgen. Der Königsbronner freute sich sehr über Platz 2 im Heimspiel, nachdem sein Teamkollege Yury Krauchuk schon vor Rennende die Box ansteuern musste. Glatzel verkürzte den Abstand zum zweitplatzierten Rinke auf 17 Punkte.

MINI-Krimi in den ersten Runden

Pole-Setter Steve Kirsch konnte seine Position dieses Mal nicht in einen Sieg umwandeln. Am Start verloren er und sein direkter Verfolger Thomas Tekaat ihre Positionen an Kai Jordan, der sich an beiden und an Franjo Kovac vorbei schob. Kirsch überließ ihm die Führung aber nicht kampflos und setzte sich neben Jordan. Parallel jagten die zwei MINI-Piloten in Richtung des Eingangs zum Motodrom.

Dass ich am Ende doch noch Zweiter werden konnte, habe ich selbst zwischenzeitlich nicht mehr geglaubt.
Steve Kirsch

Diese Chance wollte sich Thomas Tekaat, der hinter den beiden lauerte, nicht entgehen lassen und nahm genügend Schwung mit, um im Motodrom sowohl an Kirsch als auch an Jordan vorbeizuziehen. Kirsch wollte daraufhin zurückschlagen und an beiden außen vorbei gehen. Dabei geriet er aber auf den dreckigen Teil der Strecke und verlor deutlich, so dass er Tekaat sowieso, dann aber auch noch Jordan und Dirk Lauth ziehen lassen musste.

"Das war absolut kein leichtes Rennen. Dass ich am Ende doch noch Zweiter werden konnte, habe ich selbst zwischenzeitlich nicht mehr geglaubt. Umso besser ist es jetzt, denn jeder Punkt zählt für mich in der Meisterschaftswertung", so Kirsch. Kai Jordan wurde als Dritter abgewunken. Kirsch und Tekaat trennen vor dem zwölften Saisonrennen morgen nun sechs Punkte.


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