MotoGP - Marquez: So läuft es für den Titelverteidiger

Revanche an Rossi

Marc Marquez rang in einem großartigen Generationduell Valentino Rossi nieder und rächte sich so für seine Niederlage im Kampf um Platz zwei im Vorjahr.
von

Motorsport-Magazin.com - Dieser Marc Marquez ist einfach unglaublich. Gerade einmal sechs Wochen nach seinem Beinbruch besiegte er beim Grand Prix von Katar Valentino Rossi in einem packenden Zweikampf bis zur Ziellinie und holte sich den ersten Saisonsieg. Keine Spur von Schmerzen oder Schwäche beim Weltmeister, den dieser Erfolg allerdings selbst überraschte: "Ich bin wirklich sehr glücklich mit dem Sieg, denn ich hatte das nicht erwartet. Am Samstag habe ich mich zwar im Qualifying schon sehr wohl gefühlt, aber hinter dem Rennen stand noch ein großes Fragezeichen."

Im Rennen wählte Marquez als einziger der Spitzenpiloten den härteren Hinterreifen. Eine mutige Entscheidung, die sich aber letzten Endes bezahlt machen sollte. "Ich habe den härteren Hinterreifen gewählt. Das hat mir zu Beginn des Rennens etwas Sorgen bereitet, aber ich konnte bald sehen, dass er gut funktioniert. Am Ende konnte ich deshalb voll pushen", erklärte der Repsol-Honda-Pilot nach seinem Triumph.

Das Duell zwischen ihm und Altmeister Rossi war nicht nur für die Zuseher ein Leckerbissen, auch Marquez hatte jede Menge Spaß daran: "Der Zweikampf mit Valentino war großartig. In der vorletzten Runde haben wir uns zwei oder drei Mal überholt und im letzten Umlauf musste ich alles geben. Im vergangenen Jahr hatte ich hier auch schon einen Zweikampf mit Valentino in der letzten Runde, damals hat er gewonnen, heute zum Glück ich. Hoffentlich werden wir noch viele solche Zweikämpfe haben." Dem kann man sich nur anschließen.

Marquez rast am Samstag zur Pole Position

Marc Marquez hat wieder einmal alle überrascht. Angeschlagen sicherte er sich die Pole Position in einem Quaifying, in dem Viele mit anderen Fahrern an der Spitze gerechnet hätten. Doch Marquez schlug allen ein Schnippchen und setzte sich um 0.057 Sekunden vor dem Spanier Alvaro Bautista durch.

Die Pole Position macht mich sehr glücklich, vor allem wegen meiner Verletzung.
Marc Marquez

"Die Pole Position macht mich sehr glücklich, vor allem wegen meiner Verletzung. Es war sehr schwer hier, besonders in den ersten Trainings", zog Marquez ein erstes Fazit nach drei Tagen in Katar. "Heute im vierten Training und der Qualifikation haben wir einen Weg gefunden und ich fühle mich schon viel besser auf dem Bike."

Dennoch gab er sich für Sonntag zurückhaltend. "Es wird hart für mich, weil ich bei so vielen Runden noch rasch müde werde. Mit meinem Bein kann ich auch nicht wie gewohnt pushen. Ich werde mein Bestes geben, hoffe auf ein paar Punkte und ein möglichst gutes Ergebnis", so Marquez. Doch vielleicht überrascht er ja auch im Rennen wieder alle.

Freitag: Mit Schmerzmittel lief es besser

Marc Marquez kam am zweiten Tag in Katar immer besser in Fahrt und beendete das dritte Freie Training auf Rang fünf. "Der Tag lief ziemlich gut. Obwohl ich in der Zeitenliste nicht so weit oben war, wie ich wollte, bin ich glücklich, denn mein Bein fühlte sich schon viel besser an als gestern", schilderte der Weltmeister. "Wir werden sehen, ob es morgen genauso weitergeht, denn ich hatte heute etwas mehr Kraft und weniger Schmerz."

Marquez brach sich wenige Wochen vor dem Saisonauftakt das Bein und hatte am Freitag noch starke Schmerzen. Dazu konnte er das Setup seiner Honda verbessern. "Wir haben aber noch immer Raum für Verbesserungen am Bike und auch an mir", gab Marquez zu. "Morgen werden wir genauso weiterarbeiten und uns aufs Rennen konzentrieren. Die Qualifikation wird schwierig, denn die Fahrer der Open Class haben den weicheren Reifen, aber das Rennen ist sowieso am Wichtigsten."

Ohne Schmerzmittel nichts los

Marc Marquez hatte im ersten Training des Katar GP am Freitag seine liebe Mühe. Der Weltmeister absolvierte 15 Runden und fuhr schrieb gegen Ende der Session eine 1:56.682 an. Damit büßte er auf die Bestzeit 1.481 Sekunden ein und landete nur auf dem elften Platz.

Gerade in den Rechtskurven und bei vollem Neigungswinkel habe ich die meisten Schmerzen, weil ich mich noch nicht auf der Fußraste abstützen kann.
Marc Marquez

Zudem machte sein verletzter Fuß mehr Probleme als gedacht. "Ehrlich gesagt hätte ich weniger Probleme erwartet. Die Rechtskurven haben mich zu Beginn der Session schon sehr aus dem Konzept gebracht, aber gegen Ende wurde es besser", sagte Marquez nach einem anstrengenden ersten Training. "Gerade in den Rechtskurven und bei vollem Neigungswinkel habe ich die meisten Schmerzen, weil ich mich noch nicht auf der Fußraste abstützen kann."

Marquez war ohne Schmerzmittel unterwegs, wird das am Freitag aber ändern. "Ich werde morgen welche einsetzen. Dann wird sich weisen, ob es für uns reicht und wir einen Schritt nach vorne machen können", so der Weltmeister, der sich aber damit trösten kann, dass sein letztjähriger Titelrivale Jorge Lorenzo am Donnerstag nur 0.012 Sekunden schneller war.


Weitere Inhalte:

Motorsport-Magazin.com fragt
Facebook
Wir suchen Mitarbeiter
x