MotoGP - Marquez warnt in Brünn vor Yamaha

Champagner abwischen und weitermachen

Marc Marquez startet hochmotiviert in das Wochenende in Brünn, an dem er Geschichte schreiben könnte. Dani Pedrosa hofft auf den ersehnten Aufschwung.
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Motorsport-Magazin.com - Ohne Atempause zum nächsten Erfolg? Marc Marquez hat gerade noch den Champagner von seinem zehnten Sieg im zehnten Saisonrennen abgewaschen, da geht es auch schon wieder weiter. Am kommenden Wochenende will der Weltmeister in Brünn seinen Sieg aus dem Vorjahr wiederholen und damit seinen elften Saisonerfolg feiern. "Wir haben noch nicht mal richtig aufgehört. Wir hatten am Sonntag ein schönes Abendessen mit dem Team und dann waren wir gestern den ganzen Tag auf dem Weg nach Europa", lachte Marquez bezüglich des Back-to-Back-Wochenendes.

Brünn gehört nicht zu meinen Lieblingsstrecken, aber ich hatte hier in der Vergangenheit recht gute Ergebnisse.
Marc Marquez

Obwohl der Spanier bereits zu Moto2-Zeiten das Rennen im tschechischen Brünn gewann, zählt er den 5,403 Kilometer langen Kurs nicht zu seinen Favoriten. "Brünn gehört nicht zu meinen Lieblingsstrecken, aber ich hatte hier in der Vergangenheit recht gute Ergebnisse", so Marquez bescheiden. Mit einem Erfolg könnte Marquez die Siegesserie von Mick Doohan aus dem Jahr 1997 übertrumpfen. Der Australier gewann in dieser Saison zehn Rennen in Folge.

Kampf mit Yamaha?

In Indianapolis wurde Marquez auf dem Podest von den beiden Yamaha-Werkspiloten Jorge Lorenzo und Valentino Rossi flankiert. Wie die Motorsport-Magazin.com-Rennanalyse allerdings ergab, konnte keiner der beiden den Sieg des Weltmeister wirklich gefährden - trotz lediglich 1,8 Sekunden Rückstand im Ziel. Marquez aber warnt vor der Stärke der Konkurrenz in Brünn. "Alle wissen aus der Historie, dass Yamaha hier traditionell stark war, daher müssen wir ab Freitag hart arbeiten, um uns die besten Chancen für Sonntag zu ermöglichen."

Sind die beiden Yamahas in Brünn wirklich eine Gefahr für Marc Marquez? - Foto: Brigestone

Gemeinsam mit Teamkollege Dani Pedrosa war der Repsol-Honda-Pilot im Juli zu Testfahrten in Brünn und glaubt in Sachen Setup einige Erkenntnisse für das Rennwochenende gewonnen zu haben. "Wir haben hier vor einem Monat getestet und obwohl sehr wenig Grip vorhanden war, hoffe ich, dass die gesammelten Daten hilfreich sein werden", überlegte der Spanier.

Gutes Gefühl für Brünn

Teamkollege Pedrosa hat ebenfalls schon große Erfolge in Brünn vorzuweisen. Der Spanier siegte 2012 im denkwürdigen Duell gegen Lorenzo und gewann das Rennen 2005 in der 250cc-Klasse sowie 2003 in der 125cc-Klasse. "Mir gefällt der Kurs in Brünn wirklich sehr gut", freute sich Pedrosa über die Rückkehr nach Europa. "Ich war hier normalerweise recht gut."

Ich hoffe, dass ich das gute Gefühl der Testfahrten vor der Sommerpause hier ausnützen kann.
Dani Pedrosa

Besonders nach den Problemen in Indianapolis und lediglich dem vierten Rang wünscht sich Pedrosa, in Brünn wieder zu alter Stärke zurückzufinden. "Ich hoffe, dass ich das gute Gefühl der Testfahrten vor der Sommerpause hier ausnützen kann", überlegte er. Die gewonnenen Daten und die Erkenntnisse bezüglich des Setups seiner Honda stimmen Pedrosa zumindest zuversichtlich.

Dani Pedrosas Erinnerungen an Brünn: (00:49 Min.)

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