MotoGP - Aleix Espargaro im Motocross-Stil zu Rang sechs

Falsche Reifenwahl kostet Chance auf mehr

Mit Platz sechs im Chaosrennen der MotoGP auf dem Sachsenring bewies Open-Pilot Aleix Espargaro einmal mehr seine Sonderklasse. Colin Edwards enttäuschte.
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Motorsport-Magazin.com - Beim Deutschland-Auftritt der MotoGP setzt Forward-Yamaha-Pilot Aleix Espargaro seine starke Form fort und fuhr bereits zum dritten Mal in Serie unter die besten Sechs. Als Viertplatzierter der Qualifikation am Samstag verlor auch der zweifache CRT-Champion zu Beginn des Rennens einige Plätze, als er wie 13 weitere Piloten auf der nach einem Schauer schnell abtrocknenden Strecke bereits im Anschluss an die Einführungsrunde die Box ansteuerte. Nach dem Wechsel auf das Ersatzbike mit Trockenreifen musste Espargaro von der dicht gedrängten Fahrertraube am Ausgang der Boxengasse ins Rennen gehen, meisterte die Herausforderung jedoch bravourös.

Das Rennen war wirklich absolut verrückt und der Start war Chaos pur
Aleix Espargaro

"Das Rennen war wirklich absolut verrückt und der Start war Chaos pur", erinnert sich Espargaro. "Ich hatte leider auf die falschen Reifen gesetzt und musste noch vor dem Start des Rennens auf meine Ersatzmaschine wechseln. Der Start aus der Boxengasse war ein wenig Motocross-Style und auch das Rennen bei schwierigen Bedingungen mit vielen Überholmanövern hat mir eine Menge Spaß gemacht." Trotz einer starken Aufholjagd und der guten Platzierung findet der ehrgeizige Racer doch noch ein Haar in der Suppe. So entschied sich Espargaro bei den Trockenreifen für die weichere Variante an der Front, die zwar schnell auf Temperatur kam, jedoch auf der sehr schnell trocknenden Strecke gegen Ende stark abbaute."

Edwards pokert richtig, verliert aber dennoch

"Ich musste den kompletten zweiten Teil des Rennens über hart kämpfen, denn mein Vorderreifen war komplett im Eimer und der ist auf dieser Strecke nun einmal leider entscheidend. Ich bin mir sicher, dass ich hier den Speed hatte, mit den Werks-Yamahas von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi u kämpfen, aber ich bin natürlich auch so glücklich mit Platz sechs und den zehn Punkten." Nach einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte liegt der Forward-Yamaha-Star mit 77 Zählern auf einem beeindruckenden sechsten WM-Rang. Jedoch soll nach der Sommerpause nochmals eine Steigerung her: "Ich werde mich jetzt die nächsten Wochen gut erholen und hart trainieren. Im zweiten Teil der Saison will ich noch stärker sein."

Ich hatte bei den schwierigen Verhältnissen einfach kein Selbstvertrauen
Colin Edwards

Teamkollege Colin Edwards war eigentlich einer von nur drei Gewinnern am Start, landete mit über einer Minute Rückstand auf Sieger Marc Marquez allerdings nur auf dem enttäuschenden 20. Platz. Von Anfang an mit Trockenreifen ausgestattet, konnte Edwards regulär aus der Startaufstellung ins Rennen gehen und hatte somit einen kleinen aber feinen Vorsprung gegenüber den Piloten aus der Boxengasse sowie den Wagemutigen, die auf den Regenreifen blieben. Dennoch lief beim 'Texas Tornado' wenig bis gar nichts zusammen, sodass er Platz um Platz durchgereicht wurde und im Rennen keinerlei Rolle spielte: "Ich hatte bei den schwierigen Verhältnissen einfach kein Selbstvertrauen und habe zu Beginn nicht pushen können. Im zweiten Teil des Rennens wurde es besser, aber da war ich bereits zu weit zurückgefallen."


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