MotoGP - Marquez glaubt: Argentinien-Out spielt keine Rolle

Weltmeister glaubt an Rekord-Aufholjagd

37 Punkte beträgt Marc Marquez' Rückstand nach der Nullnummer in Argentinien. Er bleibt aber cool. Seine WM-Chancen hätten sich dadurch nicht geändert.
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Motorsport-Magazin.com - So schlecht wie 2017 ist Marc Marquez überhaupt noch nie in eine MotoGP-Saison gestartet. Weniger Punkte und größerer Rückstand auf den WM-Leader als je zuvor, dazu kein einziger Sieg oder Podiumsplatz an den ersten beiden Rennwochenenden - das ist die ernüchternde Bilanz des amtierenden Weltmeisters nach den Grands Prix in Katar und Argentinien.

Marquez' MotoGP-Bilanz nach zwei Saisonrennen

SaisonPunkteSiegePodienPoles
201713001
201641121
201536111
201450222
201341121

Aktuell fehlen Marquez schon 37 Punkte auf WM-Leader Maverick Vinales, der mit zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonrennen das Maximum von 50 Zählern geholt hat. Einen derart großen Rückstand hat Marquez in seinen bisher neun Saisons in der Motorrad-Weltmeisterschaft überhaupt noch nie in einem WM-Titel ummünzen können.

2010 Marquez größtes Comeback

Seine bisher größte Aufholjagd lieferte Marquez 2010. Nach dem Grand Prix von Frankreich in Le Mans, damals das dritte von 17 Saisonrennen in der 125ccm-Klasse, lag er bereits 33 Punkte hinter Landsmann Nico Terol zurück. Beim viertletzten GP des Jahres übernahm er aber die WM-Führung gab sie bis zum Saisonende nicht mehr ab.

2010 wurde Marquez trotz zwischenzeitlich großem Rückstand Weltmeister - Foto: Milagro

Ähnlich viele Punkte gutmachen konnte Marquez auch in seinem MotoGP-Rookie-Jahr 2013. Damals lag Dani Pedrosa nach dem Rennen in Barcelona 30 Punkte vor Marquez, am Ende war es aber dennoch der Neueinsteiger, der den Titel stemmen konnte. In dieser Saison spielten Marquez aber natürlich auch die Verletzungen von Pedrosa und Jorge Lorenzo in die Karten. Vergangenes Jahr musste Marquez nur zehn Punkte nach dem Italien-GP gut machen, bei seinem Titelgewinn 2012 in der Moto2 gar nur zwei auf Tom Lüthi. 2014 führte der Repsol-Honda-Pilot die Weltmeisterschaft überhaupt vom ersten Rennen weg an.

85-Punkte-Aufholjagd reicht gegen Bradl nicht

Kurios: Marquez' bisher größtes sportliches Comeback wurde nicht von einem Titel gekrönt. 2011 lag in der Moto2 nach dem sechsten Saisonrennen in Silverstone 85 Punkte hinter Stefan Bradl zurück, feierte in den nächsten acht GPs aber sechs Siege sowie zwei zweite Plätze und war somit vier Rennen vor Schluss WM-Leader. Aufgrund seiner Verletzung in Sepang verspielte er den Titel aber schließlich doch an Bradl.

2011 unterlag Marquez Bradl in der Moto2 - Foto: Ozan Kutay

Statistiken wie diese dürften es aber sein, die Marquez dennoch Mut machen. "Ich glaube, dass ich immer noch die gleichen Chancen auf den WM-Titel habe", will er seinem sturzbedingten Ausfall in Termas de Rio Hondo keine große Bedeutung zumessen. "Wir sind erst zwei von 18 Rennen gefahren, die Saison ist also noch sehr lange. Da kann noch unglaublich viel passieren. Wir müssen einfach an uns glauben und weiterhin hart arbeiten." Seinen großen Wunsch für diese Saison verliert er dementsprechend nicht aus den Augen: "Mein Ziel ist es immer noch, die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Formcheck der MotoGP-Stars: (01:35 Min.)


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