MotoGP - Tech 3: Espargaro deklassiert Smith erneut

Engländer dem Druck nicht gewachsen?

MotoGP-Rookie Pol Espargaro zeigte beim Qualifying zum Indy-GP als Sechster einmal mehr seine Extraklasse. Bradley Smith wurde zwar Neunter, stürzte jedoch hart
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Motorsport-Magazin.com - Mit einer weiteren Top-Performance stellte Tech-3-Pilot Pol Espargaro seine Satelliten-Yamaha im Qualifikationstraining zum zehnten Lauf der MotoGP auf Startplatz sechs. Auf dem legendären und im Layout modifizierten Indianapolis Motor Speedway reichte dem amtierenden Moto2-Weltmeister eine persönliche Bestzeit von 1:32.243 für die zweite Startreihe. Mit den Plätzen fünf und zwei in den vorangegangenen beiden Freien Trainings des Tages hatte Espargaro seine starke Form in Indy bereits zuvor eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Weniger gut lief es hingegen für Teamkollege Bradley Smith. Der Engländer, der nach bislang schwachen Leistungen 2014 um seinen Platz für die nächste Saison kämpft, stürzte auf der Zeitenhatz in Q2 und geht lediglich als Neunter ins Rennen.

Ich bin hier nicht nur auf eine Runde schnell
Pol Espargaro

Angesichts seiner vielversprechenden Startposition zeigte sich Espargaro von seinem Tagwerk äußerst angetan: "Ich bin alles in allem sehr zufrieden mit meinem Startplatz und gehe voller Selbstvertrauen ins Rennen." Aufgrund seines geringen Rückstandes von lediglich 0,6 Sekunden auf Pole-Setter Marc Marquez sowie 0,3 Sekunden auf die beste Werks-Yamaha von Jorge Lorenzo auf Platz drei, glaubt er, im Rennen einiges ausrichten zu können. "Ich bin hier nicht nur auf eine Runde schnell, sondern sollte auch hinsichtlich der Race-Pace sehr gut aufgestellt sein. Mit meinem Bruder Aleix und Andrea Dovizioso stehen de facto zwei Open-Maschinen vor mir, die ich hoffentlich noch überholen kann."

Beim Sachsenring-Wochenende stürzte Bradley Smith nicht weniger als fünf Mal - Foto: Tech 3

Espargaro unschlüssig wegen Reifenwahl

Um sein Ziel einer Top-5-Platzierung zu erreichen, weiß Espargaro, dass viel von der Reifenwahl abhängt. "Wir haben uns noch nicht entschieden und es ist echt tricky hier. Die weiche Mischung ist eindeutig besser, wird aber möglicherweise nicht die gesamte Renndistanz überstehen. Wir müssen bis morgen noch viel arbeiten und im Warm-Up ein wenig herumexperimentieren."

Der Sturz ist für mich super ärgerlich, aber immerhin habe ich mich nicht verletzt
Bradley Smith

Bradley Smith hingegen ist mit seinem Abschneiden nicht zufrieden. Zu den deutlichen Niederlagen gegen Espargaro in allen drei Sessions des Tages gesellte sich auch noch der unschöne und harte Sturz gegen Ende von Q2 hinzu. Nachdem Smith vor dem Rennwochenende noch angekündigt hatte, bei jedem verbliebenen Lauf unter die ersten Fünf fahren zu wollen und müssen, schien der große Druck dem jungen Engländer wie schon so oft in dieser Saison zu Kopfe zu steigen. Zwar lag er mit seiner Zeit von 1:32.343 Minuten de facto nur 0,2 Sekunden hinter Platz vier zurück, jedoch versagten ihm einmal mehr in aussichtsreicher Position die Nerven.

Smith nimmt Fehler auf seine Kappe

"Der Sturz ist für mich super ärgerlich, aber immerhin habe ich mich nicht verletzt. Ich habe etwas zu hart gepusht und meinen Hinterreifen überstrapaziert, denn ich wusste, dass das Feld sehr eng beieinander liegt." Den Fehler nimmt Smith komplett auf seine Kappe: "Ich wusste, dass der Reifen nur für zwei schnelle Runden ausgelegt ist, habe jedoch noch einen dritten schnellen Umlauf versucht. Das ging leider in die Hose. Für morgen hoffe ich nun auf die richtige Reifenwahl, damit ich über die gesamte Renndistanz pushen kann."


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