MotoGP - Barcelona: So lief es in den vergangenen Jahren

Kämpfe bis zur Ziellinie und große Triumphfahrten

Der katalanische Grand Prix ist schon lange fester Bestandteil des Rennkalenders. Wir blicken auf die letzten Rennen in Barcelona zurück.
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Motorsport-Magazin.com - Am Sonntag findet mit dem Grand Prix auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona ein Klassiker im Kalender der Motorrad-WM statt. Motorsport-Magazin.com blickt noch einmal auf die vergangenen fünf Rennen an diesem Schauplatz zurück:

2009: Rossi siegt in einem epischen Duell

Die Entscheidung fiel erst in der letzten Kurve - Foto: Yamaha

Barcelona 2009 ging als eines der besten MotoGP-Rennen aller Zeiten in die Geschichte ein. Jorge Lorenzo und Valentino Rossi bekriegten sich das ganze Rennen über. Vor allem in den letzten drei Runden wechselten die beiden zahlreich die Position. Das entscheidende Manöver zum Sieg gelang schließlich Rossi in der allerletzten Kurve. Casey Stoner konnte anfangs mit den beiden Yamahas noch mithalten, musste aber dann seiner mysteriösen Krankheit, die sich später als Laktose-Intoleranz entpuppt hatte, Tribut zollen und abreißen lassen. Der Australier hielt im Ziel ebenso knapp Andrea Dovizioso in Schach und sicherte sich Platz drei. In der Gesamtwertung nach sechs Läufen konnte es spannender nicht sein: Rossi, Lorenzo und Stoner lagen nach Barcelona alle drei gleichauf bei 106 Punkten.

2010: Fehlerfreie Fahrt von Jorge Lorenzo

Die Konkurren sah nur das Hinterrad der Nummer 99 - Foto: Milagro

2010 konnte Jorge Lorenzo seinen ersten Sieg in Barcelona in der Königsklasse feiern. Als Einziger blieb der Mallorquiner fehlerfrei. Dani Pedrosa und Casey Stoner hatten sich schon in der Anfangsphase mit Verbremsern aus dem Kampf um den Sieg verabschiedet. Andrea Dovizioso, der Lorenzo am meisten Druck machen konnte, stürzte zehn Runden vor Schluss. Damit hatte Lorenzo endgültig freie Fahrt und gewann souverän vor Pedrosa und Stoner, Dovizioso rollte schließlich als 14. ins Ziel und holte damit lediglich zwei Punkte. Nach sieben Rennen hatte Lorenzo schon einen großen Vorsprung in der WM, er führte mit 165 Punkten deutlich vor Pedrosa (113) und Dovizioso (91).

2011: Casey Stoner triumphiert im Flag-to-flag Rennen

Stoner behielt bei schwierigen Bedingungen die Nerven - Foto: Milagro

Bereits früh konnten sich in einem unspektakulären Rennen Casey Stoner und Jorge Lorenzo vom Rest des Feldes absetzen. Nach gut der Hälfte der Distanz wurden weiße Flaggen geschwenkt, da es zu tröpfeln begann, und man den Piloten so eventuelle Wechsel ermöglichen wollte. Diese vereinzelten Regentropfen hatten aber keinen Einfluss auf das Renngeschehen. Somit gewann Stoner vor Lorenzo und Ben Spies, dem in der Schlussphase Andrea Dovizioso näher gerückt war. Lorenzo führte das Klassement 2011 nach fünf Rennen mit 98 Zählern an, knapp vor Stoner (91). Der Dritte, Andrea Dovizioso, hatte mit 63 Zählern schon einen größeren Rückstand.

2012: Lorenzo hat den längeren Atem

Auch 2012 war Barcelona Lorenzo Land - Foto: Milagro

Das Rennen 2012 wurde vom Zweikampf zwischen Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo geprägt. Die beiden Spanier blieben das ganze Rennen beisammen, wobei Pedrosa auf dem harten Hinterreifen unterwegs war und Lorenzo auf dem weichen. Den entscheidenden Fehler beging Pedrosa in Runde 20 mit einem Verbremser in Kurve zehn. Lorenzo rutschte innen durch und fuhr zum Sieg. Mit Platz drei erreichte Andrea Dovizioso sein erstes Podest auf einer Yamaha. Dovizioso konnte den am Schluss heranstürmenden Casey Stoner hinter sich halten. Stefan Bradl sah die Zielflagge als Achter. In der Gesamtwertung lag nach dem fünften Lauf in Barcelona Lorenzo in Front (115 Punkte), gefolgt von Stoner (95) und Pedrosa (85).

2013: Lorenzo setzt sich gegen Honda-Duo durch

Im Vorjahr siegte Lorenzo vor dem Repsol-Honda-Duo - Foto: Yamaha

Auch die Hitzeschlacht in Katalonien 2013 ging an Jorge Lorenzo. Hohe Streckentemperaturen von über 50 Grad Celsius sorgten für einen schmierigen Asphalt und in dessen Folge für einige Stürze. Lange Zeit bildete die Spitze ein Trio bestehend aus Lorenzo und den beiden Repsol-Hondas von Dani Pedrosa und Marc Marquez. Erst im letzten Renndrittel konnte Lorenzo die entscheidende Lücke aufmachen. Fortan kämpften beide Hondas um den zweiten Platz. Nach einigen haarigen Bremsmanövern, bei denen er fast Pedrosa abgeschossen hätte, fuhr Marquez schließlich als Dritter über die Ziellinie. Stefan Bradl fuhr ein unauffälliges Rennen auf Position fünf. Die Gesamtwertung nach sechs Läufen führte Pedrosa (123 Punkte) vor Lorenzo (116) und Marquez (93) an.


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