MotoGP - Lorenzo will ohne unnötigen Kraftaufwand zum Sieg

Einfach zu fahrende Maschinen als Vorteil

Jorge Lorenzo meint, dass in Barcelona nicht unbedingt das schnellste, sondern das stabilste Motorrad zum Sieg führt.
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Motorsport-Magazin.com - Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo belegte in den Freitagstrainings zum Grand Prix von Katalonien die Ränge zwei und vier. In Wirklichkeit liege er in der Rangordnung allerdings weiter vorne, meint Lorenzo: "Aleix ist zwar die schnellste Runde am Vormittag gefahren, aber er hat als Einziger den extraweichen Hinterreifen verwendet, deshalb ist es für mich nicht wirklich eine Bestzeit. Am Nachmittag haben dann Smith und Bradl den weichen Slick aufgezogen. Natürlich sind sie alle gute Rundenzeiten gefahren, aber mit anderen Reifen wäre keiner von ihnen an der Spitze gewesen. Ich denke, dass Marc, Vale und ich aktuell die beste Pace haben, auch wenn die anderen Fahrer nicht so weit zurück sind."

Man muss körperlich topfit sein und ein Motorrad haben, das einfach zu fahren ist.
Jorge Lorenzo

Insgesamt zeigt sich der Mallorquiner mit seiner M1 durchaus zufrieden, doch erkennt er eine wesentliche Schwachstelle. "Unser Motorrad funktioniert gut. Vale ist stark und auch Aleix ist nicht schlecht. Wir müssen uns aber mit diesen Reifen noch verbessern. Vor allem am Nachmittag hatten wie beim Herausbeschleunigen aus den Kurven Probleme. Da war das Bike sehr unruhig und das macht es sehr anstrengend, die Kontrolle zu behalten", so Lorenzo. Ein Problem, das am Sonntag rennentscheidend sein könnte: "Die Hitze heute war extrem. Wenn es trocken bleibt, könnte das einer der Schlüsselfaktoren im Rennen werden. Man muss körperlich topfit sein und ein Motorrad haben, das einfach zu fahren ist. Die Piloten, die im Rennen die stabilste und am einfachsten zu fahrende Maschine haben, sind sicherlich im Vorteil. Daran werden wir am Samstag arbeiten."

Generell sieht der Vizeweltmeister aber auch keinen seiner Konkurrenten in Höchstform: "Ich denke, dass wir uns auch am Kurveneingang noch steigern können. Das Positive ist aber, dass auch die anderen Fahrer über mehrere Runden nicht wirklich stark sind. Nach zwei bis drei Runden lässt bei allen die Pace stark nach."

Gerüstet für Zweikämpfe

In Mugello zog Lorenzo gegen Marquez den Kürzeren - Foto: Milagro

Vor fünf Jahren musste sich Lorenzo beim Katalonien-Grand-Prix in der letzten Kurve Valentino Rossi geschlagen geben, zuletzt in Mugello besiegte ihn Marc Marquez im letzten Umlauf. Dieses Mal will er sich gegen seine Gegner erfolgreicher zur Wehr setzen. "Marc ist auf der Bremse sehr stark, deshalb ist es schwer, gegen in zu kämpfen. Auch ich kann aber sehr spät bremsen, wenn ich mich gut fühle. Unser Motorrad hat sich in diesem Bereich jedenfalls stark verbessert. Ich denke daher, dass wir in einem Zweikampf gegen Rennende jetzt bessere Chancen haben. Natürlich ist der Topspeed noch immer unser Schwachpunkt, aber dafür haben wir Kurven, in denen wir das wettmachen können", gibt sich der WM-Vierte zuversichtlich.


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