MotoGP - Silverstone-Boss: Seitenhieb nach GP-Verlust

Enttäuschung über Entscheidung

Silverstone verlor die MotoGP nach nur fünf Jahren wieder. Der Streckenchef ist darüber enttäuscht und zweifelt die Fähigkeiten der Wales-Betreiber an.
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Motorsport-Magazin.com - Silverstone ist die MotoGP vorerst los. Der Großbritannien GP wird 2015 in Donington ausgetragen und soll langfristig auf dem erst zu errichtenden Circuit of Wales eine neue Heimat finden. Direktor Richard Phillips ist über das Aus seiner Strecke nach nur fünf Jahren nicht erfreut.

"Wir haben viel in die Strecke und die Gebäude investiert, im speziellen um das MotoGP-Rennen ausrichten zu dürfen. Und wir haben den britischen Grand Prix zu einem höchst erfolgreichen Event gemacht", sagte Phillips. "Silverstone hat das Rennen in den letzten fünf Jahren auf ein komplett neues Niveau gehoben."

Wir sind schwer enttäuscht, diesen Event 2015 nicht mehr ausrichten zu dürfen.
Direktor Richard Phillips

"Wir wollten die MotoGP in Silverstone behalten, können es uns aber nicht leisten weiter zu subventionieren. Wir sind schwer enttäuscht, diesen Event 2015 nicht mehr ausrichten zu dürfen", gab der Strecken-Direktor zu. Die Lobbyisten der zukünftigen Strecke in Wales hätten sich bei Dorna schließlich durchgesetzt. Donington sei im kommenden Jahr somit Lückenbüßer und Nutznießer zugleich.

"Wir haben ein äußerst vernünftiges Angebot gemacht, aber es sieht so aus, als würde der Circuit of Wales, der keinerlei Erfahrung in der Ausrichtung eines Grand Prix hat, glauben, er könnte es besser als wir", führte Phillips aus.

Abschließend gab der Silverstone-Direktor den Verantwortlichen noch einen kleinen Seitenhieb mit: "Wir wissen aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, einen qualitativ hochwertigen Großbritannien GP auszurichten. Für Teams und Fans hoffen wir, dass diese Entscheidung keinen Rückschritt bedeutet."


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