MotoGP - Argentinien: Die Stimmen zum Rennen

Vinales siegt, Lorenzo und Marquez fliegen

Viele Stürze, abbauende Reifen, fehlende Trainingszeit und ein überragender Vinales: Was die Fahrer zum Argentinien GP sagten:
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Maverick Vinales (Yamaha, Sieger): "Es war ein schwieriges Rennen. Ich bin gut gestartet, aber Marc hat so hart gepusht. Ich habe dann versucht, meine eigene Pace zu fahren. Nachdem Marc gecrasht ist, wollte ich so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Danke an das Team, sie machen einen tollen Job."

Valentino Rossi (Yamaha, Zweiter): "Es ist schwer zu sagen, ob ich Maverick hätte einholen können. Aber es ist auch so ok. Meine Mechaniker haben mir im Grid gesagt: 'Es ist das 350. Rennen, mach es gut'. Ich habe mich gut gefühlt, ich konnte stark fahren. Ich hatte einen guten Start und einen tollen Kampf mit Cal. Ich hatte aber ein bisschen mehr Pace als er. Die letzte Runde war sehr spaßig, denn mein Tempo war toll."

Cal Crutchlow (LCR Honda, Dritter): "Es war ein tolles Rennen von Vale. Die Rennpace war nicht so schnell. Ich hatte immer wieder kurze Warnungen von meinem Motorrad und musste aufpassen. Ich hätte Vinales einhölen können, aber es ging dann nicht wegen der Probleme. Dann ist Vale an mir vorbeigegangen und ich wusste, dass ich fünf Sekunden habe. Ich konnte dann nicht mehr mithalten. Es war trotzdem ein tolles Rennen für mein Team."

Alvaro Bautista (Aspar, Platz 4): "Das Rennen heute war schön, ein bisschen wie letztes Jahr, als ich immer weit hinten gestartet bin und mich nach vorne gekämpft habe. Nach dem Start war ich in einer harten Gruppe und es war schwierig zu überholen. Als die Pace der anderen Fahrer dann schlechter wurde, konnte ich aber vorbeigehen und war so schnell wie die Spitzengruppe. Leider hatte ich zuvor schon zu viel Zeit verloren."

Johann Zarco (Tech 3, Platz 5): "Ich bin zwar nur von P14 gestartet, aber das war nicht wirklich ein Problem für mich, denn mein Gefühl auf dem Motorrad war super. Im Rennen hat alles gepasst und ich konnte viele Fahrer überholen. Ich habe angegriffen, wenn es möglich war, und ansonsten meine Position gehalten. Nach dem Sturz in Katar war es mir wichtig, ins Ziel zu kommen und Punkte zu holen. Dass es dann gleich für die Top-Five gereicht hat, ist großartig."

Jonas Folger (Tech 3, Platz 6): "Das zweite Rennen in der MotoGP als Sechster zu beenden ist großartig, vor allem weil ich mich gestern Abend nicht gut gefühlt habe und Medikamente nehmen musste. Ich hatte aber einen guten Start und konnte in den ersten beiden Runden Selbstvertrauen tanken. Dann ist mir leider ein Fehler unterlaufen und ich bin auf Rang zehn zurückgefallen. Ich habe aber dann meinen Rhythmus wieder gefunden und konnte am Ende noch Petrucci abfangen."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, Platz 7): "Es war ein gutes Rennen. Ich bin gut gestartet und hatte ein tolles Gefühl. Leider konnte ich nicht das Meiste aus dem Bike rausholen. Ich habe mit Pedrosa und Zarco gekämpft, aber nach der ersten Rennhälfte hatte ich nicht mehr genug Traktion. Ich wollte das Rennen in den Top-8 beenden und ich habe mein Ziel erreicht."

Scott Redding (Pramac Racing, Platz 8): "Es war schwierig. Ich habe bessere Leistungen erwartet, vor allem in der Mitte des Rennens. Am Anfang hatte ich nicht genug Speed. Ich konnte den Vorderreifen nicht auf Temperatur bringen, deshalb hatte ich nicht so viel Speed wie im Warm-Up. Dann wurde es besser. In den letzten Runden musste ich aggressiv und klug sein, um gegen Millers Attacken zu halten und Achter zu werden."

Kampf um Platz acht in Argentinien: Jack Miller und Scott Redding - Foto: Marc VDS

Jack Miller (Marc VDS, Platz 9): "Im Rennen habe ich mich so gut gefühlt wie am ganzen Wochenende über nicht. Endlich konnten wir den Speed abrufen, wenn es nötig war. Ich bin gut gestartet und konnte mit der schnellen Gruppe mithalten. Allerdings habe ich mich mit dem vollen Tank zu Rennbeginn nicht richtig wohl gefühlt und habe ein paar kleine Fehler gemacht. Die haben mich Zeit gekostet."

Karel Abraham (Aspar, Platz 10): "Mit diesen sechs Punkten bin ich wirklich glücklich. Mir war klar, dass wir nicht um das Podium kämpfen werden. Das Qualifying gestern war unglaublich, weit über meinen Erwartungen. Der heutige Tag war mit dem Sturz im Warm Up aber nicht einfach, weil wir das Rennen mit dem Ersatz-Bike bestreiten mussten. Ich war deshalb etwas nervös. Das Bike hat zum Glück aber einwandfrei funktioniert."

Loris Baz (Avintia Racing, Platz 11): "Ich bin enttäuscht, denn wir haben eine großartige Chance verpasst. Ich habe alles verloren, als Jorge vor mir gecrasht ist. Ich musste von der Strecke gehen, um ihn nicht überzufahren. Ich habe viel Zeit verloren und auch, wenn ich alles gegeben habe, um aufzuholen, war mein Vorderreifen zerstört. Ich konnte nicht angreifen. Ich hätte heute die Pace gehabt, um mit Folger und Petrucci mitzuhalten."

Tito Rabat (Marc VDS, Platz 12): "Vor dem Rennen war es mit dem Regen im Qualifying ein schwieriges Wochenende, aber am Sonntag habe ich mich dann gut gefühlt. Ich hatte einen starken Rhythmus und ich freue mich sehr über das Resultat. Ich hatte einen tollen Kampf um den zwölften Platz mit einer Gruppe von vier Fahrern, den ich gewinnen konnte. Das ist gut für mein Selbstvertrauen."

Hector Barbera (Avintia Racing, Platz 13): "Es war ein schweres Wochenende für mich, denn ich konnte mein Biest nicht zähmen. Wir haben alle möglichen Settings ausprobiert, ich bin während des ganzen Wochenendes nicht zweimal mit der gleichen Konfigurierung gefahren. Jetzt ist es offensichtlich, dass wir das Bike nicht an meinen Fahrstil anpassen können. Das ist jetzt also meine Aufgabe."

Pol Espargaro (KTM, Platz 14): "Wir haben heute zum ersten Mal in der Geschichte von KTM MotoGP-Punkte geholt. Damit müssen wir natürlich glücklich sein. Andererseits glaube ich aber, dass wir mehr erreichen hätten können. Uns fehlt aber leider noch der Speed auf den Geraden, um Fahrer wie Barbera oder Rabat zu überholen. Das ist schade, weil wir heute insgesamt schneller gewesen wären und vor ihnen landen hätten können. Wir haben also noch Schwächen, aber wir machen Schritte nach vorne und sehen ein Licht am Ende des Tunnels."

Bradley Smith (KTM, Platz 15): "Das ist ein großartiger Tag für das gesamte Team. Wir haben seit Katar gute Schritte nach vorne gemacht, denn dort waren wir noch nicht in der Lage, mit der Gruppe vor uns zu kämpfen. Hier konnten wir fast das ganze Rennen an Barbera und Rabat dranbleiben, haben uns also um drei bis vier Sekunden gesteigert. Natürlich müssen wir uns weiter verbessern, aber momentan können wir mit den Steigerungen von Rennen zu Rennen zufrieden sein."

Erfolgreich: Pol Espargaro und Bradley Smith sammelten in Argentinien die ersten Punkte für das KTM-Team - Foto: KTM

Andrea Iannone (Suzuki, Platz 16): "Die Ride-Through-Strafe war meiner Meinung nach zu hart. Im letzten Jahr wurden die Regeln ja geändert. Es ist nicht mehr generell verboten, eine Bewegung vor dem Start zu machen, sondern nur, wenn man daraus einen Vorteil zieht. Ich glaube nicht, dass das der Fall war. Dann wurde ich in Kurve eins auch noch berührt. Aus diesen beiden Gründen bin ich weit zurückgefallen, was mir das Rennen verdorben hat. Das ist schade, denn meine Pace hätte wohl für die Top-6 gereicht."

Andrea Dovizioso (Ducati, DNF): "Es war ein seltsames Rennen, denn auch wenn ich nicht viel Grip hatte und kaum konkurrenzfähig war, konnte ich früh im Rennen gut aufholen. Dann habe ich mit Danilo gekämpft, der immer spät bremst. Ich wollte ihn im richtigen Moment überholen, aber dann hat mich Aleix’ Bike getroffen und ich bin gecrasht. In Argentinien habe ich einfach kein Glück. Ich bin bitter enttäuscht, denn wir hätten gute Punkte mit Platz fünf nach Hause bringen können."

Aleix Espargaro (Aprilia Gresini, DNF): "In der Anfangsphase war ich etwas langsamer als die anderen Fahrer, aber dann begann alles für mich zu laufen. Leider ist genau in dieser Phase Dovi von der Linie abgekommen und ich wollte innen durch. Leider musste ich aber zu hart bremsen und habe das Vorderrad verloren. Es tut mir wirklich Leid für Andrea. Gleichzeitig ist es aber auch für uns schade, denn wir hätten uns in der zweiten Rennhälfte gut schlagen können."

Dani Pedrosa (Repsol Honda, DNF): "Mein Start war gut, aber dann habe ich viel Zeit in den Kämpfen mit Petrucci und Zarco verloren. Als ich sie überholt hatte, habe ich mächtig gepusht, denn ich wollte zur Spitzengruppe aufschließen und um das Podium kämpfen. Leider bin ich dann in der zweiten Kurve gestürzt. Dort sind einige Wellen, was das Fahren sehr unangenehm macht, weil der Grip einmal da ist, dann wieder nicht."

Sam Lowes (Aprilia Gresini, DNF): "Am Start habe ich etwas an Boden verloren, konnte dann aber aufholen. Meine Pace war gut und ich konnte um die Punkte kämpfen. Dann hatte ich aber leider ein Getriebeproblem und musste an die Box kommen. Das Wochenende hier war trotzdem gut für mich, denn ich habe mich nach einigen Veränderungen am Motorrad schon viel wohler gefühlt als in Katar."

Pech: Jorge Lorenzo kam in Argentinien nur eine Kurve weit - Foto: Repsol

Alex Rins (Suzuki, DNF): "Es war ein anstrengendes Wochenende. Wir wussten, dass es mit der Verletzung hart wird. Ich hatte an allen drei Tagen Schmerzen, aber wir wollten unbedingt ins Rennen. Trotz des Starts von ganz hinten bin ich zufrieden mit mir selbst, denn ich bin ruhig geblieben und gut gestartet. Während des Rennens waren meine Schmerzen erträglich, aber beim Bremsen war es schlimm. Nach einigen Kurven habe ich versucht, in Kurve 13 zu überholen, dann habe ich aber die Kontrolle verloren und bin gecrasht. Das hat meinen Schmerz verschlimmert und ich konnte nicht weiterfahren."

Marc Marquez (Repsol Honda, DNF): "Ich habe mich heute sehr wohl auf dem Motorrad gefühlt, nachdem wir im Warm Up große Fortschritte mit dem Setup gemacht haben. Der Sturz kam dann leider völlig unerwartet. Ich habe nur einen kleinen Fehler gemacht, dafür aber einen hohen Preis bezahlt. Zum Glück bin ich okay, aber solche Fehler sind enttäuschend."

Jorge Lorenzo (Ducati, DNF): "Ich bin gut gestartet und konnte vier oder fünf Fahrer überholen. Aber als ich in die erste Kurve gefahren bin, war alles sehr chaotisch. Viele Fahrer wollten jemand anderen beim Bremsen überholen. Leider war ich innen und konnte mich selbst nur noch auf Iannone zufahren sehen. Leider habe ich sein Hinterreifen berührt und bin gecrasht. Es ist sehr schade, denn ich habe nicht mal die erste Kurve des Rennens beendet. Ich hatte heute wirklich ein gutes Gefühl für mein Bike. Jetzt müssen wir nach vorn schauen und unsere Arbeit so gut weitermachen, wie wir es bisher tun."


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