MotoGP - Open-Klasse: Redding düpiert Satelitten-Honda

Barbera profitiert von Regen-Chaos

Scott Redding zeigte am Trainingsfreitag der MotoGP in Brünn eine starke Leistung. Beim verregneten FP2 glückte Hector Barbera mit Platz zwei ein Coup.
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Motorsport-Magazin.com - Die Open-Klasse hatte es erwartungsgemäß auch beim Auftakt zum MotoGP-Wochenende im tschechischen Brünn schwer. Scott Redding stellte seine Open-Gresini-Honda im trockenen FP1 auf Platz 13 (1:58.301), schlug dabei einmal mehr Teamkollege Alvaro Bautista auf der Satelliten-Maschine. Auch im verregneten und nassen zweiten Training landete der Rookie sensationell vor dem Spanier und unterstrich so einmal mehr seine Sonderklasse. Ein wahrer Coup gelang Avintia-Pilot Hector Barbera, der im FP2 auf halbnasser Strecke vor dem großen Regen eine gezeitete Runde setzte (2:04.462) und sich somit Rang zwei sicherte. In der Endabrechnung des Tages landete er jedoch auf dem angemessenen sechzehnten Rang.

Ich war im Nassen zunächst nervös und vielleicht auch etwas ängstlich
Scott Redding

"Ich bin mit meiner Leistung in beiden Sessions sehr zufrieden, jedoch gefällt mir vor allem, wie wir uns heute Morgen im Trockenen auf der für mich und das Bike doch schwierigen Strecke geschlagen haben", verrät Redding. Im Nassen habe er zwar Respekt gehabt, sich jedoch nach und nach ans Limit herangetastet. "Ich war zunächst nervös und vielleicht auch etwas ängstlich, aber letztlich lief es auch in FP2 gut, denn wir haben ein super Setup für den Regen gefunden. Rang elf war dann eine schöne Belohnung für unsere Leistung."

Lokal-Matador Abraham hinter den Erwartungen zurück

Aspar-Pilot Hiroshi Aoyama beendete den Tag als Gesamt-Siebzehnter (1:58.895) und sieht sein Team noch nicht gänzlich für die entscheidenden Sessions des Wochenendes gewappnet: "Wir haben im Trockenen verhalten angefangen, uns jedoch gegen Ende merklich gesteigert. Leider kam am Nachmittag der Regen dazwischen und wir konnten nicht mit der wichtigen Arbeit fortfahren. Im Nassen haben wir zudem massive Probleme mit dem Grip und der Front offenbart, die wir definitiv noch in den Griff kriegen müssen."

Lokalmatador Karel Abraham hatte am Freitag einen schweren Stand - Foto: Honda

Lokal-Matador Karel Abraham beendete den Tag auf einem für ihn enttäuschenden 18. Gesamtrang (1:59.216). Auch im Nassen am Nachmittag scheiterte er als Sechzehnter am selbsterklärten Ziel der Top-15. Zwar gelang es dem Team, ein paar technische Probleme an seiner Open-Honda im Laufe des Tages auszumerzen, jedoch fehlte es dem Tschechen beim Heim-GP schlicht an Speed. "Der Tag heute war alles andere als einfach für mich, aber zum Glück ist ja noch nichts verloren. Ich hatte zeitweise Probleme mit dem Hauptbike und musste auf die Nummer zwei wechseln. Im Regen lief es etwas besser, aber ich will lieber im Trockenen fahren. Das wäre auch für die Fans hier super."

Der Tag heute war alles andere als einfach für mich, aber zum Glück ist ja noch nichts verloren
Karel Abraham

Aoyamas Teamkollege Camier, der auch in Brünn für den verletzten Ex-Weltmeister Nicky Hayden einspringt, belegte mir seiner persönlichen Bestzeit von 2:00.445 Rang 22. Zwar bemerkte er einen Entwicklungsschritt in die richtige Richtung, war mit seiner Performance und der des Bikes jedoch nicht zufrieden: "Wir wissen, woran es hapert, konnten leider jedoch noch nicht alles umsetzen. Wir müssen es hinbekommen, später zu bremsen sowie das Bike in den Kurven besser einlenken zu können. Ich habe mich schnell an das Bike gewöhnt, aber ans Limit zu pushen ist noch einmal eine ganz andere Geschichte. Auch mit den verschiedenen Reifentypen habe ich noch Probleme, aber mit so kurzer Eingewöhnungszeit ist das logisch. Immerhin habe ich wieder viel gelernt heute."

Petrucci benötigt Schmerzmittel

Einen Rang hinter Camier landete Ioda-Pilot Danilo Petrucci (2:00.497). Im Nassen zeigte der Italiener am Nachmittag jedoch aufsteigende Form - und belegte Platz vierzehn der zweiten Session. Dabei behinderten ihn noch immer Schmerzen im Handgelenk, die er sich bei einem Sturz vor einigen Wochen in Jerez zugezogen hatte. Mit Schmerzmittel war er jedoch schließlich in der Lage, beide Sessions durchzufahren. "Wir hatten zunächst einige Probleme mit dem Setup, jedoch wurde das mit Laufe des Tages immer besser. Vor allem im Nassen am Nachmittag lief es wirklich super für mich, und ich denke, dass ich im Regen viele Fahrer schlagen kann, die im Trockenen etwas schneller sind. Ich hoffe, dass die Schmerzen am restlichen Wochenende besser werden."


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