MotoGP - Rossi von körperlichen Problemen ausgebremst

Yamaha-Star in den letzten Runden chancenlos

Valentino Rossi verpasste in Mugello das Podium knapp. Nach seiner Verletzung war er in der Schlussphase physisch am Ende.
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Motorsport-Magazin.com - Der Italien-GP 2017 wurde zur großen Gala der Lokalmatadoren: Sieg für Andrea Migno in der Moto3. Sieg für Mattia Pasini in der Moto2. Sieg für Andrea Dovizioso in der MotoGP, der erste eines Italieners mit Ducati auf heimischem Boden überhaupt. Die von den Tifosi so erhoffte Rossi-Show blieb aber aus. Ihr großer Held musste sich mit Rang vier hinter Dovizioso, Maverick Vinales und Danilo Petrucci zufrieden geben, 1,3 Sekunden fehlten ihm auf das Podium.

Etwa acht Runden vor Schluss war ich schon vollkommen am Ende. Wenn man auf diesen Motorrädern körperlich nicht bei 100 Prozent ist, macht das alles um ein vielfaches schwieriger.
Valentino Rossi

Lange Zeit befand sich Rossi voll im Kampf, lag etwa zwei Drittel des Rennens in Schlagdistanz zur Spitze. Dann bröckelte seine Pace aber. Die Verletzung, die sich Rossi in der Vorwoche bei einem Motocross-Crash zugezogen hatte, forderten ihren Tribut. "In den Trainings habe ich mich ganz gut gefühlt. Da fährt man aber auch nur vier oder fünf Runden und kann sich dann wieder etwas erholen. Mit 23 Runden im Rennen wird es dann schon viel härter", erklärte Rossi.

Der Einbruch folgte für ihn dann relativ schnell: "Etwa acht Runden vor Schluss war ich schon vollkommen am Ende. Ich habe immer noch mehr gelitten. Wenn man auf diesen Motorrädern körperlich nicht bei 100 Prozent ist, macht das alles um ein vielfaches schwieriger. Ich habe dennoch versucht, nicht aufzugeben und an Petrux dranzubleiben. Dann musste ich aber einsehen, dass ich einfach nicht stark genug für eine Attacke war."

Rossi danbar für Start in Mugello

So musste sich Rossi mit Rang vier begnügen. Das verpasste Podium schmerzte ihm. "Das ist wirklich schade. Denn natürlich ist ein Podium immer das Ziel, aber hier mit all den Fans hat es für mich eine noch viel größere Bedeutung", gestand er nach dem Rennen. In Anbetracht der Tatsache, dass Rossi sich am Donnerstag erst die Freigabe für einen Start holen musste, sein Heimrennen also fast verpasste hätte, war er doch nicht völlig unzufrieden: "Wenn man das bedenkt, war es ein ganz gutes Rennen."

Rossi bot über weite Strecken des Wochenendes eine starke Vorstellung - Foto: Yamaha

Ungelegen kommt Rossi, der nach dem Italien-GP 30 Punkte hinter Teamkollege Vinales auf WM-Rang drei liegt, nun der Kalender der MotoGP. Denn ausgerechnet jetzt befindet man sich in den ersten Back-to-Back-Wochenenden der Saison, am 11. Juni steht bereits der Grand Prix von Katalonien in Barcelona an. "Natürlich wäre es besser für mich, wenn ich eine Woche mehr zur Erholung hätte", weiß er. "So wird es sicherlich hart. Wenn meine Genesung aber so weitergeht wie bisher, ist auch diese eine Woche schon viel wert."


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