MotoGP - Italien GP: Die Stimmen zum Rennen

Rossi beendet Heim-GP in Mugello auf Platz vier

Andrea Dovizioso fährt trotz Krankheit zum Ducati-Sieg in Mugello. Das hatten die Fahrer zum Rennen in Italien zu sagen:
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Motorsport-Magazin.com - 1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich hatte während des Rennens so viele Emotionen. Ich hatte nicht viel Energie vor dem Rennen, was in Mugello nicht gut ist. Aber wir hatten so viel Unterstützung von Ducati, es war wirklich toll. Es ist unglaublich. Das Ergebnis ist toll für uns alle, auch für Ducati."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich habe versucht, Dovi einzuholen. Ich wollte nicht so viel riskieren, weil Rossi und Marc weit weg waren. Der zweite Platz wäre toll für uns gewesen. Aber Dovi war so stark, es war kaum möglich, mitzuhalten. Nach dem Crash war es schwer, ich hatte Schmerzen. Aber das Team hat einen tollen Job gemacht, ich hatte ein tolles Motorrad."

3. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es ist unglaublich. Ich kann immer noch nicht glauben, was passiert ist. Ich wollte am Anfang mit den anderen mithalten. Ich habe versucht, zu überholen. Als bei Dovi angekommen bin, war ich atemlos. Der Hinterreifen war hinüber. Ich musste bei Vinales bleiben und das Podium halten. Es ist unglaublich, das geschafft zu haben. Danke an meine Familie, meine Freunde und Fans."

Danilo Petrucci durfte über sein erstes Podium im Trockenen jubeln - Foto: Tobias Linke

4. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich wusste, dass das heutige Rennen schwieriger als gewöhnlich für mich würde. Auf dem Bike fuhr ich gut und hatte keine Schmerzen, aber ich hatte einige Probleme und wusste, dass 23 Runden lang und hart würden. Ich gab mein Bestes. Ich hatte einen perfekten Start und führte das Rennen einige Runden an, aber ich konnte nicht wirklich so fahren, wie ich wollte. Am Ende versuchte ich, an den Fahrern vorne dran zu bleiben, aber ich hatte nicht die Kraft, um Danilo zu attackieren. Ich wäre heute gerne auf dem Podium gewesen, aber es gab nichts, was ich tun konnte."

5. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Heute war es wichtig, nach den zwei Nullern in Jerez und Le Mans das Rennen zu beenden. Dort hätten wir gut abschneiden können. Wir müssen ankommen. Ich hatte eine gue Pace, aber habe ein paar Positionen am Anfang verloren, denn ich wa ein bisschen steif. Dann habe ich mich entspannt und einen guten Rhythmus gefunden und habe Schritt für Schritt die Fahrer vor mir überholt. Auf der letzten Runde habe ich alle Türen zugeschmissen, damit mich niemand überholt und habe es geschafft. Ich freue mich sehr über den fünften Platz."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich wollte heute um den Sieg kämpfen, aber wenn es nicht geht, geht es eben nicht. Ich bin ganz gut gestartet und habe in den ersten Runden versucht, so viel zu pushen wie es geht. Als ich mitten in der Gruppe war, musste ich aber großes Risiko in den Kurven eingehen. Es war nicht leicht, diese Situation zu managen, weil ich auch Probleme mit dem Vorderreifen hatte. Der Medium war aber die einzige Möglichkeit, die für mich funktioniert hat."

Marquez musste sich Bautista geschlagen geben - Foto: Tobias Linke

7. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Es war ein tolles Rennen für mich hier in Mugello und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ich bin als Elfer gestartet, was alles ein wenig schwierig gemacht hat, denn ich hatte nicht den Vorteil einer guten Startposition wie in Le Mans. Aber ich konnte meine Pace trotzdem halten und meinen Rhythmus kontrollieren. Ich habe versucht, Iannone zu überholen, aber es war schwierig. Seine Beschleunigung war ein bisschen besser als meine und auch auf den Bremsen ist er sehr stark. Es hat lange gedauert, bis ich an ihm vorbei war und im Endeffekt habe ich dann den Anschluss an Marquez und Bautista verloren, die in der Gruppe davor um Platz fünf gekämpft haben."

8. Jorge Lorenzo (Ducati): "Mein Start war gut und ich bin in den ersten Runden ziemlich mutig gefahren, leider war ich aber einfach nicht schnell genug. Als ich in Führung gegangen bin, war lediglich mein Topspeed auf der Start-Ziel-Geraden schneller als der der anderen. Im vierten Training hatte ich eine gute Pace, die ich dann auch im Rennen an der Spitze fahren wollte. Das hat Rossi aber nicht zugelassen und mich gleich überholt. Er dachte wohl, dass er schneller sein kann, was er im Endeffekt wohl auch war."

9. Michele Pirro (Ducati): "Leider habe ich meine guten Leistungen in den Trainings und im Qualifying mit einem ziemlich schlechten Start ruiniert. Wenn man von Platz vier startet und nach der ersten Kurve auf Rang 13 liegt ist das nicht gerade hilfreich. Dann hatten alle Fahrer mehr oder weniger den gleichen Speed, also konnte ich nicht viele Positionen gutmachen. Schließlich konnte ich das Rennen direkt hinter Jorge beenden. Das ist nicht schlecht."

10. Andrea Iannone (Suzuki): "Mit der ersten Rennhälfte bin ich zufrieden. Ich konnte überholen und gut kämpfen. Mit zunehmendem Reifenverschleiß hat sich das Verhalten des Motorrads aber geändert und ich hatte Probleme, die Situation zu managen. Ich hatte sowohl beim Bremsen als auch in den Kurven Schwierigkeiten. Es ist traurig für mich, dass ich auf einer Strecke wie Mugello keine bessere Leistung zeigen konnte, denn ich habe mich daran gewöhnt, hier immer sehr konkurrenzfähig zu sein."

11. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich freue mich sehr über das Ergebnis, den so dicht an der Spitze habe ich noch kein MotoGP-Rennen beendet. Nach dem Start konnte ich für viele Runden mit Cal mithalten und habe 100 Prozent gepusht. Am Ende war Dani vor mir, aber ich habe Grip am Hinterrad verloren und bin sehr müde gewesen, deshalb habe ich mich dafür entschieden, das Rennen auf jeden Fall zu beenden."

12. Scott Redding (Pramac Ducati): Zitat folgt

13. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich kann meine Unzufriedenheit über den heutigen Tag nicht verheimlichen, aber ich habe alles gegeben, um aufzuholen. Mein Problem ist der Rennbeginn und wir wissen nicht, wie wir die Situation verbessern im Moment verbessern können. Wir können immer schnelle Runden setzen, aber während des Rennens habe ich Probleme, konstant zu fahren und gleichzeitig schnelle Rundenzeiten am Anfang des Rennens zu fahren. Es war kein guter Tag und ich möchte einfach weitermachen. Jetzt müssen wir eine Lösung finden, sodass wir schneller sind, wenn die Lichter ausgehen. Wir arbeiten weiter und ich werde in Katalonien wieder mein Bestes geben."

Folger verspielte wieder einmal ein besseres Ergebnis in der Startphase - Foto: Tobias Linke

14. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Ich bin nicht zufrieden. Insgesamt hatten wir ein sehr gutes Wochenende, aber das Rennen heute war ein Desaster. Ich glaube, wir lagen bei der Reifenwahl falsch. Ich wollte mit der härtesten Mischung ins Rennen gehen. Aber wie sich herausstellte, hatte ich keinen Grip. Die beiden Ducatis auf dem Podest nutzten den Medium vorne und hinten, also ist klar, dass wir eine schlecht Wahl trafen. Es ist enttäuschend, dass wir unsere Fortschritte nicht mit einem guten Rennergebnis bestätigen konnten."

15. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Einen Punkt zu sammeln ist nach dem Start ins Wochenende eigentlich gut, denn ich hatte einfach nicht die Pace, keinen Grip an der Front oder Selbstvertrauen. Aber es ist ein solides Ergebnis ohne Crash. Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Jetzt freue ich mich auf das nächste Rennwochenende in Barcelona."

16. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Es war ein bittersüßes Wochenende, den wir haben am Freitag mit vielen Problemen begonnen, die wir in Barcelona nicht lösen konnten. Wir haben am Samstag keinen großen Fortschritt gemacht, aber heute konnten wir sehr konstant sein und schnelle Runden fahren. Leider war die Lücke zur Gruppe vor mir ziemlich groß und auch wenn ich eine ähnliche Pace hatte, konnte ich nicht aufholen."

17. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Dieses Rennen war für mich besser als Le Mans. Das freut mich natürlich. Ich konnte überholen und über die gesamte Renndistanz fast gleichbleibende Rundenzeiten fahren. Ich bin mit dem Rennen zufrieden, denn wir konnten den Rückstand auf den Sieger verkleinern. Das ist positiv. Das Motorrad wird mit jedem Tag mehr meines, ich gewöhne mich immer noch an die MotoGP."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Das war ein schwieriger Tag und ich bin heute Vormittag im Warm Up ziemlich heftig gestürzt. Meine Mechaniker machten einen tollen Job, um mein Motorrad für das Rennen fertig zu bekommen, aber das Problem ist, dass ich dann das Bike und den Motor hatte, die ich weniger mochte. Zu Beginn des Rennens hatte ich Schwierigkeiten, beim Beschleunigen an den anderen Fahrern dranzubleiben. Und nach fünf Runden begann ich mich schlecht zu fühlen, mit Schmerzen in den Armen und starken Kopfschmerzen, was für mich selten ist."

19. Sam Lowes (Aprilia): "Ich hätte erwartet ein besseres Rennen zu fahren, denn die ersten sechs Runden habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich konnte mehrere Fahrer überholen, gute Rundenzeiten fahren und sogar unter 1:49er-Zeiten fahren. Ab einem bestimmten Punkt habe ich das gute Gefühl für die Front verloren und konnte die Pace nicht mehr halten. Das ist das ganze Rennen so geblieben. Es ist schade,, denn ich hatte das ganze Wochenende über keine solchen Probleme."

20. Bradley Smith (KTM): "Wir haben bis kurz vor dem Rennen am Motorrad gearbeitet. Mit der etwas anderen Abstimmung habe ich dann zu lange gebraucht, bis ich das richtige Gefühl gefunden habe. Dann konnte ich auch auf Abraham und Baz aufholen, aber leider hat mir später die Hinterradbremse Probleme gemacht und ist dann komplett ausgefallen. Die KTM ist aber ein Bike, das nur mit der Hinterradbremse richtig funktioniert. Das war ein frustrierendes Ende für dieses Wochenende."

Für Bradley Smith blieb nur der letzte Platz - Foto: KTM

Cal Crutchlow (LCR Honda, DNF): "So etwas passiert im Rennsport. Natürlich war ich sauer auf Dani und er war offensichtlich auch frustriert, wegen der Position in der er sich befand. Wir Honda-Piloten hatten an diesem Wochenende aber alle Probleme und sein Sturz war nur das Endergebnis davon. Er kam von relativ weit hinten, ich habe ihn nicht gehört aber dann plötzlich gesehen und dann bin ich auch schon auf ihm gelegen. Es ist schade, weil ich heute bewusst nicht zu viel gepusht habe, um das Rennen zu beenden."

Dani Pedrosa (Repsol Honda, DNF): "Wir hatten das ganze Wochenende schon Probleme, Grip zu finden. Im Rennen war es dann noch schlimmer. Ich hatte vom Start weg weder vorne noch hinten Grip und wurde von vielen Fahrern überholt, ohne gegenhalten zu können. Am Ende bin ich dann in der letzten Runde noch in Cal gecrasht, als ich ihn überholen wollte. Das tut mir leid, denn es ist nicht gut, wenn ein anderer Fahrer für meinen Fehler bezahlen muss. Zum Glück sind wir wenigstens beide okay."

Aleix Espargaro (Aprilia, DNF): "Es ist sehr schade. Zum ersten Mal in meiner Karriere hatte ich einen Jump Start und das brauchten wir wirklich nicht. Ich möchte mich zu allererst beim Team entschuldigen. Es war ein besonders wichtiges Rennen für Aprilia und mein Bike hat gut funktioniert. Mein Gefühl war so gut wie noch nie in der Saison. Meine Pace war in den niedrigen 1:48er-Zeiten und nach der Ride Through-Strafe habe ich gesehen, dass ich um wichtige Positionen hätte kämpfen können. Nachdem ich ins Kiesbett gefahren bin, hat etwas mit der Gangauswahl nicht gestimmt, deshalb bin ich in die Box gekommen."

Pol Espargaro (KTM, DNF): "Wir hatten heute ein Elektronikproblem. Das ist nach dem Einsatz des gesamten Werks und des Testteams in der Vorbereitung auf dieses Wochenende natürlich sehr schade. Ich möchte trotzdem allen danken. Wir haben vom Freitag an gute Schritte nach vorne gemacht und wollten etwa 35 Sekunden hinter dem Sieger liegen. Es hat aber leider nicht sein sollen."


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