MotoGP - Repsol Honda: Marquez am Sachsenring unschlagbar?

Zwei Serien zu verteidigen

Geht es nach der Historie, ist das Repsol-Honda-Duo Marc Marc Marquez und Dani Pedrosa am Sachsenring unschlagbar. Für Marquez steht viel auf dem Spiel.
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Motorsport-Magazin.com - Auch bei der neunten Station der MotoGP 2014 auf dem Sachsenring ist Repsol Honda vor allem in Person von Marc Marquez haushoher Favorit auf den Sieg. Der WM-Leader, der bislang mit 200 Punkten aus acht Triumphen die perfekte Ausbeute herausgefahren hat, siegte über die drei verschiedenen Klassen der MotoGP hinweg bereits vier Jahre am Stück auf Deutschlands bekanntester Zweiradstrecke. 2010 gelang ihm der Erfolg in der 125er-Klasse, ehe er in den folgenden beiden Jahren beim Auftritt der Moto2 obsiegte. Im vergangenen Jahr sicherte er sich als Rookie der Motorrad-Königsklasse dann seinen bislang größten Triumph auf dem Sachsenring.

Der Sachsenring ist eine wirklich schöne Strecke, aber auf seine Art und Weise auch sehr speziell, da er so klein ist
Marc Marquez

Allerdings dürfte Marquez in diesem Jahr nicht nur aufgrund seiner beiden beeindruckenden Serien hochmotiviert sein, den Deutschland GP erneut für sich zu entscheiden. So fehlten im Vorjahr mit Teamkollege Dani Pedrosa sowie Yamaha-Superstar Jorge Lorenzo seine beiden größten Rivalen im Titelkampf verletzungsbedingt. Will Marquez sein Meisterstück abliefern, muss er also in diesem Jahr erneut siegen. Vor allem Pedrosa dürfte jedoch ein gewaltiges Wort im Kampf um den Sieg mitzureden haben. Der kleine Katalane gilt als absoluter Sachsenring-Spezialist, siegte in den Jahren 2004 und 2005 bei den 250ern und anschließend gar vier Mal in der MotoGP. Die letzten drei Mal, als Pedrosa das Rennen auch antrat, landete er auf der obersten Stufe des Siegertreppchens (2010-2012).

Marc Marquez siegte am Sachsenring bereits in allen drei Klassen - Foto: Simninja

Marquez warnt vor Pedrosa

Angesichts der beeindruckenden Bilanz Hondas sowie seiner aktuellen Form ist Marquez optimistisch, ein weiteres starkes Resultat herausfahren zu können. 'Der Außerirdische' mahnt jedoch zur Vorsicht: "Der Sachsenring ist eine wirklich schöne Strecke, aber auf seine Art und Weise auch sehr speziell, da er so klein ist. Ich habe hier schon tolle Erfolge gefeiert und der Kurs liegt mir auf jeden Fall, aber man darf nie vergessen, dass bei meinem Sieg im vergangenen Jahr weder Dani noch Jorge gefahren sind." Lob gibt es vor allem für den Teamkollegen, den Marquez am Wochenende für seinen stärksten Gegner hält: "Honda war hier schon immer stark und vor allem Dani ist einfach unglaublich auf dieser Strecke. Ich werde alles geben müssen, um ihn zu schlagen."

Ich durfte letztes Jahr nicht im Rennen starten und so ging meine tolle Serie dort zu Ende
Dani Pedrosa

Pedrosa, derzeit WM-Dritter mit 72 Punkten Rückstand auf Marquez, reist nach seiner schlimmen Erfahrung aus dem Vorjahr mit gemischten Gefühlen nach Deutschland. Als WM-Leader angetreten, stürzte er im dritten Freien Training schwer, brach sich das Schlüsselbein verspielte so letztlich seine Titelchance. "Das Wochenende am Sachsenring im vergangenen Jahr war für mich sehr enttäuschend. Ich durfte nicht im Rennen starten und so ging meine tolle Serie dort zu Ende. Zudem verlor ich auch noch die WM-Führung", erinnert sich das 'Honda-Urgestein'.

Um an seine vorigen Erfolge anzuknüpfen, gilt es laut Pedrosa vor allem, die Reifen schonend zu behandeln. "Das richtige Setup ist am Sachsenring fast entscheidender als überall sonst, denn du fährst die meiste Zeit links herum - die schnellen Kurven sind dann jedoch Rechtknicke. Die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen ist deshalb das alles Entscheidende. Ich bin hochmotiviert und will mein Versäumnis aus dem Vorjahr vergessen machen."


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