MotoGP - Valencia: Die Stimmen zum Training

Lorenzo unschlagbar, KTM-Debüt mit Schwierigkeiten

Strahlender Sonnenschein, warmer Asphalt, ein erstarkter Jorge Lorenzo und das Debüt eines neuen Fabrikats. Was die Fahrer zum Valencia-Auftakt sagten:
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Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo (Yamaha, Platz 1): "Ich fühle mich sehr gut und habe viel Grip. Michelin hat sehr gute Reifen mitgebracht. Wir haben eine neue Front ausprobiert und es war sehr seltsam. Es war beweglicher in den Kurven und der Hinterreifen hatte mehr Grip und wurde schneller warm. Ich habe mich gut damit gefühlt. Wir haben dann den weichen Hinterreifen ausprobiert, um zu sehen, ob er im Qualifying funktionieren würde. Wir haben deutlich gesehen, dass er besser als der Harte ist. Ich habe eine gute Rundenzeit gesetzt, also bin ich zufrieden. Wir haben das letzte Rennwochenende für Yamaha so gut wie möglich begonnen. Marquez ist sehr stark und Vinales ist auch schnell. Es wird sehr eng am Sonntag, wenn es ein trockenes Rennen wird. Das Wetter ist noch nicht stabil, deshalb wissen wir es nicht."

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 2): "Heute lief alles ganz gut, im Großen und Ganzen ist alles positiv. Es war wichtig, gut zu starten. Wir haben uns gezwungen, alle Reifen zu testen. Am Morgen haben wir beide weiche Reifen verwendet, ich bin einige Runden mit ihnen gefahren. Am Nachmittag habe ich dann nur harte Reifen probiert. Wir haben einige Runden mit verschiedenen Karkassen an der Front getestet und ich denke, dass wir einen guten Schritt vorwärts gemacht haben. Wir beenden den Tag und können mit unserer Arbeit zufrieden sein. Morgen versuchen wir auf demselben Weg weitermachen, denn mit Lorenzo, Rossi und Vinales konnten wir mithalten. Ich bin zufrieden mit meiner Pace, aber ich denke, dass wir uns morgen verbessern können."

Maverick Vinales (Suzuki, Platz 3): "Heute fühlte ich mich auf dem Bike wirklich wohl und Platz drei ist ein gutes Ergebnis für den ersten Tag. Wir fahren bereits mit einer starken Pace, und das fühlt sich auch gut an. Wir beweisen, dass unsere Leistung an die Spitze reicht, wir verbessern und ständig und sind immer bei den Topfahrern. Wir müssen noch etwas am Feintuning arbeiten. Die Strecke in Valencia ist ganz anders als Malaysia, wo wir beim letzten Rennen waren: Hier ist das Layout viel enger und mit engen Kurven, wo die Maschine beim Einlenken und der Beschleunigung schnell sein muss. Wir müssen dafür noch mehr Effizienz finden, weil unser Bike schnelle, fließende Kurven lieber mag, aber wir haben Raum für Verbesserung und gehören bereits zu den schnellsten."

Pol Espargaro sieht sich im Aufwärtstrend - Foto: Tech3

Pol Espargaro (Tech 3, Platz 4): "Heute war ein sehr vielversprechender Start ins Wochenende und ich bin glücklich und zufrieden. Es ist lange her, dass ich so viel Spaß daran hatte, meine Yamaha zu fahren, deshalb ist es schade, dass wir dafür bis zum letzten Rennen warten mussten. Was die Reifen betrifft, ging Michelin zum alten Aufbau zurück, den sie zu Saisonbeginn nutzten, und diese Reifen geben hinten viel Grip. Auf dieser Strecke können wir eine andere Mischung nutzen und so haben wir unseren Griplevel wirklich sehr verbessert und das ganze Bike funktioniert echt gut. Außerdem passt diese Strecke zu meinem Fahrstil und die Yamaha war hier immer stark. Deshalb war es ein sehr guter erster Tag mit vielen positiven Aspekten und jetzt versuchen wir, morgen unsere Fortschritte fortzusetzen, damit wir im Qualifying eine gute Leistung für mein letztes Rennen mit Tech3 zeigen."

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 5): "Ich bin zufrieden, denn wir haben das Wochenende auf dem richtigen Fuß beendet. Wir haben das gute Gefühl aus den letzten Rennen bestätigt. Valencia ist dennoch eine schwierige Strecke für uns, aber wir arbeiten daran, uns zu verbessern. Wir müssen das Setting verbessern, um mir eine bessere Performance im Kurvenausgang zu geben. Aber alles in allem lief es gut."

Aleix Espargaro (Suzuki, Platz 6): "Ich bin mit dieser Top-6-Position zufrieden, das ist ein gutes Gefühl und macht mich selbstbewusst. Heute Vormittag hatten wir einige Probleme mit dem Grip am Hinterreifen, aber schließlich nahmen wir einige Verbesserungen am Setup für den Nachmittag vor und ich fühlte mich wohler. Wir können am Vorderreifen immer noch etwas verbessern, die weichere Reifenmischung könnte man besser ausnutzen, also haben wir Raum für Verbesserungen. Es ist ein gutes Gefühl, nahe an der Spitze zu sein. Außerdem bin ich zuversichtlich, dass wir uns morgen weiter verbessern können."

Andrea Iannone haderte mit dem Einlenkverhalten seiner Ducati - Foto: Ducati

Andrea Iannone (Ducati, Platz 7): "Wir haben seit heute Vormittag ganz klar einen großen Schritt nach vorne gemacht: Wir haben uns sehr verbessert und so bin ich ziemlich zufrieden. Hier in Valencia haben wir aber einige Mühe, weil sich das Bike nicht so einlenken lässt, wie ich will, und ich die Schräglage vergrößern muss, um es zum Einlenken zu bekommen, sodass am Ende mehr Kraft auf den Reifen wirkt und ich Grip verliere. Wir arbeiten an diesem Aspekt, und auch wenn wir für den Augenblick noch eine halbe Sekunden von den Spitzenreitern entfernt sind, ist unsere Rennpace recht gut."

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 8): "Wir hatten ein kleines Problem am Bike, aber es ist ok. Wir hielten nur an, um keine größeren Probleme zu verursachen, aber jetzt ist es gut. Heute morgen lief es am Ende des Trainings nicht so schlecht, ich kam auf Platz zwei. Am Nachmittag hatte ich ein Problem, weil wir die härteren Reifen probierten, die wohl die Reifenwahl für das Rennen sein werden, aber ich hatte keinen Grip und war nicht schnell genug. Am Ende zog ich den Weichen auf und verbesserte meine Rundenzeit, aber trotzdem ist die Balance des Motorrads nicht ok. Ich bin mit dem Setup nicht zufrieden, also müssen wir daran arbeiten, es zu verbessern."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, Platz 9): "Wir sind sehr nahe an der Spitzengruppe, aber in Valencia sind zwei Zehntel im Vergleich mit anderen Strecken sehr viel. Ich bin recht zufrieden mit meiner Rundenzeit, aber ich denke lieber schon daran, das Bike für das Rennen einzustellen. Wir werden den Reifenverschleiß in den Griff bekommen müssen, weil wir sehen konnten, dass die Reifen schnell abbauen. Aber das Gefühl ist ok. Wir müssen einige Kleinigkeiten lösen, aber insgesamt bin ich zufrieden."

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 10): "Heute war insgesamt ein positiver Tag, aber es war auch schwierig, weil mir noch Kraft fehlt und ich einige Schmerzen habe. Ich habe außerdem Schwierigkeiten mit meinem rechten Bein, wie zu erwarten war. Zum Glück hat diese Strecke hauptsächlich Linkskurven, was eine ziemliche Erleichterung ist. Heute arbeiteten wir nicht so viel am Setup des Motorrads, sondern konzentrierten uns aufs Fahren und darauf, ein gutes Gefühl zu entwickeln. Das ist das erste Mal seit der Verletzung, dass ich meinen Körper so belastet habe, und ich bin ziemlich erschöpft, also muss ich mich jetzt im Hinblick auf Morgen einfach ausruhen. Wir werden sehen, wie ich mich fühle, und versuchen, uns zu verbessern, auch wenn wir Schritt für Schritt vorgehen müssen."

Dani Pedrosa klagte über Schmerzen - Foto: Repsol

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 11): "Heute war ein schwieriger Tag. Wir haben neue Dinge am Bike ausprobiert und haben dabei etwas Zeit verloren. Ich habe mich nicht richtig wohl gefühlt und hoffe, dass ich mich morgen verbessern kann. Wir werden uns heute Abend die Daten ansehen und sehen, wo wir uns verbessern können. Ich denke, dass eine bessere Pace als heute möglich wäre. Ich wurde auf meinem letzten Run etwas aufgehalten, deshalb weiß ich, dass es in vielen Bereichen noch Zeit gut zu machen gibt."

Scott Redding (Pramac Racing, Platz 12): "Nicht schlecht. Ich bin nicht glücklich, aber auch nicht enttäuscht. Ich muss das Gefühl finden, vor allem für die linken Kurven, denn auf der rechten Seite funktioniert es viel besser. Ich habe auch versucht, meinen Fahrstil zu ändern, aber in den Bremsbereichen hatte ich immer Probleme. Wir werden heute und morgen arbeiten, um herauszufinden, wie wir Fortschritte machen können und eine Reihe von Lösungen für die Reifen finden."

Hector Barbera (Avintia Racing, Platz 13): "Es war ein seltsamer erster Tag. Am Morgen war es ok, aber am Nachmittag habe ich den harten Vorderreifen benutzt und mochte ihn nicht. Wir haben uns auf dem weichen Reifen verbessert, aber dann habe ich einen neuen Satz Reifen aufgezogen, um anzugreifen und dann hatte ich Schwierigkeiten mit der Vorderbremse. Ich bin dann wieder auf die Strecke zurückgekehrt, aber ich habe mich nicht gut gefühlt. Ich freue mich, wieder zu Hause fahren zu können, denn die Strecke ist fantastisch für die Fans und auch für die Fahrer. Wir werden morgen unser Bestes geben, um ins QP2 zu kommen. Es ist nicht die beste Strecke für uns, aber wir werden 100 Prozent geben."

Jack Miller (Marc VDS, Platz 14): "Ich war mit meiner Leistung im FP1 sehr zufrieden, ich konnte mit dem neuen Hinterreifen eine gute Rundenzeit setzen. Nur ein paar Fahrer haben einen neuen Reifen am Ende der Session verwendet, aber am Nachmittag wurde die Pace schneller. Ich habe meine Rundenzeit im Gegensatz zum Morgen verbessert, deshalb hatte ich das Gefühl, das wir einen Schritt vorwärts gemacht haben. Ich habe den harten Reifen für den Großteil der zweiten Session verwendet, um uns auf das Setting für das Rennen zu konzentrieren. Das lief nicht allzu schlecht. Wir sind nicht weit weg von dem Punkt, an dem wir ankommen wollen."

Eugene Laverty war schneller, als er selbst erwartet hatte - Foto: Aspar

Eugene Laverty (Aspar, Platz 15): "Es war ein positiver Tag, weil meine Rundenzeit besser als mein Ziel war. Ich hoffte auf eine 1:32.0, was eine gute Rundenzeit gewesen wäre, aber wir schafften eine 1:31.7, und ich bin glücklich, weil mein Rhythmus gut ist. Ich war mir nicht sicher, ob wir mit unserem Bike auf dieser Strecke stark sein könnten, weil sie wirklich eng und kurvig ist, aber wir beenden den ersten Tag auf Platz fünfzehn und mit einer Rundenzeit, die schon eine Sekunde schneller ist als letztes Jahr. Morgen wollen wir uns weiter verbessern. Es ist mein letzter Grand Prix, also wäre es toll, es ins QP2 zu schaffen. Wenn das nicht gelingt, ist es nicht schlimm, weil ich trotzdem glaube, dass wir im Rennen am Sonntag stark sein können."

Stefan Bradl (Aprilia Gresini, Platz 16): "Es war ein ruhiger Freitag. Wir haben gut ohne drastische Veränderungen gearbeitet. Uns fehlt etwas Speed, aber es gibt keine speziellen Probleme. Wir arbeiten jetzt an ein paar Details, Wir analysieren die Daten, also werden wir Lösungen für morgen finden. Auf so einer flüssigen Strecke lässt sich das Bike noch nicht so wenden, wie wir es wollen würden, deshalb muss man es erzwingen. In Sachen Reifen habe ich keine großen Fragen in Bezug auf den Hinterreifen, für die Front müssen wir noch ein bisschen probieren. Im Moment tendiere ich zum Medium."

Alvaro Bautista (Aprilia Gresini, Platz 17): "Dieses Wochenende ist ein besonderer Anlass für uns. Das Bike ist wunderschön und es ist für einen sehr wichtigen Zweck, den wir unterstützen wollen, indem wir zur Sichtbarkeit beitragen, hoffentlich auch mit einem guten Ergebnis. Diese Strecke hat enge Kurven, wo es nicht einfach ist, das Bike gut einzulenken. Die Kälte hilft uns auch nicht, aber heute machten wir einen guten Job. Wir konzentrierten uns besonders auf den Vorderreifen, probierten verschiedene Lösungen und ich glaube, wir arbeiteten gut an diesem Aspekt. Am Hinterreifen hatten wir mehr Probleme zu lösen, weil uns in maximaler Schräglage Grip fehlt, und ich deshalb nicht so schnell aus den Kurven komme, wie ich möchte. Aber wir haben morgen Zeit, um eine Lösung zu finden und uns zu verbessern, denn nach den guten Resultaten in den letzten Rennen wollen wir unbedingt an den Spitzenleuten dranbleiben."

Yonny Hernandez landete im Kiesbett - Foto: Aspar

Yonny Hernandez (Aspar, Platz 18): "Ich bin kurz vor Ende der zweiten Session gestürzt. Ich war gerade eine gute Rundenzeit gefahren und pushte etwas mehr, aber ich ließ die Bremse los und verlor die Front. Es war ein typischer Crash für diese Saison, man verliert die Front und stürzt. Ich wusste, dass ich mich noch ein wenig verbessern konnte, also hinterlässt das heute einen schlechten Nachgeschmack. Morgen will ich in positiver Form weitermachen und ein gutes Qualifying liefern."

Bradley Smith (Tech 3, Platz 19): "Heute war es größtenteils geschäftig, aber positiv. Wir wissen, in welche Richtung wir gehen müssen. Das Setting und die Strecke sind komplett anders, als wir es von 12 Monaten in Erinnerung hatten. Deshalb haben wir viele Dinge verändert, um die richtige Balance des Bikes zu finden. Ich bin mit meiner Pace auf dem harten Hinterreifen ganz zufrieden, denn ich war Zwölfter und dicht an den anderen Yamaha-Piloten. Wenn wir die weichere Mischung gehabt hätten, hätten wir es vielleicht in die Top-10 geschafft."

Loris Baz (Avintia Racing, Platz 20): "Am Vormittag hatte ich das übliche Problem mit den Reifen. Aber heute Nachmittag konnten wir einen neuen Vorderreifen mit einem neuen Profil testen, der 2017 in der Auswahl von Michelin sein sollte. Das Gefühl war sofort besser, ich machte einen Schritt nach vorn und hatte mehr Vertrauen. Morgen werden wir am Setup arbeiten, um das Maximum aus diesem neuen Reifen herauszuholen, aber der erste Eindruck war gut. Jetzt habe ich weniger Chattering und kann das Bike so fahren, wie ich will, wie ich es in den ersten Rennen der Saison konnte. Es scheint, als gingen wir endlich in die richtige Richtung."

Tito Rabat (EG Marc VDS, Platz 21): "Im FP1 heute Morgen war ich sehr glücklich, weil ich mit einer guten Energie angefangen habe und ein gute Gefühl auf dem Bike hatte. Aber heute Nachmittag schlugen wir bei den heißeren Bedingungen die falsche Richtung ein. Wir versuchten, mit dem harten Vorderreifen zu arbeiten, fühlten uns damit aber nie wohl. Ich versuchte mein Bestes und gab mein Maximum, aber ich hatte heute Nachmittag nie dieses Gefühl, das mir erlaubte, bis an mein Limit zu pushen."

Mika Kallio debütierte auf der KTM - Foto: Tobias Linke

Mika Kallio (KTM, Platz 22): "Ich glaube, im Moment sind die Resultate, die wir erreichen, die Realität. Aber ich würde sagen, wir zeigte heute nicht unser Bestes. Die Lücke zur Spitze war zu groß. Drei Sekunden waren eine absolute Überraschung für uns. Wir dachten, wir könnten näher an den Schnellsten sein, deshalb sind wir nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Das Hauptproblem war, dass wir aus irgendeinem Grund nicht wirklich mit dem Reifen arbeiten konnten und überhaupt keinen Grip hatten."


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