MotoGP - MotoGP-Stars von Sachsenring wenig begeistert

Wie eine Kartbahn

Der Sachsenring ist die kürzeste und eine der engsten Strecken im MotoGP-Kalender. Das gefällt nur wenigen Fahrern.
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Motorsport-Magazin.com - Der Grand Prix von Deutschland am Sachsenring ist ein ganz besonderes Rennen im Kalender der Motorrad-Weltmeisterschaft. Neben den vielen positiven Aspekten wie den sensationellen Zuschauerzahlen von mehr als 200.000 Fans pro Rennwochenende und der hervorragenden Organisation gibt es aber auch Kritikpunkte. Hauptsächlich stören sich die Fahrer am ungewöhnlichen Layout der Strecke in Hohenstein-Ernstthal.

Vor allem der erste Teil des Kurses ist extrem eng und langsam, da fühlt man sich eher wie auf einer Kartbahn.
Marc Marquez

Mit nur 3671 Metern ist der Sachsenring die kürzeste Strecke der MotoGP. Auf dieser Länge tummeln sich nicht weniger als 13 Kurven, was zu einem sehr engen und verwinkelten Kurs führt. "Der Sachsenring zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken. Vor allem der erste Teil des Kurses ist extrem eng und langsam, da fühlt man sich eher wie auf einer Kartbahn", scherzt etwa Marc Marquez.

Valentino Rossi stimmt seinem Kontrahenten zu: "Es ist eine ganz besondere Strecke, die im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht. Der erste ist extrem langsam und der zweite dafür sehr schnell. Dadurch ist es ein wirklich kniffliger Kurs. Er gehört nicht unbedingt zu meinen Favoriten, aber ich habe hier in der Vergangenheit schon einige gute Rennen abgeliefert."

Highlight für das Publikum

Ein gutes Rennen lieferte im Vorjahr am Sachsenring auch Stefan Bradl ab, der in der Anfangsphase sogar führte und am Ende als Vierter nur knapp das Podium verpasste. Er findet klarerweise andere Worte für den Ort seines Heimrennens, auch wenn er vor kurzem im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com gestand, dass er den Nürburgring gegenüber dem Kurs in Sachsen bevorzugt: "Ich komme immer gerne an den Sachsenring. Es ist ein ganz besonderer Platz für mich. Die Leute hier sind sehr emotional und freuen sich jedes Jahr auf uns. Sie sitzen hier extrem nah an der Strecke, dadurch kann man die Atmosphäre richtig fühlen."

Die Stimmung am Sachsenring ist immer großartig - Foto: Milagro

Dani Pedrosa unterstreicht, welch hervorragenden Strecke der Sachsenring für die Fans vor Ort ist: "Die Zuseher bekommen mir meistens gute Rennen geboten, weil die Zeiten vieler Fahrer sehr ähnlich sind. Oft bilden sich große Gruppen und es gibt viele Überholmanöver."


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