MotoGP - Redding bester Brite beim Heimrennen

Kleine Erfolge für Open-Fahrer

Scott Redding ließ seine Landsleute beim Heimrennen hinter sich. In der Open-Kategorie kam er an Aleix Espargaro aber nicht vorbei.
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Motorsport-Magazin.com - Für die Open-Piloten der MotoGP war der britische Grand Prix durchaus erfolgreich. Schnellster Fahrer war mal wieder Aleix Espargaro, der Neunter wurde. Zu Beginn des Rennens lieferte er sich einige gute Zweikämpfe mit den Top-Fahrern, aufgrund seiner Reifenwahl (er war der Einzige, der auf den weichen Hinterreifen gesetzt hatte) war dieses Feuerwerk aber bald abgebrannt.

Espargaro hadert mit Top-Speed, Redding bester Brite

"Ich hatte einen großartigen Start und in den ersten Runden versucht, mit den vorderen Jungs mitzuhalten", erklärt Espargaro. Frustrierend war für ihn sein Defizit auf den Geraden, was ihm das Rennen im Kampf um Platz sechs mit Bruder Pol, Stefan Bradl und Andrea Iannone alles andere als leicht machte: "Verglichen mit anderen Rennen habe ich heute sehr viel in Sachen Top-Speed verloren. Ich habe viel auf den Geraden eingebüßt, während ich auf der Bremse wieder Zeit gut gemacht habe."

Mit einem Grinsen im Gesicht durfte Scott Redding auch heute durch das Paddock laufen. Der Brite erreichte bei seinem Heimrennen eine Top-10-Platzierung. "Ich bin glücklich, auch wenn ich zu Beginn des Rennens mit vollem Tank Probleme beim Bremsen und Einlenken hatte. So konnten mir die paar Jungs vor mir in den ersten Runden etwas davonziehen", hadert der Gresini-Pilot mit seinem Bike. Noch stolzer als die sechs Punkte für Platz zehn macht ihn aber die Tatsache, bester Brite gewesen zu sein: "Ich bin auch glücklich, weil ich in meinem Heimrennen als schnellster Brite die Zielflagge gesehen habe. Ich weiß, dass Smith ein Problem hatte, aber es war schön für mich, Cal zu schlagen."

Abraham mit Beginn unzufrieden, De Angelis holt auf

Mit Position 13 gelang Karel Abraham auch dieses Mal wieder die Fahrt in die Punkte. Was den Cardion-AB-Fahrer etwas verärgert: Ein womöglich besseres Resultat hatte er zu Rennbeginn verspielt. "Das war kein schlechtes Rennen, aber es wäre noch besser gewesen, wenn ich nicht in den ersten drei Runden so viel verloren hätte. Ich bin praktisch die gleichen Zeiten wie Crutchlow und Redding gefahren, konnte aber die Lücke nicht mehr schließen, die sie am Anfang herausgefahren haben", gesteht Abraham. "Auf der anderen Seite war die Lücke nach hinten auch groß. So konnte ich das Rennen ohne großes Risiko nach Hause fahren", fasst der Tscheche zusammen.

Alex De Angelis durfte sich als 15. auch über einen Punkt freuen. Für den Forward-Fahrer war es das erste Punkteresultat in der Königsklasse seit dem elften Rang in Laguna Seca 2013. Nach zwei Crashes im Warm-Up quälte sich De Angelis mit Schmerzen im Handgelenk über die Renndistanz. "Trotzdem bin ich zufrieden, denn wir haben die Lücke zu den Jungs vor uns erfolgreich verkleinert und uns die ersten Punkte verdient", freut sich De Angelis über die Fortschritte an diesem Wochenende.

Aspar-Fahrer vom Wetter kalt erwischt

Zwischen Abraham und De Angelis fuhr Aspar-Pilot Hiroshi Aoyama auf Position 14 durchs Ziel. Die warmen Temperaturen im Rennen machten dem Japaner zu schaffen: "Ich hatte Probleme am Kurvenausgang, das Bike hat sich viel bewegt und ich konnte den Kurvenspeed nicht halten." Aber nicht nur das Gefühl für das Motorrad war im Rennen nicht optimal: "Ich habe versucht, mit den Reifen hauszuhalten, aber die Rundenzeiten waren schlechter als erhofft, und ich habe auch einige Fehler in der ersten Rennhälfte gemacht, die mich Positionen gekostet haben."

Mit Platz 16 verpasste Aoyamas Teamkollege Leon Camier die Punkteränge beim Heimrennen nur knapp. Die gestiegenen Temperaturen im Rennen beeinflussten auch sein Rennen: "Wir haben im Vergleich zum restlichen Wochenende nichts verändert, aber das Gefühl war nicht das gleiche." Auch mit den Bremsen hatte der Brite zu kämpfen: "Nach ein paar Runden ist irgendetwas Komisches mit den Bremsen passiert und ich konnte nicht mehr so abbremsen, wie ich das wollte. Mit diesem komischen Gefühl musste ich meinen Fahrstil ändern, was mich ein paar Plätze kostete." Camier führt diese Vorfälle auf seine mangelnde Erfahrung zurück und bittet daher: "Wir brauchen mehr Zeit, um uns an dieses Motorrad und diese Meisterschaft zu gewöhnen."


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