MotoGP - Bautista: Boxengassen-Start ruinierte Rennen

Immerhin viele Piloten überholt

Mit Rang neun betrieb Gresini-Pilot Alvaro Bautista beim Deutschland GP nach Boxenchaos und dem zwischenzeitlich vorletzten Platz Schadensbegrenzung.
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Motorsport-Magazin.com - Für Alvaro Bautista endete das MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring mit Rang neun zumindest noch halbwegs versöhnlich. Ursprünglich auf Startplatz zehn geführt, entschied sich der Spanier in Diensten von Gresini Honda wie auch 13 weitere Kollegen, nach der Streckeninspektion bei der Aufwärmrunde auf das Ersatzbike mit Trockenreifen zu wechseln. Nachdem es rund zwanzig Minuten vor dem Start geregnet hatte, waren alle zunächst von einem nassen Kurs ausgegangen, jedoch trocknete der warme Asphalt schneller als angenommen wieder ab. Beim Wechsel der Rennmaschinen verlor Bautista in der Box jedoch zahlreiche Plätze, sodass er kurzzeitig als Vorletzter geführt wurde, ehe er seine Aufholjagd begann.

Der Start aus der Boxengasse hat mein Rennen leider sehr stark beeinflusst
Alvaro Bautista

"Der Start aus der Boxengasse hat mein Rennen leider sehr stark beeinflusst, denn ich fiel eigentlich ganz ans Ende des Feldes zurück und steckte nahezu die gesamte Zeit über im Verkehr", schilderte Bautista seine Sicht der Dinge. Zu große Vorsicht und mangelnde Risikobereitschaft während der Aufwärmrunde brachten ihn dabei bereits vor dem Start des Rennens um seine gute Ausgangsposition. "Ich bin auf der Warm-Up-Lap mit Absicht hinter vielen Fahrern zurückgeblieben, denn ich wollte sehen, wie sich die Strecke mit den Mischverhältnissen für die verschiedenen Reifentypen verhält. Als ich dann sah, dass nahezu alle von Regen- auf Trockenreifen wechseln wollten, kam ich leider als einer der Letzten ans Ende des Boxengasse, was mich beim Start dann natürlich enorm Zeit gekostet hat."

Ich muss nach der Sommerpause hart weiterkämpfen und endlich konstantere Ergebnisse bringen
Alvaro Bautista

Trotz der verpassten Chance auf ein besseres Ergebnis findet Bautista auch viel Positives: "Ich habe insgesamt 13 Plätze gut gemacht, und so viele Fahrer zu überholen, macht vor allem bei diesen schwierigen Bedingungen immer einen großen Spaß. Natürlich tue ich das lieber weiter vorne im Feld, aber immerhin ist noch eine einstellige Platzierung für mich herausgesprungen, womit ich doch gut leben kann nach so einem Tag." In einer bisher extrem durchwachsenen Saison benötigt der WM-Fünfte des Vorjahres auf seiner Satelliten-Honda allerdings deutlich bessere Ergebnisse, will er vermeiden, unter zu großen Druck zu geraten. Teamkollege Scott Redding auf einer Open-RC213V überholte Bautista erst gegen Ende des Rennens und lag bei der Zieldurchfahrt letztlich lediglich rund drei Sekunden vor dem Rookie. "Ich muss nach der Sommerpause hart weiterkämpfen und endlich konstantere Ergebnisse bringen. Ich werde mich nun gut erholen und dann wieder angreifen."


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