MotoGP - Bradl und der falsche Zeitpunkt

Aktuell zu viele Ausnahmekönner in der MotoGP

Stefan Bradl hatte in Barcelona gegen die Werksfahrer von Honda und Yamaha keine Chance. Das wird sich wohl so schnell nicht ändern.
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Motorsport-Magazin.com - Der Grand Prix von Katalonien hatte für Stefan Bradl so gut begonnen. Als einziger Pilot konnte er in den ersten Runden die extrem hohe Pace des Spitzenquartetts bestehend aus Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Marc Marquez und Dani Pedrosa mitgehen. Im weiteren Verlauf des Grand Prix musste sich Bradl allerdings eingestehen, dass es ihm nicht möglich war, dieses Tempo über eine gesamte Renndistanz mitzugehen. Am Ende kam er mit mehr als elf Sekunden als Fünfter ins Ziel.

In Barcelona musste Bradl das Spitzenquartett ziehen lassen - Foto: Milagro

Dieses Schicksal wird Bradl noch öfter ereilen, denkt zumindest HRC-Boss Livio Suppo: "Stefan macht grundsätzlich einen vernünftigen Job. Leider sieht es so aus, als würde es ihm schwer fallen, den letzten alles entscheidenden Schritt zu machen. Er hat aber auch Pech. Historisch gesehen haben wir so viele gute Fahrer im Feld wie selten zuvor. In den goldenen Jahren von Mick Doohan oder Valentino Rossi waren die beiden weit über all ihre Konkurrenten zu stellen, da konnte man zwar nicht siegen, aber es war leichter zweite oder dritte Plätze zu holen. Aktuell gibt es mit Marc, Jorge, Dani und Vale allerdings vier Ausnahmekönner. Da brauchst du selbst als sehr guter Fahrer einfach das letzte Fünkchen Glück und Mut, damit du da mithalten kannst. Stefan wurde in eine schwierige Zeit hineingeboren."

Podiums nicht vorrangiges Ziel

Ich denke, dass meine Leistungen im Großen und Ganzen in Ordnung waren.
Stefan Bradl

Das weiß auch Bradl selbst, der seine Ziele dementsprechend anders gesteckt hat. "Ich denke, dass meine Leistungen im Großen und Ganzen in Ordnung waren. Es ist für einen Nicht-Werksfahrer wie mich nicht so einfach, jedes Wochenende mit Podiumsplätzen spekulieren zu können. Unser großes Ziel ist es, am Ende des Jahres als bestes Satellitenteam dazustehen. Da wollen wir hin und das ist unsere Hauptaufgabe", so der LCR-Honda-Pilot.

Im Moment hat die Position des besten Satellitenpiloten Tech3-Mann Pol Espargaro inne, doch Bradl fehlen nur acht Zähler auf den Rookie aus Spanien.

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