MotoGP - Folger enttäuscht: Habe zu viele Fehler gemacht

Im Rookie-Duell nun hinter Zarco

Jonas Folger hat das Duell gegen Johann Zarco in Austin klar verloren. Die Selbstkritik des Bayern:
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Motorsport-Magazin.com - "Ehrlich gesagt bin ich vom Ausgang des Rennens ein wenig enttäuscht", lautete Jonas Folgers Fazit nach dem MotoGP-Rennen in Austin. Als Elfter hatte er zum ersten Mal in dieser Saison die Top-10 verpasst. In der WM-Wertung fiel er auf Rang acht zurück und liegt im Rennen um den Titel des "Rookie des Jahres" nun einen Punkte hinter Johann Zarco.

Der hatte es in Austin auf Rang fünf geschafft und sich auf der Strecke sogar mit Valentino Rossi angelegt. Auf seinen Teamkollegen Folger fuhr Zarco fast elf Sekunden Vorsprung heraus. Der Bayer trauerte den vergebenen Punkten nach.

Folger trauert Top-6-Ergebnis nach

Ich habe zu viele Fehler gemacht, vor allem als das Bike mit weniger Sprit leichter wurde.
Jonas Folger

"Auf Andrea Dovizioso (wurde 6.) fehlten mir nur fünf Sekunden. Die Top-6 wären heute also wieder möglich gewesen", so Folger. "Leider scheiterte es heute aber an mir. Ich habe zu viele Fehler gemacht, vor allem als das Bike mit weniger Sprit leichter wurde. Im Gegensatz zu Argentinien ist es mit diesmal nicht so gut gelungen, mich auf das veränderte Fahrverhalten des Motorrades anzupassen."

So schlichen sich Fehler ein, die dazu führten, dass Folger in der zweiten Rennhälfte zwei Plätze einbüßte und dadurch letztlich seinen Top-10-Platz verlor. Zunächst Andrea Iannone, später Danilo Petrucci zogen an Folger vorbei. "In den ersten zwei Rennen war ich in der Schlussphase deutlich stärker", gestand er sich ein.

Dennoch: Auf seine Leistung in den ersten drei Rennen kann der Rookie stolz sein. Denn er ist einer von nur sechs Fahrern, die in allen drei Saisonrennen ins Ziel kamen. Dass Konstanz vor allem für die WM-Gesamtwertung wichtig ist, zeigt nicht zuletzt Valentino Rossi, der ohne Saisonsieg aktuell die Weltmeisterschaft anführt.

Als WM-Achter nach Europa

Vor Saisonstart hätte ich nie gedacht, dass ich als WM-Achter nach Europa komme.
Jonas Folger

"Mit meinem Start in die WM kann ich zufrieden sein, nachdem ich die ersten drei Rennen allesamt in den Punkten beendet habe. Aber wenn man eine gewisse Position erreicht hat, dann setzt man sich automatisch höhere Ziele", so Folger. Die generelle Tendenz stimmt, wie er auch selbst weiß: "Vor Saisonstart hätte ich nie gedacht, dass ich als WM-Achter nach Europa komme."

Schon in zwei Wochen könnte es für den Rookie wieder hoch hinaus gehen. Denn die Strecke in Jerez liegt sowohl der Yamaha M1 (2015 und 2016 gab es zwei Siege und zwei weitere Podestplätze), als auch Folger selbst. Denn in den vergangenen vier Jahren schaffte er es in der Moto3 und der Moto2 viermal in Folge auf das Podest. 2015 gewann er sogar.


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