MotoGP - Marquez für Schwantz schuld an Lorenzos Krise

So etwas habe ich noch nie gesehen

Jorge Lorenzo legte einen wahren Horrorstart in die Saison 2014 hin. Kevin Schwantz glaubt den Grund dafür zu kennen: Marc Marquez.
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Motorsport-Magazin.com - Mit nur sechs Zählern aus den ersten beiden Grands Prix legte Jorge Lorenzo den schlechtesten Saisonstart seiner MotoGP-Karriere hin. Auf den Sturz beim Auftaktrennen in Katar folgte in Texas ein katastrophaler Frühstart inklusive Frühstart, der ein besseres Resultat als Platz zehn unmöglich machte. Ungewohnte Ausrutscher des lange als beinahe unfehlbar geltenden Mallorquiners.

Ihn scheint nichts zu beeindrucken und so lange er sich nicht verletzt wird das auch so bleiben.
Kevin Schwantz

Kevin Schwantz, 1993 Weltmeister auf Suzuki, glaubt den Grund für Lorenzos plötzliches Nervenflattern zu kennen: "Marc schwirrt in Jorges Kopf herum seit er in Katar gestürzt ist und Marc gewonnen hat. Jorge sieht diesen Jungen der gar nicht zu 100 Prozent fit ist nach einem Beinbruch und dennoch dominiert. Wenn er wieder völlig fit ist wird es für den Rest wohl noch schwerer werden. Er lernt auf einem so hohen Level immer noch dazu und macht Dinge auf dem Motorrad, bei denen ich schon bereit gewesen wäre abzuspringen. Ihn scheint nichts zu beeindrucken und so lange er sich nicht verletzt wird das auch so bleiben. Mit 21 Jahren fühlt man sich als wäre man unverwundbar, ich kenne dieses Gefühl."

Schwantz gibt der Konkurrenz Tipps

Schwantz sieht für Marquez' Verfolger aber durchaus Möglichkeiten, wie man den Weltmeister ähnlich aus der Fassung bringen könnte. "Wenn ich Jorge oder Dani wäre würde ich ihm in jeder Session das Leben schwer machen. Ich würde mich innen an ihm vorbei bremsen, ihn auf den Kerb drängen und versuchen ihn zum Grübeln zu bringen. Das hat bis jetzt niemand geschafft. Jorges Fehler in Texas war zu 100 Prozent wegen Marc. Seit Katar ist er einfach unantastbar", erklärte er gegenüber MCN.

Marquez' große Stärke sei es, ständig am Limit zu fahren ohne dabei zu viel riskieren zu müssen: "Er gewinnt jetzt immer noch mehr Selbstvertrauen, wird fitter und wird allen in den Arsch treten. Er wirkt so entspannt und das bei 110 Prozent. Er ist nicht der Typ, der mit 90 oder 95 Prozent herumfährt und plötzlich denkt: 'Ich brauche eine Qualifying-Runde über dem Limit.' Marc gibt auf jeder Runde 110 Prozent und fährt immer am Limit. So etwas habe ich noch nie gesehen."


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