MotoGP - Rossi: Wollte mir das Podest nicht nehmen lassen

Ein tolles Rennen

Valentino Rossi war in Jerez der klar beste Yamaha-Fahrer. Gegen Sieger Marc Marquez war er zwar chancenlos, doch zumindest konnte er Pedrosa im Finish abwehren
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Motorsport-Magazin.com - Valentino Rossi war nach dem vierten Saisonrennen in Jerez hochzufrieden. Erstmals seit Platz zwei beim Saisonauftakt in Katar stand der "Doktor" wieder auf dem Podium. "Das war ein tolles Rennen", strahlte der Italiener. "Das Wochenende lief großartig und wir haben gut gearbeitet. Das Bike haben wir stetig verbessert, besonders heute Morgen und ich wusste, dass ich im Rennen stark sein kann." Dass er den zweiten Podestplatz der Saison ausgerechnet in Jerez holen konnte, freute Rossi besonders:

2010 stand Rossi zum letzten Mal in Jerez auf dem Podium - Foto: Milagro
"Ich freue mich, hier wieder auf dem Podest zu stehen. Das habe ich seit 2010 nicht mehr geschafft, obwohl Jerez, auch dank der Fans und der Atmosphäre, eine meiner Lieblingsstrecken ist." Im Vorjahr hatte sich Rossi in Spanien mit Platz vier begnügen müssen, 2012 reichte es auf der Ducati nur zu Rang neun und 2011 rettete sich Rossi nach dem Unfall mit Casey Stoner mit Ach und Krach auf Platz fünf.

"Die Bedingungen im Rennen waren für alle sehr schwierig", erklärte Rossi, der als Einziger der Spitzengruppe mit zwei härteren Reifen zum Rennen antrat. "Ich hatte Angst, der Medium-Reifen würde nicht bis zum Ende halten, deshalb entschied ich mich für die harte Version, was ein Risiko war." Für die Yamaha YZR-M1 sei es die absolut richtige Entscheidung gewesen. Rossi konnte pushen und einen guten Rhythmus fahren, obwohl das Motorrad stark slidete.

Wenn ich so lange vorne bin, lasse ich ihn natürlich nicht mehr vorbei
Valentino Rossi

Rossi fuhr nach dem frühen Überholmanöver von Sieger Marc Marquez lange Zeit ungefährdet auf Platz zwei, doch gegen Ende des Rennens rückte Dani Pedrosa immer näher. "An Marc dran zubleiben, war unmöglich. Ich wusste, dass Dani schneller war, aber ich konnte dagegen halten", so Rossi. In der letzten Runde hatte Pedrosa das Hinterrad der Yamaha erreicht, doch zu einem Angriff reicht es nicht mehr. Rossi machte vor der letzten Kurve die Tür zu und konnte knapp vor dem Spanier die Ziellinie kreuzen. "Wenn ich so lange vorne bin, lasse ich ihn natürlich nicht mehr vorbei. Ich wollte das nach Hause fahren", lachte Rossi.


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