MotoGP - Knappes Rennen der Production Racer

Redding hat die Nase vorne

Hondas Kunden-Fraktion lag auf dem Sachenring eng beieinander. Nur Nicky Hayden war nicht so recht zufrieden mit seinem Motorrad.
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Motorsport-Magazin.com - Hondas Production Racer klebten am Freitag im kombinierten Zeitentableau der Trainings auf dem Sachsenring wieder einmal aufeinander. Auf den Rängen 15 bis 18 trennten Scott Redding, Hiro Aoyama, Karel Abraham und Nicky Hayden nicht einmal drei Zehntel.

"Der Sachsenring war zwar noch nie eine meiner Lieblingsstrecken, aber bisher macht es mir hier auf dem MotoGP-Bike Spaß", sagte Redding, der 1:22.933 nicht ganz neun Zehntel auf die Bestzeit von Aleix Espargaro einbüßte.

"Im zweiten Training hatten wir leider ein kleines Problem mit dem hinteren Stoßdämpfer, deshalb war es schwierig eine gute Rundenzeit zu setzen. Wir müssen aber auf jeden Fall noch mehr Traktion auf dem Hinterrad finden, ich muss die Strecke noch ein wenig kennenlernen und vor allem meinen Rhythmus verbessern", sagte der Brite.

Nur um 0.028 Sekunden musste sich Aoyama Redding geschlagen geben. "Im letzten Jahr war meine Bestzeit eine 1:23 und diesmal konnte ich schon am ersten Tag diese Marke unterbieten", freute sich der Japaner, der aber auch etwas zu bemängeln hatte: "Wir hatten viel zu wenig Grip."

Seine gute Rundenzeit verdankt er einer Umstellung vor dem zweiten Training: "In er zweiten Session konnten wir das Kurvenverhalten des Bikes massiv verbessern, das hat sich sofort auf die Rundenzeit ausgewirkt. Alles in allem war mein Gefühl auf dem Motorrad heute sehr positiv."

Hayden sucht nach der Balance

Wir dachten, dass wir hier konkurrenzfähiger wären.
Nicky Hayden

Teamkollege Nicky Hayden, dem diesmal die Rote Laterne unter den Production Racern innehatte, ärgerte sich hingegen: "Wir dachten, dass wir hier konkurrenzfähiger wären. Wir sind eigentlich ganz gut gestartet, aber ab einem gewissen Zeitpunkt ging es weder für mich noch für das Team vorwärts."

Die Probleme von Hayden sind umfassend: "Wir müssen eine Balance finden, die in jedem Sektor funktioniert. Der Anfang der Streck ist ehr kurvig, dann wird sie aber schnell und erfordert hartes Bremsen. Da müssen wir erst noch den richtigen Kompromiss finden."

Karel Abraham machte sich ganz andere Gedanken: "Das Wetter scheint hier unvorhersehbar. Das sind keine guten Nachrichten für uns, weil ich in Assen erst ein paar Runden im Nassen gefahren bin und das ist nicht viel auf dem neuen Bike." Auch der Tscheche beschwerte sich über zu wenig Bodenhaftung: "Wir müssen den idealen Grip erst finden, aber ich bin mir sicher, dass uns dieser Schritt morgen gelingt."


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