MotoGP - Die Antworten zum Test auf Phillip Island

Letzter Wintertest für Werksfahrer

Von Montag bis Mittwoch haben Rossi, Lorenzo, Pedrosa und die Ducati-Fraktion die letzte Chance in Form zu kommen. Bridgestone hat Arbeit für die Werksfahrer.
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Wann wird auf Phillip Island getestet?

Von 3. bis 5. März stehen für ausgewählte Teams und Piloten der MotoGP und Moto2 Reifentests auf dem Programm. Gefahren wird von 9:30 bis 17:30 Uhr Ortszeit, was bedeutet, dass die Testfahrten um jeweils 7:30 Uhr unserer Zeit zu Ende sind.

Wieso findet dieser zusätzliche Test statt?

Im Vorjahr wurde die Strecke auf Phillip Island neu asphaltiert. Der frische Belag lieferte mehr Grip, sorgte aber auch für massiven Reifenverschleiß, was sich für die Monopolisten Bridgestone (MotoGP) und Dunlop (Moto2) zum Debakel entwickelte. Die Renndistanz der Moto2 musste halbiert werden, in der MotoGP wurde das Rennen zunächst verkürzt und in weiterer Folge ein verpflichtender Boxenstopp samt Wechsel auf ein Motorrad mit frischen Reifen vorgeschrieben. Bridgestone konnte die Sicherheit der Fahrer aufgrund der Reifen damals nur für magere zehn Runden garantieren. Die Reifenhersteller baten daher Dorna, FIM und IRTA um die Möglichkeit eines Tests. Bridgestone und Dunlop haben mehrere neue Mischungen im Gepäck, die nicht so schnell verschleißen sollen und speziell für Phillip Island entwickelt wurden. Ein erneutes Reifendebakel von 2013 soll beim diesjährigen Australien GP im Oktober um jeden Preis verhindert werden.

Welche Teams und Fahrer nehmen teil?

So sah Aegerters Moto2-Reifen im Vorjahr aus - Foto: Technomag carXpert

In der MotoGP wurden die drei Werksteams Honda, Yamaha und Ducati zum Test eingeladen, die mit ihren jeweiligen Werkspiloten aufmarschieren. Da Marc Marquez allerdings derzeit verletzt ist, wird Honda wohl nur mit Dani Pedrosa fahren. Ein Antreten von Testfahrer Casey Stoner wurde bereits ausgeschlossen. In der Moto2 wurden das Marc VDS Team mit den erfahrenen Piloten Mika Kallio und Esteve Rabat und die Aspar-Mannschaft mit den Siegfahrern Nico Terol und Jordi Torres zum Test eingeladen. Die Moto3 ist nicht vor Ort, da es in dieser Klasse aufgrund der geringeren Geschwindigkeiten und des geringeren Gewichts der Motorräder im Vorjahr keine Probleme mit den Reifen gab.

Wie geht es bis zum Saisonstart weiter?

Für die Werksteams sind die Wintertests mit Session-Ende am Mittwoch vorbei. Um gegenüber den anderen MotoGP-Rennställen Fairness in Form einer gleichen Anzahl an Testtagen zu garantieren, dürfen Honda, Yamaha und Ducati am dreitägigen Test in Katar (7.-9. März) nicht mehr teilnehmen. Dort treten somit nur die Satellitenteams und die Kunden-Rennställe der Open-Kategorie an. Die Moto2-Piloten verlassen Phillip Island in Richtung Europa, wo von 11. bis 13. März der finale gemeinsame IRTA-Test von Moto2 und Moto3 stattfindet, ehe es auch für die kleinen Klassen nach Katar zum Auftakt-GP (23. Februar) geht.


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