MotoGP - Open: Hernandez fährt der Konkurrenz davon

Ersatzmann Camier macht starke Fortschritte

Während Yonny Hernandez sich am Samstag in Brünn über den besten Open-Platz freuen konnte, sehen seine Mitstreiter noch Aufholbedarf.
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Motorsport-Magazin.com - Yonny Hernandez schaffte am Samstag in Brünn den Sprung in Qualifikation zwei und sicherte sich dann mit Rang zwölf den besten Open-Platz. "Ich bin sehr glücklich, dass ich nach der ersten Qualifying-Session in Q2 weiterkam", strahlte der Pramac-Fahrer. "Für mich ist es sehr wichtig, dicht an den Top-Fahrern dranzubleiben, um die Möglichkeit zu nutzen und immer mehr zu lernen." Der Kolumbianer plant am Sonntag nicht nur, in die Punkte zu fahren, sondern hofft auch, dass er es sogar in die Top-10 schafft.

Heute war es schwierig, denn ich hatte kein gutes Gefühl zum Bike
Scott Redding

Scott Redding schnappte sich noch den letzten Platz unter den besten 15. "Heute war es schwierig, denn ich hatte kein gutes Gefühl zum Bike", gab der MotoGP-Rookie zu, nachdem er nicht nur gegen den Grip an den Flanken, sondern auch mit der Traktion am Hinterrad zu kämpfen hatte. "Dazu bin ich in FT4 noch gestürzt, deshalb hatte ich vor dem Qualifying kein gutes Gefühl: Wir haben dennoch keine schlechte Arbeit geleistet, aber ich muss im Rennen morgen konstanter sein. Wir müssen etwas finden, das mir ein besseres Gefühl beim Bremsen und im Kurveneingang gibt und dazu sollten wir noch mehr Grip am Hinterrad finden."

Wir wissen, was wir tun

Hiroshi Aoyama landete nur knapp hinter seinem Open-Honda-Kollegen. "Gestern hatten wir zwei komplett verschiedene Sessions, also konnten wir nicht das beste Setup für das Bike herausarbeiten", begann er nach Rang 16. "Heute Morgen haben wir also noch ein paar Dinge gecheckt und dann eine Veränderung versucht. Wir machten gute Fortschritte und fuhren am Nachmittag fort. Den ganzen Tag fuhren wir eine konstante Pace. Natürlich müssen wir uns noch weiter verbessern und eine bessere Pace im Rennen finden, aber wir haben noch Raum für Verbesserungen und wir wissen, was wir tun", ergänzte der Japaner.

Karel Abraham will für die heimischen Fans alles geben - Foto: Honda

Karel Abraham fuhr beim Heim-Grand-Prix zu Startplatz 17. "Das ist definitiv nicht der Platz, den wir uns erträumt hatten, aber das Gute ist, dass wir unsere Rundenzeit im Vergleich zu den Freien Trainings verbessern konnten", sagte der Tscheche, der dicht hinter Redding und Aoyama lag. "Wir haben gut am Setup gearbeitet, aber wir haben noch immer etwas zu tun. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Lösung auch über die ganze Renndistanz funktioniert." Zumindest konnte der Cardion AB Pilot die Probleme mit dem Grip am Hinterrad teilweise beseitigen. "Unglücklicherweise beeinflusste das aber die Front. Ich hoffe, dass wir das noch lösen und morgen hier in Brünn ein gutes Rennen zeigen können", ergänzte Abraham.

Pace ist besser als in Indy

Nicky Haydens Ersatzmann Leon Camier kam über Rang 18 nicht hinaus und war damit nicht ganz zufrieden. "Obwohl wir heute eine starke und konstante Pace fuhren, bekam ich keine richtig gute Runde zusammen", sagte der Brite, der mit der Arbeit seines Teams aber mehr als zufrieden war und weiß, wo er sich noch steigern kann. "Um ehrlich zu sein glaube ich, dass unsere Fortschritte schon fast unglaublich sind. Wir konnten uns um einige Sekunden im Vergleich zu gestern verbessern, aber wir brauchen mehr Zeit, nachdem wir die Session gestern wegen den Regen verloren haben." Nach und nach schließe er die Lücke auf die Fahrer vor ihm. "Unsere Pace hier ist besser als in Indy und hoffentlich können wir nach all der harten Arbeit morgen ein gutes Rennen haben."

Was auf dem Papier ziemlich schlecht aussieht, war in Wirklichkeit nicht ganz so übel
Danilo Petrucci

"Was auf dem Papier ziemlich schlecht aussieht, war in Wirklichkeit nicht ganz so übel", begann Danilo Petrucci nach Platz 19 und Traktionsproblemen. "Dadurch konnte ich nicht am Limit fahren", begründete der Italiener, der froh darüber war, die Konkurrenz bei Avintia und Paul Bird noch hinter sich gelassen zu haben. "Morgen hoffe ich auf ein gutes Rennen und sogar ein paar Open-Honda-Fahrer zu überholen." Außerdem hofft Petrucci, dass sein angeschlagenes Handgelenk keine zu starken Schmerzen verursacht. "Unglücklicherweise sind die beiden aufeinanderfolgenden Rennen ohne Pause sehr hart für mich. Ich werde aber mein Bestes geben, um mein Team nach der harten Arbeit zu belohnen."


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