Mehr Motorsport - Kolumne - Ellen Lohr

Kleine Ursache, große Wirkung

Ein kleines Kabel am Zündschloss verhinderte eine Aufholjagd von Ellen Lohr am Red Bull Ring. Ihre Kolumne vom Truck Race in Spielberg.
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Motorsport-Magazin.com - Hätte, wenn und aber... hat schon mein Vater immer gesagt, bringt einem nix. Was zählt ist das Ergebnis. Und da haben wir zwar mit Anthony nach Nogaro wieder einmal die Teamtrophy gewonnen, aber bei meinem besten Rennen, das locker in den Punkten hätte enden können, streikte leider die Technik.

Im Zeittraining hatte ich eine sehr gute Runde hingelegt, aber dabei leider einen Corner Marker mit dem Heck mitgenommen.
Ellen Lohr

Im Zeittraining hatte ich eine sehr gute Runde hingelegt, aber dabei leider einen Corner Marker mit dem Heck mitgenommen. Das heißt, dass diese Runde gestrichen wird. Eine wirklich gute zweitbeste habe ich aber leider nicht hinbekommen, da mir direkt danach der Motor den Dienst versagte. Zweimal hintereinander in derselben Kurve. Das war natürlich schade, denn die Startposition ist hier am Red Bull Ring recht entscheidend, da das Überholen schwierig ist.

Den Fehler doch nicht gefunden

Nach dem Training waren wir eigentlich ziemlich sicher, den Fehler gefunden zu haben, aber wie sich dann in der ersten Runde des ersten Rennens herausstellen sollte, war das ein Trugschluss. Und genau das meinte ich am Anfang, als ich über wenn und aber geschrieben habe. Denn mein Start von 17 auf 10 war einer meiner besten. In Kurve drei war es auch schon wieder vorbei mit dem Spaß, denn der Motor ging unvermittelt wieder aus. In dem Rennen hat Anthony eine Durchfahrtsstrafe kassiert, so wie zwei andere auch und wird ebenfalls recht weit zurückgeworfen. Bad luck...

Es ist viel zu tun, wie immer eigentlich, bis in zwei Wochen zum Saisonhighlight am Nürburgring.
Ellen Lohr

Im Endeffekt stellt sich heraus, dass nur ein kleines Kabel am Zündschloss defekt war. Wie so oft gilt also: Kleine Ursache, große Wirkung. Der daraus resultierende allerletzte Startplatz für Rennen vier gefällt mir natürlich überhaupt nicht, denn überholen ist schwierig. Aber es soll dann doch besser laufen als gedacht und ich kann zumindest nochmal einen 14. Platz einfahren. Dabei liegt das Feld sehr eng zusammen, es hätte also wieder was Gutes dabei rausspringen können. Anthony wird Neunter und das bringt ihm am Ende des Wochenendes die Trophäe als bester Privatier ein.

Unterstützung bekommen wir von "meiner Hausband" MUM's BEST, die sich hier schon für ihren Auftritt am Nürburgring warmspielen. Tolle Sache, danke dafür!

Es ist viel zu tun, wie immer eigentlich, bis in zwei Wochen zum Saisonhighlight am Nürburgring.

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle noch den Kauf des Magazins Fernfahrer, denn da findet sich meine erste Kolumne für Deutschlands auflagenstärkstes Truckermagazin.


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