MotoGP - Wer wird MotoGP-Weltmeister?

Die Tipps der Redaktion

Jorge Lorenzo, Marc Marquez oder doch Valentino Rossi? So sehen die Redakteure von Motorsport-Magazin.com die Chancen der Fahrer auf den Titel.
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Motorsport-Magazin.com - Ab Donnerstag heulen die Motoren der MotoGP-Bikes wieder auf. Erbittert kämpfen die schnellsten Motorradfahrer der Welt dann wieder um Zehntel, Positionen, WM-Punkte und Siege. Die Redakteure von Motorsport-Magazin.com haben einen Blick in ihre Glaskugeln geworfen und ihre Weltmeister-Tipps abgegeben.

So tippt die Redaktion

Michael Höller: Ich würde gerne Dani Pedrosa sagen, doch nach acht Jahren voller Pech und Verletzungen glaube ich nicht mehr daran. Der Weg zum Titel führt auch 2014 nur über Marc Marquez und Jorge Lorenzo, wobei ich den Mallorquiner im Vorteil sehe. Marquez kann nicht mehr so unbedarft in die Saison gehen wie im Vorjahr. Außerdem glaube ich nicht, dass er mit seinem aggressiven Fahrstil noch einmal so viel Glück in kritischen Situationen hat wie 2013.

Jorge Lorenzo sollte man am Zettel haben - Foto: Yamaha

Annika Kläsener: Keiner hat so viel Biss wie Jorge Lorenzo. Da kann das Schlüsselbein x-mal gebrochen sein, die Nummer 99 gibt weiter Vollgas. Doch nicht nur seine Hartnäckigkeit, die etwas vom finnischen sisu hat, spricht für den zweifachen MotoGP-Weltmeister, sondern auch das Gesetz der Serie. Auf den Vizetitel folgte seit 2009 im folgenden Jahr stets der Titel. Und Wievielter wurde er im vergangenen Jahr? Richtig, Zweiter. Festland-Spanien war gestern, 2014 schlägt der Mallorquiner zurück. Vamos!

Christian Menath: Honda stellt auch im neuen Regel-Wirrwarr das beste Bike. Marc Marquez startet zwar geschwächt in die neue Saison, die Verletzung ist ihm aber eine Lehre und der Galaktische geht 2014 nicht mehr derart übermotiviert zu Werke. Dani Pedrosa fehlt einfach das Weltmeister-Gen und das nötige Glück. Am Ende lacht wieder der Rekordjäger.

Maria Pohlmann: Jorge Lorenzo wird Weltmeister! Schon rein statistisch ist der Mallorquiner wieder dran. 2010 feierte er seinen ersten MotoGP-Titel, im Jahr darauf konnte er ihn nicht verteidigen. 2012 wurde er erneut Weltmeister, in der letzten Saison schnappte sich Marc Marquez den Triumph. Abgesehen von den Zahlen, ist Lorenzo mental einfach unschlagbar. Dank seiner starken Konzentration bewegt er die M1 extrem am Limit, aber gleichzeitig auch unheimlich präzise und roboterartig. Obwohl die Yamaha der Honda scheinbar unterlegen ist, wird Lorenzo dank seiner Genauigkeit zum Titel fahren - wenn er keine Fehler macht.

Geheimfavorit: Was zeigt Aleix Espargaro? - Foto: motogp.com

Marion Rott: Ich lehne mich jetzt ganz weit aus dem Fenster und sage Aleix Espargaro! Der Spanier startet zwar mit der Open-Yamaha, hat aber bereits bei den Testfahrten für die ein oder andere Überraschung gesorgt. Sein Bike ist in großen Teilen das von Jorge Lorenzo aus dem Vorjahr, zudem profitiert er von der Open-Klasse: Mehr Sprit, weichere Reifen und deutlich mehr Motoren. Wenn er sein fahrerisches Können wieder auspackt, muss sich die Top-Riege warm anziehen.

Philipp Schajer: Ich lehne mich weit aus dem Fenster und prophezeie: Altmeister Valentino Rossi schlägt noch einmal zu! Bei den Testfahrten zeigte der Italiener bereits, dass man ihn auf der Rechnung haben muss, außerdem wird ihn sein neuer Crewchief Silvano Galbusera zu Höchstleistungen antreiben. Danach kann der Dottore ohne Gewissenbisse von der MotoGP-Bühne abtreten.

Markus Zörweg: Der Weg zum Weltmeistertitel kann 2014 nur über Einen führen: Marc Marquez! Die Gründe liegen auf der Hand. Der Katalane zeigte bereits im Vorjahr, mit welch unglaublichem Speed er gesegnet ist. Sowohl im Qualifying als auch in den Duellen Mann gegen Mann im Rennen ist gegen Marquez kaum ein Kraut gewachsen, er verfügt auch über den nötigen Killerinstinkt, wie er beispielsweise in der letzten Kurve von Jerez eindrucksvoll bewiesen hat. Hinzu kommt, dass er mit der RC213V auf dem derzeit besten Motorrad sitzt und mit dem Selbstvertrauen des amtierenden Weltmeisters in die Saison geht. Aktuell ist Marquez nach seinem Beinbruch zwar noch etwas angeschlagen, doch auch das sollte ihn nur unwesentlich bremsen. Schlagen kann er sich nur selbst, und zwar durch schwere Verletzungen. Es ist aber zu erwarten, dass er 2014 seltener zu Boden gehen wird als im Vorjahr, wo er dennoch ohne gröbere Blessuren davonkam. Die Konkurrenz muss also auf Marquez' Pech hoffen.

Gesamtwertung:

Jorge Lorenzo - 3
Marc Marquez - 2
Valentino Rossi - 1
Aleix Espargaro - 1


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