MotoGP - Smith schießt gegen Lorenzo und Rossi

Ich weiß nicht, worüber sie sich beschweren

Tech-3-Pilot Bradley Smith war im Qualifying zum Katar-Grand-Prix schneller als die Yamaha-Werksfahrer und hat kein Verständnis für deren Kritik an den Reifen.
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Motorsport-Magazin.com - Wenn man an den vergangenen drei Tagen in Katar einen Blick in die Gesichter von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi werfen konnte, wurde einem schnell klar, dass die Werkspiloten von Yamaha aktuell alles andere als glücklich sind. Auf enttäuschende Trainingsleistungen folgten am Samstag die Qualifyingplatzierungen fünf für Lorenzo und zehn für Rossi. Vor ihnen und somit bester Yamaha-Pilot lag Tech-3-Mann Bradley Smith.

Wir wussten genau wie die Situation aussehen wird, Bridgestone hat von den ersten Testfahrten an Klartext gesprochen.
Bradley Smith

Lorenzo und Rossi hatten schnell den Grund für ihre nicht zufriedenstellende Performance ausgemacht. Die Reifen seien schuld am großen Rückstand, so der einhellige Tenor. Vor allem Jorge Lorenzo ließ an den neuen Bridgestone-Pneus kein gutes Haar, sie seien sogar ein Sicherheitsrisiko. Eine Kritik, die Smith überhaupt nicht nachvollziehen kann: "Ich weiß nicht worüber sie sich beschweren. Wir wussten genau wie die Situation aussehen wird, Bridgestone hat von den ersten Testfahrten an Klartext gesprochen. Am letzten Tag der ersten Tests in Sepang habe ich gleich alle meine alten Reifen zurückgegeben und begonnen, mit den neuen zu arbeiten. Ich musste akzeptieren, dass es am ersten Tag noch nicht so funktioniert hat wie ich das wollte, aber das Team und ich haben hart daran gearbeitet und uns ständig verbessert."

Deutliche Worte des Briten, der aber auch eingestehen musste, dass er und die weiteren Nicht-Werkspiloten in Katar einen gewissen Vorteil haben. Während sie bereits vor zwei Wochen drei Tage lang im Emirat testen durften, drehten die Werksteams von Honda, Yamaha und Ducati in Australien ihre Runden. "Natürlich haben wir hier drei Tage Testvorteil. Ich glaube, dass für die Werkspiloten die Testfahrten auf Phillip Island nicht so großartig waren, weil die Reifen die sie dort bekommen haben nicht unbedingt die sind, die wir hier verwenden können. Die Mischungen die wir nun verwenden sind aber exakt gleich wie die, die wir bei den Testfahrten in Katar hatten. Somit haben wir natürlich drei Tage mehr, an denen wir mit diesen Reifen Erfahrungen sammeln konnten", so Smith, der am Sonntag erstmals aus Reihe eins in ein MotoGP-Rennen startet.


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