MotoGP - Aleix Espargaro nach Doppel-Bestzeit kämpferisch

Top-Zeiten und verheißungsvoller Longrun

An Aleix Espargaro führte am Sachsenring kein Weg vorbei. Warum der bekannt starke Freitag des Spaniers diesmal kein Strohfeuer bleiben soll.
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Motorsport-Magazin.com - Ein Mann war am Freitag auf dem Sachsenring das Maß aller Dinge: Aleix Espargaro. Bestzeit im ersten Training, Bestzeit im zweiten Training und am Ende 0.117 Sekunden Vorsprung auf Marc Marquez.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Hoffentlich gelingt mir am Samstag ein gutes Qualifying", so Espargaro. Die Gründe für seine starken Zeiten kennt der Spanier: "Die Strecke hier ist sehr eng und hat eigentlich keine langen Geraden, weshalb sich unser Leistungsnachteil nicht so stark auswirkt."

"Schon in Vorjahr habe ich hier im Qualifying den fünften Platz geholt und hatte dann auch ein gutes Rennen. Ich würde dieses Mal wirklich gerne die Pole Position holen und um die Podiumsplatzierungen fighten", gab sich Espargaro kämpferisch und zuversichtlich zugleich.

Vielversprechender Longrun

Schon vor zwei Wochen in Assen konnte er sich die Pole Position sichern, doch im Rennen verlor er 19 Sekunden auf die Spitze. Das soll auf dem Sachsenring nicht noch einmal passieren. Ein Longrun am Freitag gab Espargaro Mut: "Ich bin zuversichtlich, denn ich konnte 22 Runden auf dem weichen Reifen fahren und er hat dabei gut funktioniert. Er ist also definitiv eine Option für das Rennen."

Teamkollege Colin Edwards hatte hingegen nichts zu feiern. Der Texaner kam nicht über Rang 19 hinaus und verlor auf Espargaros Bestzeit 1.286 Sekunden. "Vielleicht bin ich einfach zu alt für diesen Scheiß. Ich bin in einer Ära aufgewachsen, in der wir 45 Grad Schräglage gefahren sind und nicht 64. Ich versuche etwas Neues zu lernen, aber mir fehlt einfach das Gefühl für das Motorrad und das ist etwas furchteinflößend", meinte der 40-Jährige nach dem Training.

Da er sich für eine Zeitenjagd ohnehin nicht mehr hungrig genug fühlt, ließ man Edwards bereits am teameigenen Forward-Chassis für die nächste Saison arbeiten: "Für die Zukunft ist das wichtig. Ich fühle mich damit aber ohnehin wohler, denn mit dem Yamaha-Chassis komme ich einfach nicht zurecht. Deshalb haben wir das neue Modell den ganzen Tag verwendet und haben damit rumgespielt, aber es hat noch nicht perfekt funktioniert."


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