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MotoGP - Auslaufrunde - der etwas andere Rückblick

Wer ist dieser Marc Marquez?

Aufholjagd von Platz zehn: Ein Klacks für Marc Marquez. Motorsport-Magazin.com nimmt das französische Rennwochenende etwas kritischer unter die Lupe.
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Motorsport-Magazin.com - Fantastisch, furchtlos und fehlerlos - viel mehr gibt es zu Marc Marquez eigentlich nicht zu sagen. Wir fragen uns nur noch: Was ist er? Alien? Superman? Oder doch einfach nur ein talentierter junger Fahrer? Nein, Letzteres sicher nicht. Denn was dieser Typ macht, sprengt einfach alle Grenzen. Platz zehn nach der ersten Runde. Gut, jedem war wohl klar, dass ein Marquez da nicht lange verharren würde, aber dass er in einem derartigen Tempo und so saucool durch das ganze Feld pflügt, rechtfertigt wieder jeden einzelnen der 1.257.463 Rekorde, die er an diesem Wochenende gebrochen hat.

Was dieser Kerl macht, ist einfach nicht zu überbieten. Als wäre es nicht genug, dass er scheinbar Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa - die 2013 definitiv seine härtesten Konkurrenten waren - aus der Ruhe bringt, jetzt gerät scheinbar auch noch Valentino Rossi mit Marquez im Rücken aus dem Konzept. Rossi kann darüber lachen, schließlich hat der neunfache Weltmeister laut eigener Aussage nichts mehr zu beweisen, aber der Verbremser war für einen Fahrer wie den Italiener wahrlich ungewöhnlich.

Formel 1 meets MotoGP - Foto: Yamaha

Viele behaupten, das Manöver war Absicht, um einen lustigen Kampf mit Marquez aufzunehmen, der Altmeister könnte mit seinem Lächeln aber auch einfach nur darüber hinwegtäuschen wollen, dass auch ihm dieser Rookie-Weltmeister einfach nicht geheuer ist und ordentlich Dampf machen kann. Marquez bricht einfach alle Rekorde und sprengt den Rahmen. Nachdem er am Rennende über vier Sekunden Vorsprung hatte, nahm er sogar noch einmal Tempo raus, damit Rossi mit nur etwas über einer Sekunde Rückstand am Ende nicht ganz so lächerlich hinterherfuhr.

Marquez ist einer der wenigen Fahrer, dem viele sogar zutrauen würden, eine Saison lang jedes Rennen zu gewinnen. So tief er selbst auch stapelt, eigentlich ist gegen den Repsol Piloten kein Kraut gewachsen. Die Marquez-Ära ist nun definitiv angebrochen und sollte er sich nicht selbst einmal im Weg stehen, können die Verfolger eigentlich nur noch hoffen, dass ihm nach Ende des neuen HRC-Vertrages 2016 irgendwann das Siegen so zu zum Hals raushängt, dass er sich eine andere Herausforderung sucht.

Sogar Nico Rosberg, der in der Formel 1 knapp hinter seinem Teamkollegen Lewis Hamilton auf Rang zwei der Fahrerwertung liegt, bewunderte den spanischen Wunderknaben bei seinem ersten MotoGP-Besuch: "Wir haben als Team momentan eine großartige Periode. Es ist absolut fantastisch, ähnlich wie Marquez hier in der MotoGP. Aber im Qualifying auf einer Strecke wie dieser sieben Zehntel voranzufahren, ist wirklich unglaublich."

Und was war das bitte?

Noch ein kurzes Wort zu den Verfolgern: Rossi war ganz ok, Alvaro Bautista gönnt man bei dieser ansteckenden Freude definitiv noch mehr gute Plätze - gleiches gilt auch für Rookie Pol Espargaro: Starke Leistung. Nach ihren OPs sei Pedrosa und Stefan Bradl verziehen - auch wenn beide ihre Leistung auf andere Probleme schoben. Aber was Lorenzo da macht, versteht er wohl selbst nicht wirklich. Entsprechend mager war auch seine Aussage nach dem Rennen. "Wir hatten kein Glück" - ob das noch etwas mit Fortuna zu tun hat? Keine Ahnung. Jedenfalls sollten sich alle Marquez-Verfolger warm anziehen, denn hier an dieser Stelle sei gesagt: Abgesehen von kleineren Lichtblicken, Kämpfen von ein paar Kurven und vielleicht sogar mal einem Sieg eines anderen Piloten führt in der modernen MotoGP-Ära nichts mehr an diesem Außerirdischen vorbei. Nichts. Gar nichts.

Zumindest die Girls sorgten noch für ein bisschen Abwechslung - Foto: Milagro

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