MotoGP - Aragon: Die Stimmen zum Rennen

Marquez beendet Durststrecke mit Heimsieg

Nach Anlaufschwierigkeiten konnte Marc Marquez auch im MotoGP-Rennen von Aragon das Geschehen bestimmen. Hier die Stimmen vom Sieger und der Konkurrenz.
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Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin nicht so gut gestartet, aber ich habe in Runde eins angegriffen, weil mein Rhythmus gut war. Ich woltte führen, weil Rossi mir nicht folgen sollte. Dann habe ich den Fehler gemacht und bin danach ruhig geblieben. Mit Valentino habe ich dann zwei Runden gepusht und dann reichte es. Danach habe ich dann meinen Rhythmus gehalten. Das Ergebnis ist wichtig, denn Rossi hat bis hierher viele Punkte aufgeholt. Das haben wir heute gestoppt."

2. Jorge Lorenzo (Yamaha): "Ich bin heute Morgen gecrasht, deshalb bin ich heute wohl Zweiter geworden. Ich habe das erste Bike mit dem harten Reifen verwendet und mochte es. Der Weiche war nicht so gut, deshalb habe ich den nicht genommen. Ich habe im Rennen alles gegeben und wir sind dichter an den Sieger herangekommen, als wir gedacht hätten."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Wir haben mit einem anderen Setting begonnen und wollten an Ende stark sein. Da hatten wir dann aber viel Spinning, aber alle sind im selben Boot. Es ist schade, weil ich zwei Runden vor Ende weit gegangen bin. Wenn das nicht passiert wäre, hätte ich um den zweiten Platz kämpfen können."

Das Yamaha-Duell gegen Rossi ging an Lorenzo - Foto: Yamaha

4. Maverick Vinales (Suzuki): "Ein weiteres, positives Rennen für mich. Obwohl ich nie ganz zufrieden sein kann, wenn ich nicht auf dem Podium gelandet bin. Wir haben heute aber 100 % gegeben. Als der Grip stimmte, konnte ich eine wirklich gute Pace fahren. Ich lag sogar in Führung und habe mich sehr gut gefühlt. Die Rundenzeiten gingen mir leicht von der Hand. Dann hat aber der Hinterreifen plötzlich nachgelassen und da musste ich dann aufstecken. Beim Versuch die Pace zu erzwingen, habe ich ein paar Fehler gemacht, die mich dazu veranlasst haben, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Es war wichtig, nicht zu crashen und das Rennen zu beenden."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "In der Anfangsphase hatte ich Probleme, den Hinterreifen ins Arbeitsfenster zu bekommen. Dann haben mich Dani, Dovi und Aleix aufgehalten. Ich habe in den ersten Runden versucht, an ihnen vorbeizukommen, aber Dani hat einfach immer etwas besser aus der Kurve herausbeschleunigt. Es hat also zu lange gedauert, bis ich sie überholen konnte. Am Ende war meine Pace zwar so gut wie die der Jungs auf den Rängen zwei bis vier, aber da war es schon zu spät. Heute hätte ich also eine Chance auf das Podium gehabt, aber leider habe ich zu Beginn den Anschluss verloren."

6. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Leider hatten wir heute kein gutes Resultat, da wir ein sehr schwieriges Rennen hatten. Ich hatte von Anfang an nicht den richtigen Grip. Ich konnte am Kurvenausgang nicht den richtigen Speed mitnehmen und das hat sich in den ersten Runden als mein größtes Problem herausgestellt. Ich konnte das Gas am Kurvenausgang nicht aufmachen und habe so auf die Fahrer vor mir an Boden verloren. Ein paar Runden später habe ich Vibrationen am Vorderreifen bekommen. Ich habe versucht mit Crutchlow zu kämpfen, aber ich musste Pace rausnehmen."

Misano-Sieger Dani Pedrosa wurde in Aragon nur Sechster - Foto: Repsol

7. Aleix Espargaro (Suzuki): "Ich hatte höhere Erwartungen für das Rennen. Besonders zu Rennbeginn hatte ich erwartet, konkurrenzfähiger zu sein, da wir morgens im Warm-Up gute Fortschritte gemacht hatten, die mir Hoffnung gaben. Der Start war gut, aber dann habe ich mich schwer getan, in der zweiten Rennhälfte um Platz fünf zu kämpfen. Als ich es endlich geschafft hatte, war es zu spät, um die Gruppe davor noch einzuholen."

8. Pol Espargaro (Tech3 Yamaha): "Ich muss sagen, dass ich von mir und dem Resultat ein wenig enttäuscht bin. Ich habe mich auf dem Motorrad wirklich gut gefühlt und war sehr zuversichtlich, aber leider habe ich zu Beginn des Rennens einen Fehler gemacht und bin am Ende der Gegengeraden weit gegangen. Dort habe ich den Anschluss an die Gruppe vor mir verloren. Ohne diesen Fehler wäre ich wahrscheinlich in der Lage gewesen, vor Dani und meinem Bruder ins Ziel zu kommen."

9. Alvaro Bautista (Aprilia): "Ein gutes Wochenende für uns, das wir mit einem doppelten Top-10-Resultat abschließen konnten. Ich habe im Rennen mit Hernandez und Dovi gekämpft und es geschafft, sie zu überholen. Danach lag ich hinter Pol, dessen Rundenzeiten sehr ähnlich waren. Wir konnten die Pace halten und ich habe gesehen, dass wir auf die Gruppe, die um den fünften Platz kämpfte, aufschlossen. Aber gegen Rennende hatte ich mit dem Hinterreifen kein ganz so gutes Gefühl mehr. So oder so ist der neunte Platz ein gutes Resultat für Aprilia und mich. "

10. Stefan Bradl (Aprilia): "Ich bin glücklich mit den Top-10. Wir haben in Sachen Setup seit Misano einen Schritt nach vorne gemacht, besonders in der Anbremsphase. Das gibt mir ein besseres Gefühl für das Vorderrad. Natürlich gibt es immer noch viel Raum für Verbesserungen. Ich habe jetzt hohe Erwartungen an mich für den Saisonabschluss."

Starke Vorstellung von Stefan Bradl in Aragon: Platz zehn - Foto: Aprilia

11. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich fühle mich wegen dem Ergebnis heute wirklich schlecht, denn wir haben das ganze Wochenende über gut gearbeitet. Nach einem guten Samstag, an dem wir eine gute Rennpace gefunden hatten und einem Startplatz in der zweiten Reihe, war ich mir sicher, dass wir um das Podest kämpfen können. Leider hat nach vier Runden der Vorderreifen an Grip verloren, was mir ein paar Probleme bereitet hat. Danach hatte ich starke Vibrationen und musste Tempo rausnehmen. Unter dem Strichhaben wir trotz guter Arbeit an diesem Wochenende das Rennen nur auf dem elften Platz beendet, was eine echte Enttäuschung ist."

12. Michele Pirro (Ducati): "Das Ziel für heute war ein Platz in den Top-10, doch leider habe ich im Kampf zu Beginn des Rennens beim Überholen ein paar Fehler gemacht. Ab Rennmitte hatte ich starke Vibrationen. Da ich sehen konnte, dass ich die Jungs vor mir nicht einholen kann, habe ich nur versucht, mein Rennen zu beenden. Ich bin von dem Ergebnis enttäuscht, denn meiner Meinung nach hatten wir das Potential, um unter die ersten Zehn zu fahren."

13. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Im Rennen bin ich auf der ganzen Strecke nur herumgerutscht und ohne Traktion war das Bike auch auf den Geraden nicht schnell. Pirro hat mich in der ersten Runde berührt und ich wurde von der Strecke gefegt. Davon musste ich mich dann erstmal wieder erholen, aber ich denke nicht, dass das Resultat ohne den Zwischenfall ein anderes gewesen wäre. "

14. Eugene Laverty (Aspar Ducati): "Es war nicht einfach am Start mit dem vollen Tank. Aber dann habe ich einen guten Rhythmus gefunden, zusammen mit Pirro. Ich wollte ihn am Ende der Gegengeraden überholen, doch der Vorderreifen war zu weich und das Motorrad wurde unruhig. Ich bin dann von der Strecke abgekommen und habe eine Positionen verloren. Am Ende waren wir aber nicht sonderlich weit von der schnellsten Ducati entfernt, daher denke ich, dass wir ziemlich zufrieden sein können. "

15. Nicky Hayden (Honda Marc VDS): "Ich muss sagen, dass das Rennen für mich der beste Teil des Wochenendes war. Ich habe am Freitag unterschätzt, wie lange es dauern würde, mit dem Paket auf Tempo zu kommen. Im Rennen war ich in der Lage mit Pirro, Barbera und Laverty mitzuhalten, die am Freitag alle noch zwei Sekunden schneller als ich waren. Ich hatte einen guten Start und habe den Kampf mit den anderen Jungs wirklich genossen. Je mehr Runden ich fuhr, desto besser fühlte ich mich. Ich wünschte, es wäre wie bei den Superbikes und wir könnten noch ein zweites Rennen fahren. "

Nicky Hayden holte bei seinem Comeback einen Punkt - Foto: Marc VDS

16. Yonny Hernandez (Aspar Ducati): "Ich habe mich darauf konzentriert, einen guten Start hinzulegen und das ist mir offensichtlich auch gelungen. Wir sind konkurrenzfähig, solange die Reifen halten und für die erste Rennhälfte war ich dazu in der Lage, um die Top-11 zu kämpfen. Ab Rennmitte konnte ich nur noch versuchen, meine Position zu verwalten. Es ist frustrierend, wenn du weißt, dass du schneller fahren könntest, aber von allen überholt wirst, weil kein Grip da ist."

17. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es tut mir sehr leid, was mit Scott in der ersten Kurve passiert ist. Ich hatte Probleme mit dem Motorrad und konnte nicht richtig Verzögern. Ich konnte nicht anders, als weit zu gehen. Unglücklicherweise habe ich Scott berührt. Es hat sich für mich nicht wie eine besonders heftige Berührung angefühlt, aber es war anscheinend hart genug, um ihn von der Strecke zu drücken. Ich schäme mich wirklich. Er ist sehr sauer und ich werde mich entschuldigen."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es war ein hartes Rennen, von der ersten bis zur letzten Runde. Mein Ziel war es, ins Ziel zu kommen, und ein paar Daten zu sammeln und das Rennen als Trainingssession zu nutzen. Wir sind fast 20 Sekunden hinter Hector ins Ziel gekommen. Er war pro Runde eine Sekunde schneller als ich. Ich bin körperlich noch nicht fit genug, um überhaupt eine oder gar eine halbe Renndistanz mit diesen Motorrädern zu fahren. Somit haben wir heute schon etwas Positives erreicht."

19. Scott Redding (Pramac Ducati): "Es tut mir sehr leid, was passiert ist. Es ist keine schöne Angelegenheit, wenn so etwas zwischen zwei Teamkollegen passiert. Ich hatte einen ziemlich guten Start, aber dann wurde ich durch die Berührung herausgedrückt und ich konnte den Crash nicht mehr verhindern. Ich bin zwar bis ins Ziel weitergefahren, aber es war sehr frustrierend. "

Redding und Petrucci kollidierten in der Startphase - Foto: Pramac

DNF: Tito Rabat (Honda Marc VDS): "Nach dem Unfall im Warm-Up hat mir für das Rennen etwas das Selbstvertrauen gefehlt. Ich hatte dann einen schlechten Start und war auf den ersten Runden ziemlich vorsichtig, da ich wegen dem schlechten Gefühl für das Vorderrad besorgt war. Als ich einmal in meinen Rhythmus gefunden hatte, habe ich mich ziemlich gut gefühlt und konnte meine Pace wieder steigern. Aber dann habe ich wieder die Front verloren und bin gecrasht. "

DNS: Alex Lowes (Tech3 Yamaha): "Es ist wirklich eine Schande, dass ich meine Zeit in der MotoGP nicht auf eine positivere Weise beenden konnte. Ich habe die Erfahrung aber sehr genossen und auch das ganze Team hat mich sehr gut empfangen. Ich habe viel gelernt. Auch wenn es hier nicht so gut lief, Silverstone und Misano waren fantastisch. Ich kann mit Freude auf den vergangenen Monat zurückblicken, der mich als Motorradrennfahrer definitiv weitergebracht hat. Ich hoffe, ich kann in Zukunft nochmal in die MotoGP zurückkehren."


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