MotoGP - Katar-Test: Die Stimmen zum dritten Tag

Die Reaktionen zum letzten Tag vor dem ersten Wochenende

Der dritte MotoGP-Testtag in Katar stand im Zeichen der Rennsimulationen. Das Fazit der Fahrer am letzten Tag vor dem ersten Rennen:
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Maverick Vinales (Yamaha, Platz 1): "Wir haben mit dem Motorrad einen weiteren Schritt nach vorne gemacht und ich fühle mich sehr wohl damit. Sogar mit der Rennpace sind wir recht zufrieden. Ich denke, wir können die Elektronik noch verbessern und da ein paar Zehntelsekunden gewinnen. Wir haben also immer noch Verbesserungsspielraum. Wenn wir beim ersten Rennen eine ähnliche Leistung zeigen können wie beim Test, dann können wir um den Sieg kämpfen."

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 2): "Jeden Tag waren die Bedingungen hier anders, aber das war sehr nützlich für die Rennvorbereitung. Wir waren stark unterwegs, aber mit meiner Rennpace bin ich nicht ganz zufrieden. Sie ist zwar gut, aber es reicht noch nicht, denn Vinales war sehr schnell. Aber auf jeden Fall haben wir viel Arbeit hinter uns gebracht."

Dani Pedrosa hat ein gutes Gefühl aufgebaut - Foto: Repsol

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 3): "Wir mussten noch ein paar Dinge aussortieren, aber haben schrittweise das Gefühl, die Rundenzeit und unseren Rhythmus verbessert. Auch, wenn noch Arbeit auf uns wartet, haben wir doch Vertrauen gewonnen. Die Strecke liegt mir zwar nicht, aber das Team hat einen großartigen Job gemacht und wir haben uns immer weiter verbessert."

Jorge Lorenzo (Ducati, Platz 4): "Der Tag heute war wesentlich besser als die letzten beiden. Es lief allgemein sehr gut, ich habe meine beste Platzierung in diesem Winter erreicht. Wir haben unsere Pace stark verbessert und ich konnte auch ein paar gute Zeiten fahren. Wir müssen aber noch an der Rennpace arbeiten und den richtigen Reifen für das Rennen auswählen. "

Alvaro Bautista (Aspar, Platz 5): "Wir haben heute etwas gefunden, das uns noch mehr Pace und Zuversicht gegeben hat. Durch den Sturz habe ich zwar etwas Zeit verloren, aber wir haben unser Programm trotzdem durchgebracht. Unsere Rennsimulation am Ende lief gut, ich habe mich wirklich wohl auf dem Bike gefühlt. Dort ist mir auch meine beste Zeit in diesen drei Tagen gelungen, das ist wichtig und gut fürs Selbstvertrauen."

Scott Redding (Pramac, Platz 6): "Nach den Schwierigkeiten in Malaysia und Australien bin ich froh, wie die Dinge hier gelaufen sind. Vor allem beim Gefühl für die Front haben wir einen guten Job abgeliefert. Es gibt noch einiges zu tun, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Aber ich glaube, bei der Zeit-Attacke könnte ich noch schneller sein."

Jonas Folger legt in Sachen Rennpace zu - Foto: Tech 3

Jonas Folger (Tech 3, Platz 7): "Unser Fokus lag heute auf der Rennsimulation. Die lief recht gut, denn ich war heute sehr konstant unterwegs. Es war interessant zu sehen, wie die Reifen arbeiten. Da habe ich wertvolle Erfahrung gesammelt, denn jetzt habe ich eine Idee davon, was mich im Rennen erwartet. Ich habe viel gelernt und wieder sehr viel Vertrauen zum Bike aufgebaut, vor allem bei der Rennsimulation. Das war nach dem Sturz auf Phillip Island wichtig."

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 8): "Wir konnten heute unseren Plan erfüllen. Wir sind einen Longrun über 16 Runden gefahren, aber leider hatte ich einen kleinen Fehler mit den Knöpfen am Lenker gemacht. Aber trotzdem sind wir ganz zufrieden. In meiner letzten Runde habe ich für eine gute Zeit gepusht, aber ich bin gestürzt weil ein Teil defekt war, das wir uns gestern beschädigt haben."

Johann Zarco (Tech 3, Platz 9): "Die Rennsimulation heute war wichtig, denn so habe ich wertvolles Erfahrungen zum Verhalten des Bikes über die Renndistanz gesammelt. Auch wenn ich nicht superschnell war: Erfahrung sammeln war wichtiger, noch dazu war ich sehr konstant. Mein Vertrauen ist hier stark angestiegen, und am Ende konnte ich noch einiges aus den weichen Reifen herausholen, indem ich eine solide Runde gefahren und mich in eine gute Position gebracht habe."

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 10): "Das war nicht der beste Test heute, ich bin drei Mal gestürzt. Beim ersten Mal, zu Beginn, wurde das Bike in Kurve vier unruhig und ich habe spät gebremst. Danach habe ich zwei Mal die Front verloren, und vor allem der letzte Sturz in meiner Rennsimulation war meine Schuld. Aber auf den Longruns musst du pushen, sonst siehst du nicht, wo du wirklich stehst. Aber es ist besser, wenn das jetzt beim Test passiert."

Valentino Rossi fühlt sich nicht bereit fürs Rennen - Foto: Yamaha

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 11): "Wir wollten unser Programm von gestern fortsetzen, aber leider hatten wir nicht das gleiche Gefühl und den gleichen Speed wie gestern. Es sieht so aus, als hätten sich die Bedingungen verändert und wir waren nicht in der Lage, uns zu verbessern. Ich denke, wir sind noch nicht bereit. Wir verstehen nicht zu 100 Prozent, wie wir das Maximum aus dem Bike herausholen können."

Andrea Iannone (Suzuki, Platz 12): "Heute war der beste Tag, denn wir haben etwas ganz wichtiges verstanden. Am Ende habe ich mich noch stark verbessert, und noch dazu hatten wir einen Geistesblitz. Der hat uns geholfen zu verstehen, in welche Richtung wir gehen müssen. Wir haben aber immer noch etwas Chattering, vor allem in Kurve 6, wo ich nicht so bremsen und einlenken kann, wie ich möchte."

Karel Abraham (Aspar, Platz 13): "Körperlich war es ein sehr schlechter Tag, ich glaube, ich habe mir eine Erkältung oder sowas eingefangen. Das hat mich ziemlich frustriert, aber wir haben versucht zu arbeiten. Wir haben ein paar Dinge mit der Elektronik ausprobiert und das hat sich ausgezahlt. Aber ich war heute einfach nicht ich selbst."

Alex Rins (Suzuki, Platz 14): "Der Tag heute hat uns einen weiteren Schritt nach vorne erlaubt, nicht auf eine Runde, sondern bei der Rennpace. Mit der Performance sind wir ganz zufrieden. Im Hinblick auf das Rennen wartet noch etwas Arbeit auf uns, aber wir wissen, welchen Weg wir gehen müssen. Trotz des Sturzes in Valencia lief die Testsaison insgesamt ganz gut für mich. Ich konnte schnell die Pace finden und mich ans Bike anpassen."

Aleix Espargaro ist zwei Mal gestürzt - Foto: Aprilia

Aleix Espargaro (Aprilia, Platz 15): "Mein Gefühl am Anfang war gut, ich war auch auf gebrauchten Reifen schnell. Wahrscheinlich lag es zum Teil daran, dass ich etwas zu hart auf dem weichen Reifen gepusht habe und dann auf einer guten Runde gestürzt bin. Ein zweiter Sturz hat mich dann dazu gezwungen, das Ersatzmotorrad mit dem schlechteren Motor und der schlechteren Elektronik zu benutzen. Daher konnte ich mich am Ende nicht mehr steigern."

Jack Miller (Marc VDS, Platz 16): "Ich bin zufrieden mit meiner Konstanz im Longrun und meine Pace war auch gut. Wenn wir wieder hierher kommen, müssen wir also nur in der gleichen Richtung weiter arbeiten. Die Rundenzeit am Ende war schön, auch wenn sie nicht so schnell war wie ich es gerne gewollt hätte. Wir haben es einfach nicht perfekt hinbekommen, aber das bedeutet auch, dass ich noch was im Ärmel habe."

Loris Baz (Avintia, Platz 17): "Ich bin heute die schnellste Runde über alle drei Tage mit dem harten Reifen gefahren, und auch auf dem weichen konnten wir uns verbessern. Es wäre möglich gewesen, noch ein bisschen schneller zu fahren, aber der letzte Vorderreifen, den ich aufgezogen habe, hat nicht ganz so gut funktioniert. Ich reise zufrieden ab, wir sind hier und auch schon in Australien nicht gestürzt."

Danilo Petrucci (Pramac, Platz 18): "Wir hatten auch heute noch so viele Dinge auszuprobieren. Aber das Problem ist, dass ich nicht genug Zeit auf der Strecke verbracht habe. Daher war es schwer, die Pace zu finden. Immerhin lief es in der Rennsimulation gut. Natürlich sollte ich mit einem frischen Reifen schneller sein, aber das zählt nicht, wenn man an die Renndistanz denkt."

Danilo Petrucci vermisst Streckenzeit - Foto: Pramac

Sam Lowes (Aprilia, Platz 19): "Es mag komisch klingen, aber am Ende des Tages, als ich gestürzt bin, haben wir das richtige Setup für die RS-GP gefunden. Wir hatten viele Dinge auszuprobieren und das hält uns manchmal davon ab, uns auf die pure Performance zu konzentrieren. Im Moment ist aber das Gefühl wichtiger als die Rundenzeit, ich habe auch in den schlechten Situationen viel gelernt."

Tito Rabat (EG Marc VDS, Platz 20): "Ich hatte wegen meiner Verletzung nicht erwartet, dass ich mich hier in Katar derart wohl auf dem Bike fühle. Die meiste Zeit war ich auf dem Rennreifen unterwegs und ich bin happy darüber, dass ich damit 56er-Zeiten fahren konnte. Das ist wichtiger als eine einzelne schnelle Runde. Darüber müssen wir dann nachdenken, wenn wir für den Grand Prix wieder herkommen, denn ich konnte heute nicht vom weichen Reifen profitieren."

Pol Espargaro (KTM, Platz 21): "Katar ist wohl die schwierigste Strecke für uns. Wir sind etwas weiter zurück, als wir uns das gewünscht hätten, haben un saber auch hauptsächlich auf Longruns konzentriert. Es war uns wichtig, zu analysieren, was da mit dem Motorrad passiert. Außerdem haben wir wieder viele neue Teile getestet. Wir haben ein paar gute Ideen, aber natürlich könnten die Rundenzeiten besser sein. Verglichen mit den anderen Motorrädern verlieren wir immer noch beim Beschleunigen und auch in den Kurven. Beim Anbremsen sind wir schon ganz gut dabei."

Bradley Smith (KTM, Platz 22): "Wir haben heute geklärt, mit welchen Teilen und welchem Chassis wir das Rennen fahren wollen. In den drei Tagen hier konnten wir uns um rund 2,5 Sekunden steigern, womit ich zufrieden bin. Vor allem mit der Elektronik haben wir gute Fortschritte gemacht. Unser Motorrad ist jetzt viel konstanter und die Reifen verhalten sich über eine Renndistanz gut. Was die reine Rundenzeit betrifft, müssen wir aber noch eine halbe Sekunde finden."


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