MotoGP - Lorenzo macht eine wichtige Entdeckung

Keine Finger-Probleme für Rossi

Jorge Lorenzo und Valentino Rossi testeten am Montag in Brünn nicht nur einen neuen Motor, sondern auch den Prototyp der M1 für 2015.
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Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo beendete den Testtag in Brünn als Zweitschnellster. Der Mallorquiner brannte eine Bestzeit von 1:55.566 Minuten in den Asphalt, lag damit lange vorne, musste aber gegen Testende noch Marc Marquez weichen, der eine zweite Entwicklungsstufe der neuen Honda testet. Lorenzo selbst testete neben einigen neuen Teilen für sein aktuelles Bike und einem neuen Motor einen Prototyp der M1 für 2015, bei dem besonders das Chassis verändert war. "Wir haben ein paar Dinge für das Bike für nächstes Jahr probiert. Einige Aspekte fühlten sich ziemlich gut an, andere schlechter, aber allgemein besser", erklärte er.

Momentan haben wir nichts Besseres
Jorge Lorenzo

Insgesamt sei der Test positiv gewesen. "Ich hoffe, dass wir uns damit demnächst verbessern können", sagte der Yamaha-Pilot weiter. Der neue Motor sei dem aktuellen ziemlich ähnlich. "Er ist nur ein kleines bisschen anders. Momentan haben wir nichts Besseres." Das Chassis für nächstes Jahr gefiel dem zweifachen MotoGP-Weltmeister hingegen besser. "Es absorbiert die Unebenheiten besser, ist damit am Kurveneingang stabiler und ich kann schneller fahren. Leider ist es nicht möglich, das dieses Jahr schon zu nutzen."

Lorenzo weiß nicht, warum ihm Yamaha das neue Chassis noch nicht in dieser Saison liefern kann. "Es ist nicht unmöglich, aber es könnte schwierig werden. Jetzt haben sie ein paar Informationen und vielleicht können sie daraus etwas machen, um auch das aktuelle Bike zu verbessern. Ich hoffe, dass Yamaha etwas machen kann, um die Vorteile dieses Chassis' auf das aktuelle Bike übertragen zu können", sagte Lorenzo weiter.

Nachdem der 27-Jährige das Rennen am Sonntagmit einem weichen Vorderreifen bestritten hatte, machte er beim Test eine interessante Entdeckung: "Der harte war heute besser, der weiche ist zu weich. Es war das ganze Gegenteil: Ich hatte mit dem härteren weniger Chattering und weniger Problem mit den Unebenheiten. Es ist seltsam, dass sich die Dinge von einem Tag auf den anderen so stark verändern. Vielleicht war es mit dem Setting, das wir vor dem Warm-Up hatten einfach nicht möglich, den härteren Reifen zu nutzen. Mit dem Setting, das wir heute fanden, war die härtere Mischung besser."

Das ist nur ein kleiner Schritt, aber er ist schon besser
Valentino Rossi

Valentino Rossi bestätigte das Feedback seines Teamkollegen. "Wir haben den Prototyp des neuen Motors probiert. Das ist nur ein kleiner Schritt, aber er ist schon besser. Dann haben wir den Prototyp des neuen Bikes probiert. Wir haben uns ein bisschen verbessert, auf der Bremse und im Kurveneingang fühlt es sich nicht so schlecht an. Das Bike fühlt sich stabiler an. Aber was die Beschleunigung angeht, habe ich das Gefühl, dass wir ein bisschen verloren haben. Das liegt am Rahmen. Wir haben also etwas Gutes und etwas Schlechtes gefunden, woran wir noch arbeiten müssen. Aber es war sehr wichtig, das heute auszuprobieren", hielt er fest.

Rossi testete das neue Bike nur am Nachmittag, der vom Regen unterbrochen wurde. Am Ende des Tages belegte der Italiener Rang fünf, 1.035 Sekunden hinter Marquez. "Dann haben wir noch einige kleine Details für die nächsten Rennen probiert, aber nichts Wichtiges für die neue Saison. Jorge war auch schnell auf dem neuen Bike, er hat es am Morgen probiert, wo die Bedingungen meiner Meinung nach etwas besser waren. Jetzt haben wir Daten gesammelt, müssen diese auswerten und einen Weg finden."

Den neuen Motor beschrieb Rossi als sehr ähnlich dem alten. "Er scheint aber etwas mehr Power zu haben. Wir müssen jetzt sehr vorsichtig sein, denn wenn wir Wheelie oder Spinning haben, verlieren wir trotzdem Zeit." Das neue Chassis schon in dieser Saison einzusetzen kam dem neufachen Weltmeister noch nicht in den Sinn. "Ich weiß nicht, ob es möglich ist, weil ich noch nicht mit Yamaha darüber gesprochen habe, ob es möglich ist." Zumindest machte ihm sein Finger nach dem Sturz im vierten Freien Training kaum Sorgen. "Heute Morgen hatte ich eine Injektion vom Arzt, habe nichts gefühlt. Am Nachmittag hatte ein wenig Schmerzen, aber das wichtigste wird sein, dass die Wunde bis zum nächsten Rennen zuwächst", ergänzte er.


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